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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neumarkt wird zum Kunstprojekt
Zwischenüberschrift:
Berliner Künstlerin beklebt Rolltor am grünen Kachelhaus / Zweidimensionale Aufnahmen schaffen dreidimensionale Realität
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Der Neumarkt vegetiert seit Jahren vor sich hin. Nur wenig ist von Aufbruch und Modernisierung zu spüren. Diana Sirriani, Künstlerin aus Berlin, setzte den Platz nun künstlerisch in Szene. Ihr Ziel: den Neumarkt zum Leben zu erwecken.

Das grüne Kachelhaus am Neumarkt ist vielen Osnabrückern ein Dorn im Auge. In die Jahre gekommen, heruntergewirtschaftet, verwahrlost sind nur einige der Kommentare, die immer wieder über das Eckhaus zu hören sind. Für die Berliner Künstlerin Diana Sirriani ist das Gebäude hingegen ein ganz besonderer Ort . „ Die Ecke mit dem Haus ist sehr gut, da sie die Realität der Stadt abbildet″, erklärte die 36-Jährige, die mit Fotoabzügen die Szenerie vor dem Gebäude veränderte.

Ziel sei es, so die Künstlerin, eine Art Stadtporträt zu schaffen und die Geschichte eines Ortes zu erzählen, der eher unauffällig und heruntergekommen sei. Dazu beklebte sie das Rolltor des Kachelgebäudes mit Aufnahmen von architektonisch auffälligen Stellen, die sie vorab vom Gebäude aufgezeichnet hatte. Aufsteller mit Abzügen der Bilder, die auf dem Gehweg positioniert wurden, rundeten das Kunstwerk ab .

Die Entwicklung der Szenerie hielt die Künstlerin auf Video fest, um neue Aufnahmen entwickeln zu können. Darauf zu sehen sein werden auch zahlreiche Passanten, die immer wieder stehen blieben und neugierig einen Blick auf das Kunstwerk warfen. Die Leute sehen sich nicht, wenn sie durch die Straßen laufen. Aber die Leute machen die Stadt aus, geben ihr Leben″, sagt Sirriani. Das will die Berlinerin jedoch ändern, wenn sie die neuen Aufnahmen Mitte September an gleicher Stelle erneut aufkleben wird.

Dann wird die 36-Jährige mit sieben anderen Künstlern den Neumarkt zu einem großen Kunstprojekt entwickeln, das unter dem Namen Tangency 2018 Stadtverortungen″ ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projektes ist es, den Stadtraum durch die Kunst neu zu erleben und wahrzunehmen. Passanten sollen an den Aktionen teilnehmen , wie Elisabeth Lumme von der Gesellschaft für zeitgenössische Kunst, hase29, erklärte. Anschließend werden die Projekte auf der Ausstellung so urban! Kunst und Stadtverortungen″ zu sehen sein, die zwischen dem 28. September und dem 17. November stattfindet.

Bildtexte:
Beklebte das Kachelhaus am Neumarkt: die Berliner Künstlerin Diana Sirriani.
Tangency 2018 / Stadtverortungen Diana Serianni am Neumarkt - Kunstaktion am Rolltor des grünen Kachelhause.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
André Pottebaum


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