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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
„Das ist ja der Renner hier″
 
Damit Rosen einen majestätischen Eindruck machen
 
Für Balkone und Ampeln
Zwischenüberschrift:
Das Interesse am Pool im eigenen Garten steigt wieder
 
Viel Luft, volle Sonne und lehmhaltiger Boden: Zwei Expertinnen geben Tipps
Artikel:
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Originaltext:
Wer Lust hat, kann auf der Landesgartenschau schwimmen gehen. Ein Pool in einem der Themengärten ist nicht nur an heißen Sommertagen dicht umlagert.

Bad Iburg Das ist ja der Renner hier″, fasst Elisabeth Heinze die Stimmung am Stand von Anbieter Carsten Becker zusammen. Enkel Julian schwimmt derweil im Pool und kühlt sich bei tropischen Temperaturen ab. Gerade hat er einen Tipp bekommen, wie er das Becken leichter durchtauchen kann, und setzt ihn sofort um.

Carsten Becker ist Landschaftsarchitekt und hat sich auf Pools und Teiche im Garten spezialisiert. Für ihn geht der Trend wieder weg vom Teich und verstärkt hin zum Schwimmbassin im eigenen Garten. Ursache dafür sieht er in örtlich teilweise spürbar steigenden Temperaturen. Außerdem, so Becker, biete ein Pool eine ganze Menge Lebensqualität. Das haben inzwischen viele Dauerbesucher entdeckt, die abends kommen, um den Pool zu genießen.

Der Landschaftsarchitekt weiß, dass der Anschaffungspreis für einen Pool nach wie vor eine Hürde darstellt. Mit etwas Zubehör und Raffinessen sei schnell die 100 000-Euro-Grenze erreicht. Der Pool, den Carsten Becker auf der Laga aufgebaut hat, misst zwar nur rund sechseinhalb mal zweieinhalb Meter, reißt aber mit Umrandung, Überlauftechnik, Gegenstromanlage, Wärmepumpe und integrierter Abdeckung bereits diese Marke. Dafür bleiben die Energiekosten überschaubar. 350 Euro Strom für die Pumpen und 400 Euro für die Heizung, kalkuliert Becker für den Pool für eine Saison von April bis Oktober. Vor allem die Abdeckung sei wichtig, rät Becker, denn der Löwenanteil der Heizenergie gehe sonst nach oben verloren. Auch wenn er die Kombination Pool und Wärmepumpe bevorzuge, seien auch Solarkollektoren eine gute Ergänzung, um die Betriebskosten möglichst gering zu halten.

Volker Voß, genannt Spilker, und seine Frau Birte bauen derzeit neu und denken dabei auch über einen Pool nach. Voß-Spilker ist Marktleiter beim Robostore in Meppen und hat selbst mit Pool-Robotern zu tun. Das hat ihn auf die Laga und an den Stand von Carsten Becker geführt. Das Interesse steigt, sagt Becker. Die Laga bietet ihm für sein Geschäft offenbar eine ideale Plattform. 200 Anfragen für eine Planung habe er bereits eingesammelt. Normalerweise bewege sich die Frequenz zwischen 20 und 30 pro Jahr.

Was alles möglich ist, demonstriert Becker und schlägt seinen aktuellen Prospekt auf. Darin enthalten ist ein Bild von seinem Garten, den er zugleich als Ausstellungsgelände nutzt. Warmwasserbecken, Wasserlauf, Schwimmteich und Koi-Karpfen-Becken, nichts fehlt. Und wenn Becker darüber berichtet, stellt sich schnell das Gefühl ein, hier hat einer nicht nur ein Geschäftsmodell entdeckt, sondern lebt seine Leidenschaft für Wasser im Garten voll aus.

Bildtext:
Abkühlung im Laga-Pool: Julian Heinze lebt in Berlin und ist zu Besuch bei der Oma in Bad Iburg. Neuerdings sorgen Baderegeln dafür, dass das Schwimmbecken nicht überfüllt ist.
Foto:
Andreas Wenk

Bad Iburg Die Rose gilt als Königin der Blumen. Doch nicht immer macht sie im Garten einen majestätischen Eindruck. Gisela Kohlitz und Nadine Oestermeyer wissen genau, was zu tun ist, damit das Dornengewächs prächtig gedeiht.

Die beiden Frauen treffen sich zur Fachsimpelei auf der Laga in Bad Iburg an der großen Tafel im Themengarten Die Rose bittet zu Tisch″. Der kleine Wasserlauf in der Mitte des Betonblocks sorgt auch an heißen Sommerabenden für ein angenehm kühles Klima.

Gisela Kohlitz vertritt mit ihrem Mann Ralf in unserer Laga-Familie die Großelterngeneration. Zu Hause im unterfränkischen Alzenau (in direkter Nachbarschaft des dortigen Laga-Geländes von 2015) ist sie leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Seit mehr als 30 Jahren kultiviert sie einen alten Weinberg, auf der die Doppelhaushälfte steht. Sie selbst bezeichnet das Ergebnis als gepflegte Wildnis″ mit Pflanzen, die zum Boden passen und Insekten genug Nahrung geben. Die 74-jährige Rentnerin hat die grünen Daumen an ihre Tochter Antje Froh und die Enkel Janne, Finje und Tjelle vererbt.

Mit Nadine Oestermeyer, die auf der Laga die Abteilung Planen und Bauen″ leitet, spricht Gisela Kohlitz vor allem über Rosen, die ihr ans Herz gewachsen sind. Die beiden Frauen stellen ziemlich schnell eine Gemeinsamkeit fest, die die Bodenbeschaffenheit in Alzenau und auf der Laga betrifft. An beiden Orten dominiert lehmhaltige Erde, die Rosen für ein gutes Wachstum unbedingt gebrauchen, erklärt Nadine Oestermeyer.

Die Landschaftsarchitektin und Freiraumplanerin geht davon aus, dass aufgrund des falschen Bodens in manch einem Garten Rosen verkümmern oder von Schädlingen befallen werden. Fest steht (und das kann auch Gisela Kohlitz aus langjähriger Erfahrung bestätigen): Wer etwas zum Beispiel gegen Mehltau einsetzen muss, hat vorher etwas falsch gemacht.

Etwa die falschen Pflanzen eingekauft. Es sei wichtig, Rosen aus dem Umkreis zu besorgen, die an das Klima gewöhnt sind. Hobbygärtner sollten deshalb nicht den nächsten Baumarkt oder Discounter, sondern eine Rosengärtnerei ihres Vertrauens aufsuchen. Eine Rolle für das gute Wachstum von Rosen spielt auch der Standort. Die Königin der Blume brauche volle Sonne und sollte nicht zu eng gepflanzt werden, empfiehlt Nadine Oestermeyer. Sie hat noch einen Tipp parat: Die Veredlungsstelle sollte im Boden verschwinden. Das hat sie bei der Anlage des Rosengartens auf der Laga auch beherzigt. Im Themengarten stehen die Rosen dort in Hochbeeten, die von ausgedienten Waschbetonplatten eingefasst sind. Dieser zentrale Bereich auf der Sichtachse zwischen dem Jagdschloss Freudenthal und den Blütenterrassen bleibt auch nach dem Ende der Landesgartenschau erhalten.

Zum Schluss der Fachsimpelei tauschen sich die beiden Frauen noch über Pflanzen aus, die sich gut mit Rosen vertragen. Optimal sei nicht Lavendel, korrigiert Nadine Oestermeyer ihre Gesprächspartnerin Gisela Kohlitz. Besser geeignet sei Staudensalbei.

Bildtext:
Entspannte Fachsimpelei an der Betontafel: Gisela Kohlitz und Nadine Oestermeyer (rechts) tauschen sich auf der Laga über Rosen aus.
Foto:
PR/ Imma Schmidt

Ein neuer Blickfang am Haupteingang der Laga sind Blumenpyramiden aus Begonien. Für die große setzte Manfred Liede von der gleichnamigen Gärtnerei in Brochterbeck die Sorte Belina der Begonia x tuberhybrida″ ein. Die einjährige Hängebegonie wird 30 bis 40 Zentimeter groß und besticht durch Blütenfarben von Apricot über Koralle und Pfirsich bis Creme. Sie eignet sich besonders für Balkone und Ampeln″, so Liede. Normalerweise sind Begonien etwas für Halbschatten oder Schatten. Diese Sorte kann man auch in die Sonne pflanzen. Aufgrund der großen Blüten mögen diese Begonien keinen Wind″, sagt Liede. Aber: Gibt es keine Luftbewegung, ist die Pflanze anfällig für Mehltau. Bei zu viel Wasser können die Knollen sogar anfangen zu faulen.

Bildtext:
Blütenfarben von Apricot über Koralle bis Creme: Die Hängebegonie Belina treibt es bunt.
Foto:
Claudia Sarrazin
Autor:
Andreas Wenk, Holger Jansing, cs, is


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