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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rosenduft und Röstaromen
 
Blütenträume werden wahr
 
Falter lieben Sommerflieder
Zwischenüberschrift:
Landfrauen kochen in Freiluftküche auf der Bad Iburger Landesgartenschau
 
Blumenhallenschauen: Alle zwei Wochen wird neu dekoriert
Artikel:
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Originaltext:
Auf der Laga in Bad Iburg umhüllen nicht nur zarte Rosendüfte die Besucher. Die Landfrauen in der Region Osnabrück locken regelmäßig mit saisonalen Gerichten und zwar aus der Freiluftküche. Ein erlesener Kontrast zum Gartenerlebnis.

BAD IBURG Da verschwindet ein winzig kleiner Teller in der Hand von Doris Sundermann. Es dampft. Auf der Herdplatte ein Topf, Kohlrabi, Möhren und Kartoffeln schmoren langsam vor sich hin. Röstaromen″, erklärt Sundermann, die sind jetzt ganz wichtig.″ Und während die Landfrau das sagt, werden die Augen des Frauenkollektivs auf der anderen Seite der Arbeitsfläche größer. Immer größer.

Probierstunde auf der Landesgartenschau in Bad Iburg. Eben noch liegt der zarte Duft der Edelrosen in der Luft. Nun liegen andere Gerüche über dem Laga-Gelände. Die Outdoorküche bittet zu Tisch besser: die Damen. Paradox. Denn war es eigentlich nicht jemand anderes, der diesen Part übernehmen sollte? Lautet der märchenhafte Titel, den die Macher des Rosengartens der Anlage verliehen, doch Die Rose bittet zu Tisch″.

Die Freiluftküche auf dem Gelände der Landesgartenschau, sie ist wieder in Betrieb. Keine Ausnahme, eher die Regel. Es gibt einen festen Rahmenkalender mit den unterschiedlichsten Kochevents. Und in diesem nehmen auch die Landfrauen in der Region Osnabrück mit einer eigenen Veranstaltung einen festen Platz ein. Speisen regional und saisonal″ heißt diese.

Zehn Vereine sind in dem Kreisverband organisiert, heute für Grill, Herd, Kühlschrank und Co. verantwortlich: der Landfrauenverein St. Johannes Voxtrup.

Das Gemüse im Topf hat Farbe angenommen, mittlerweile sind Kohlrabi, Kartoffeln und Möhren auch weich gekocht. Doris Sundermann gibt noch eine grobe Wurst und Crème fraîche dazu, die Besucher verfolgen das aufmerksam. Fertig ist auch schon der Eintopf. Und die Frauengruppe? Sie darf nun endlich probieren, nachdem die Speise auf dem kleinen Teller appetitlich angerichtet wurde.

Doris Sundermann, Maria Große-Schawe, Monika Nolte und Monika Brand sind für die erste Schicht des Tages verantwortlich. Seit 9 Uhr sind sie im Einsatz. Küchengeräte und Arbeitsflächen vom Schmutz der Natur befreien, sich orientieren in der ungewohnten Arbeitsumgebung. Dann fängt auch schon das Schnibbeln an und hört bis zum Schichtwechsel nicht auf.

Die Landfrauen bieten den Besuchern der Laga mit ihrer Kochveranstaltung einen Kontrast zum Gartenerlebnis. Die meisten Gäste kommen, um sich Inspirationen für den eigenen Garten zu holen. Warum sollte der Erkundungsdrang plötzlich beim Essen aufhören?

In der Freiluftküche können sie ausgewählte Gerichte der Landfrauen probieren, sich Tipps und Anregungen bei der Zubereitung einzelner Gerichte abholen. Bei anderen Events in der Freiluftküche ist das ähnlich. Wer möchte, darf einen kleinen Obolus geben. Denn die Kosten tragen die Landfrauen.

Sie kochen in der Freiluftküche Gerichte aus ihrem neuen Kochbuch Kulinarisch durch das Osnabrücker Land″. Das Buch ist in ausgewählten Buchhandlungen sowie bei den Landfrauenvereinen erhältlich.

Viele Fotos und Geschichten aus der Region sowie die besten unserer Rezepte haben darin Platz gefunden″, sagt Maria Große-Schawe. Dass allein Letztere sich lohnen, wissen Besucher spätestens nach einer Kostprobe in der Outdoorküche.

Bildtext:
Der Landfrauenverein St. Johannes Voxtrup um (von links) Maria Große-Schawe, Monika Nolte, Monika Brand und Doris Sundermann hat am Donnerstag für die Besucher der Landesgartenschau gekocht.
Foto:
Jörn Martens

Bad Iburg Rund alle zwei Wochen neu: Das Team von Ulla Rankers-Langels und Willi Rankers sorgt dafür, dass den Besuchern der Landesgartenschau 13 verschiedene Blumenhallenschauen mit Pflanz- und Dekobeispielen geboten werden. Eine, die mit anpackt, ist Manuela Weertz.

Während die Besucher in der einen Hälfte des Großzeltes durch die aktuelle Ausstellung schlendern, ist Weertz mit ihren Kollegen in der anderen schon wieder fleißig bei der Arbeit. Bei tropischen Temperaturen entsteht die neue Blumenwelt unter dem Motto Pack die Badehose ein″.

In Teambesprechungen sammeln wir für die Hallenschauen Ideen″, erzählt Weertz. Viele kämen aus den Bereichen Mode, Interieur und Natur. Durch den Besuch europäischer Fachmessen und den Erfahrungsaustausch mit Kollegen bleibe ich auf dem neuesten Stand″, berichtet die Fachfrau, steht das Thema, wird ein Konzept inklusive der Pflanzen erarbeitet und für die Warenbeschaffung skizziert″. Zudem würden immer wieder Besonderheiten eingebaut, in der aktuellen Halle ein rotes Ruderboot.

Für die kommenden Schauen freut sie sich auf eine tolle Blumenvielfalt, die die Farben von Spätsommer und Herbst zeigt″.

Farbe ist überhaupt ein wichtiges Thema bei den Präsentationen: Jede Farbe hat eine ganz eigene Wirkung und Ausdruckskraft. Sie unterstreicht jeweils die Themenwelten in ihrer Wirkung auf den Betrachter″, so Weertz.

Sie achtet sowohl bei der Auswahl der Pflanzen als auch bei den Materialien der Deko-Objekte darauf, dass sie zu den Themen passen. Zudem sei es Ziel, dass Besucher Gesehenes zu Hause nachmachen könnten. Deshalb verarbeiten wir Ware, die zeitgleich im Fachhandel zu bekommen ist″, betont Weertz, die in ihrem Team für die kreative floristische Umsetzung verantwortlich ist.

Die gelernte Floristin mag ihren Beruf: Er ist vielseitig, kreativ und sehr abwechslungsreich. Man setzt mit den eigenen Händen Ideen in blumige Werkstücke um und schafft etwas, an dem sich Menschen erfreuen.″ Sie sei sehr froh, zum Hallenschauteam der Landesgartenschau zu gehören, und freut sich schon jetzt auf die nächsten Aufbauten und Dekorationen.

Bildtext:
Manuela Weertz inszeniert in der Blumenhalle das sommerliche Motto Pack die Badehose ein″.
Foto:
Imma Schmidt

Der botanische Name des Sommerflieders lautet Buddleja davidii, bekannt ist er als Schmetterlingsstrauch. Sommerflieder ist besonders reich an Nektar, so ziehen seine Blütenrispen Schwärme von Schmetterlingen magisch an. Wenn verblühte Dolden gekappt werden, bilden sich fortlaufend neue″, sagt Henning Sannemann, Friedhofsgärtner aus Osnabrück und früherer Präsident des Wirtschaftsverbandes Gartenbau Niedersachsen-Bremen. Der immergrüne Blühstrauch wird einen bis eineinhalb Meter hoch und blüht von Juli bis Oktober, wobei die Farben von Lila über Rosa ins Orange wechseln. Bevorzugte Standorte sind sonnig bis halbschattig. Im März kann der Strauch auf 20 Zentimeter heruntergeschnitten werden″, so Sannemann. Und im April wird gedüngt.

Bildtext:
Die Fülle an Nektar zieht Schmetterlinge magnetisch an.
Foto:
Claudia Sarrazin
Autor:
André Partmann, cs, is


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