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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mit Pflanzen reden statt Panzer warten
Zwischenüberschrift:
30 Start-ups arbeiten im Wissenschaftspark auf dem früheren Gelände der Scharnhorstkaserne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wo vor zehn Jahren britische Schützenpanzer gewartet wurden, machen heute innovative und technologieorientierte Start-ups ihre ersten Schritte. Das Gelände der Scharnhorstkaserne an der Sedanstraße wird zu einem Wissenschafts- und Wohnpark.

Osnabrück Im Mittelpunkt des Forschungsstandorts steht das Innovationszentrum. Bürogebäude und Wohnungen sind bereits bezogen. Doch daneben befinden sich noch freie Grundstücke, auf denen aktuell das Unkraut wuchert.

In unmittelbare Nähe zur Kaserne liegen Uni und Hochschule. Aus diesem Grund entdeckte die Stadt schnell das 6, 5 Hektar große Gelände als idealen Standort für Wissenschaft und Forschung. Im Fokus steht das 2014 eröffnete Innovationszentrum (ICO). Dieses bietet derzeit Platz und Austausch für 27 Start-ups und insgesamt über 100 Personen. Branchenschwerpunkte haben sich vor allem im Bereich der IT und der Landmaschinentechnologie ergeben. Laut Informationen des ICO sollen so langfristig zukunftsfähige Arbeitsplätze für die Region Osnabrück entstehen.

In einem Gebäude, wo früher britische Panzer gewartet wurden, erhalten heute Unternehmensgründer kostenlose Büroräume, in denen sie ihre Ideen weiterentwickeln können. Aktuell arbeiten hier drei Start-up-Teams. Bei den Geschäftsideen geht es um Tierfutter aus Insekten, die Kommunikation mit Pflanzen und ein innovatives Produkt aus Milch. Anders als im ICO erhalten Gründer im sogenannten Seedhouse″ in ihrer Anfangsphase eine Rund-um-Betreuung und finanzielle Unterstützung. Das Haus soll bundesweit Start-ups anlocken. Der Schwerpunkt liegt auf Unternehmensideen aus den Bereichen Agrar, Ernährung und Digitalisierung.

Das alte Kasernengelände ist nicht nur ein Wissenschafts- sondern auch ein Wohnpark. Die Fläche ist nach zehn Jahren großteils erschlossen. Einige Häuser mit Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sind bereits bewohnt, und zwei Spielplätze locken Familien an. Außerdem wird nach langem Hin und Her ein Studentenwohnheim mit 100 Wohneinheiten gebaut. Laut Angaben der Stadt Osnabrück sind noch ca. 28 631 Quadratmeter Fläche verfügbar. Die freien Grundstücke sind allerdings nutzungsgebunden. Das heißt, sie werden an wissenschafts- oder hochschulaffine Unternehmen vergeben.

Die Natursteinmauer vor der ehemaligen Kaserne an der Sedanstraße wurde vor vier Jahren repariert und neu verfugt. Doch hierbei passierte ein kleines Missgeschick. Denn ein Teil der neu restaurierten Mauer musste wieder eingerissen werden, um einen Eingang zum Entreeplatz der Scharnhorstkaserne zu schaffen, die die Briten Belfast Barracks nannten.

Auf dem Entreeplatz wurden für drei neue Bäume, Rasen und eine Betonfläche 600 000 Euro Fördermittel ausgegeben. Der moderne Platz wurde erst 2014 eingeweiht. Doch aktuell wuchern zwischen den Pflastersteinen Pflanzen und Unkraut. So sieht der Platz neu und gleichzeitig alt und verlassen aus.

Kurios ist auch der sogenannte Multifunktionsplatz, der ein bunter Parkplatz in der Mitte des Wissenschaftsparks ist. Am InnovationsCentrum″ in Osnabrück geht man auch mit Parkraum innovativ um″, berichtet die Satire-Sendung Extra 3. Auf dem farbenfrohen Parkplatz ist das Logo des ICO nachgemalt. Allerdings kann das Kunstwerk nur aus der Luft bewundert werden. Für den normalen Parkplatzbesucher bleibt der Blick also verborgen.

Einen Überblick über das Gelände, die Unternehmen und freien Grundstücke bietet eine 360-Grad-Darstellung aus der Vogelperspektive im Internet unter der Adresse 360.wissenschaftspark-osnabrueck.de.

Bildtexte:
Das Innovationszentrum ist der Mittelpunkt des Wissenschafts- und Wohnparks auf dem alten Kasernengelände an der Sedanstraße.
Der Multifunktionsplatz ist ein bunter Parkplatz, der offenbar zum Driften einlädt.
So sah der Eingang zur Kaserne an der Sedanstraße am 5. Juni 1993 aus.
Fotos:
Michael Gründel, Hermann Pentermann
Autor:
Jana Henschen


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