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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Atter und die Stadtbusse
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Osnabrücker Busnetz 2019: Stadtteile fühlen sich abgehängt Protest in Atter und Hörne gegen geplante Linienstreichungen / Bürger fürchten massive Nachteile″ (Ausgabe vom 25. Juni).

Nicht nur die Schüler des Ortsteils Atter, die in Osnabrück zur Schule gehen und dort Freizeitaktivitäten nutzen, sind auf den Bus angewiesen. Auch die Grundschule Atter und der Kindergarten benötigen die Buslinie 21, die die Strothesiedlung, Atterfeld und den Ortskern Atter verbindet.

Immer wieder werden Eltern aufgefordert, ihre Kinder nicht mit dem eigenen Pkw zu Schule und Kindergarten zu bringen, um ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu vermeiden. Und jetzt wird genau das durch den Wegfall einer regelmäßigen Buslinie in Atter vereitelt?

Zudem wurden in Atter vor über 40 Jahren drei Wohnblöcke gebaut, deren Bewohner in großer Zahl in Osnabrück arbeiten. Parkplätze für die Hochhäuser gibt es kaum, die Menschen fahren häufig Bus. Wie soll sich die Parksituation in Atter entwickeln, wenn wir alle zukünftig auf ein Auto angewiesen sind?

Atter gehört zu Osnabrück, doch nach dem Wegfall von Einkaufsmöglichkeiten und der Sparkassenfiliale entsteht der Eindruck, dass dieser kleine Ortsteil nicht gewollt ist. Diejenigen unter uns, die dank eines eigenen Fahrzeugs die Wahl haben, werden sich bei der vorgesehenen Änderung zunehmend nach NRW orientieren, ich auch. Auch in Lotte lässt sich gut einkaufen. Warum soll ich die Geschäfte einer Stadt fördern, die mich vom Busnetz quasi abkoppelt?

Noch habe ich ein Premium-Abo. Das werde ich mir für eine Ergänzungslinie im 60-Minuten-Takt nicht mehr gönnen. Wir sind ein Stadtteil Osnabrücks und haben ein Anrecht darauf, nicht abgehängt zu werden.″

Miriam Rademacher

Osnabrück

Schön, dass sich betroffen fühlende Bürger mit dem geplanten Stadtbusliniennetz so intensiv auseinandersetzen dürfen. Vergessen sollten alle nicht: Busse sind große Transportgefäße, sind Massentransportmittel. Sie machen dort besonders viel Sinn, wo das Fahrgastpotenzial hoch ist. Ist es da wirklich weiterhin vertretbar, über den Schulbuseinsatz hinaus den Dütekolk dreimal in der Stunde mit warmer Luft zu bedienen? Mit der letzten Anpassung des Liniennetzes 2007 entfiel die umsteigefreie Verbindung zwischen Atterfeld, Atter Ortskern und Atter Strothesiedlung, was zu einem großen Aufschrei führte. Nun soll die Verbindung aller drei nicht gerade bevölkerungsstarken Siedlungen untereinander wieder angeboten werden und das gefällt plötzlich auch nicht.

Wenn von dem im Bau befindlichen Landwehrviertel künftig alle zehn Minuten eine umwegfreie Verbindung ins Zentrum angeboten wird, ist vielleicht der kurze Fußweg von der Strothesiedlung zu einer der Stationen der vorgesehenen neuen Elektro-Gelenkbuslinien zumutbar.

Und wer bereit ist, das Fahrgastpotenzial realistisch einzuschätzen, erkennt, dass für die Bedienung des Ortskerns von Atter und von Atterfeld Gelenkbusse das falsche Verkehrsmittel sind. Da sollten die traditionell wenigen Fahrgäste zwischen Atter Ortskern und Atterfeld in Hellern oder Atter einen Umstieg akzeptieren, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Bedingung: eine Mobilitätsgarantie, mit der die Verkehrsbetriebe angehalten werden, für verlässliche Anschlüsse zu sorgen.″

Martin Sturm

Osnabrück
Autor:
Miriam Rademacher, Martin Sturm


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