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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Open Air bleibt bis 2023 im Schlossgarten
 
Schlossgarten-Open-Air künftig dreitägig?
Zwischenüberschrift:
Goldrush und Stadt Osnabrück schließen neuen Fünf-Jahres-Vertrag / Festival will internationaler werden
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Das Schlossgarten-Open-Air wird bis 2023 seinen Standort hinter dem Osnabrücker Schloss haben. Das sichert ein Vertrag zu, den Rüdiger Scholz für die Produktionsfirma Goldrush und der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert jetzt unterzeichnet haben. Außerdem vereinbaren die Vertragspartner, das Festival könne künftig bis zu drei Tage dauern. Scholz gibt dieser Fünfjahresvertrag Planungssicherheit im Hinblick auf sein Ziel, das Festival künftig internationaler auszurichten. Die Band Dropkick Murphys ist ein erster Versuch in diese Richtung. Für die Stadt sagte OB Griesert, das Schlossgarten-Open-Air sei dem Image der Stadt zuträglich″. Das Open-Air-Festival findet in diesem Jahr am 10. und 11. August statt. Erwartet werden insgesamt 18 000 Gäste.

Künftig kann das Schlossgarten-Open-Air drei Tage dauern. Das regelt ein neuer Vertrag, den Rüdiger Scholz für Goldrush und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert nun unterzeichnet haben. Der Vertrag schafft für das Festival zumindest die örtliche Sicherheit.

Osnabrück Es ist viel von Image die Rede an diesem Vormittag im Saal Sophie Charlotte des Osnabrücker Rathauses, von der Bedeutung für die Stadt, für die Region und, ja, auch für die Jugend und davon, wie wichtig das Schlossgarten-Open-Air für dieses Image sei. Wenn man so will, wird so aus einer schnöden Vertragsunterzeichnung ein Loblied auf die Firma Goldrush und den Mann, der Goldrush gegründet und das Open Air erfunden hat, Rüdiger Scholz.

Der Vertrag zwischen Stadt Osnabrück und Goldrush birgt indes eine Reihe von Möglichkeiten: Von 2019 bis 2023 sichert ihm die Stadt den Schlossgarten vertraglich zu, für einen festgelegten Gebührensatz von zwei Euro pro Quadratmeter, macht insgesamt 12 000 Euro pro Festival. Mindestens genauso spannend ist eine Neuerung: Scholz darf ab nächstem Jahr drei Tage Festival planen.

Dafür hat die Stadt ein Interessenbekundungsverfahren auf den Weg gebracht und darin ihre Anforderungen formuliert. So sollte der Bewerber Festivalerfahrung nachweisen″, sagt Patricia Mersinger, die Leiterin des Fachbereichs Kultur. Und er sollte sensibel mit dem Schlossgarten umgehen.″ Beides beweist Scholz gerade zum vierten Mal, und so ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Scholz als einziger Bewerber den Zuschlag für die Schlossgarten-Open-Airs bis 2023 erhalten hat. Und weil er, dank einer gewissen Routine, die Abläufe des Auf- und Abbaus optimiert hat, hat er einen dritten Festivaltag herausgeschlagen. Das senkt seine Fixkosten und beschert dem Schlossgarten einen Tag mehr Musik.

Genau genommen, wäre der dritte Tag schon in diesem Jahr drin gewesen, sagt Scholz: Im Gespräch war Carlos Santana.″ Aber: Wir haben gegen ein Festival in Spanien verloren.″ Damit deutet Scholz an, dass er das Schlossgarten-Festival internationaler positionieren will. Mit Bryan Adams hat Scholz ebenfalls verhandelt; nun sind es die Dropkick Murphys die eine andere Farbe″ setzen, wie Scholz sagt, und gleichzeitig dem Festival eine internationale Dimension eröffnen. Freilich immer vor dem Hintergrund, dass das Gelände lediglich 12 000 Gäste fasst. Mit Robbie Williams sei daher eher nicht zu rechnen, sagt Scholz.

Dafür aber mit Robin Schulz? Eine gute Viertelstunde dauert es, bis Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei einem seiner Osnabrücker Lieblingskünstler landet. Tatsächlich wäre Schulz womöglich der Act für ein junges Publikum gleichzeitig ist er aber kein Act für 12 000 Gäste, sondern eher für die zehnfache Anzahl. Aber Gespräche mit Schulz gab es, sagt Goldrush-Chef Scholz. Und auch jenseits des Top-DJs findet elektronische Musik vom Plattenteller mehr und mehr Eingang in den Festivalbetrieb. Womöglich auch in Osnabrück.

Welche Segmente des vielfältigen Pop- und Rockgeschäfts sich künftig beim Schlossgarten-Open-Air finden, lässt Scholz dennoch offen. Zum Experimentierfeld für Nischen wird das Festival aber sicher nicht werden; Scholz setzt auf Bands die in der Mitte der Gesellschaft″ verortet sind was rockige Acts wie die Donots und die Dropkick Murphys genauso einschließt wie familientaugliche Musik von Nena und Sarah Connor. Das gewährt einen sicheren Zuspruch, und genau das macht das Schlossgarten-Open-Air so attraktiv für die Stadt Osnabrück.

Bildtext:
Auf gute Zusammenarbeit: Rüdiger Scholz (von links) und Christoph Hengholt von Goldrush sowie Patricia Mersinger und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei der Unterzeichnung des neuen Fünf-Jahres-Vertrags für das Schlossgarten-Open-Air.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Ralf Döring


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