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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ist Ozon in Osnabrück ein Problem?
Zwischenüberschrift:
Viel Sonne und Hitze: Stadt gab Information über erhöhten Wert nicht weiter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Mit der anhaltenden Hitze und den vielen Sonnenstunden steigen in Osnabrück die Ozonwerte. Am Mittwoch musste die Bevölkerung wegen hoher Werte informiert werden. Das zuständige Staatliche Gewerbeaufsichtsamt benachrichtigte eigenen Angaben zufolge Rundfunkanstalten und die Stadt Osnabrück, damit Medien die Information verbreiten können. Die Stadtverwaltung gab den Hinweis aber nicht weiter.

Auf ein Jahr gerechnet, beträgt der EU-Zielwert 120 µg/ als höchster gleitender Acht-Stunden-Mittelwert eines Tages. Bedeutet: Selbst im Acht-Stunden-Zeitraum eines Tages mit der höchsten Ozonbelastung (O3) sollte der Wert von 120 µg/ nicht überschritten werden. 25 Überschreitungen dieser 120 µg/ sind pro Jahr erlaubt.

Ab einem Wert von 180 µg/ binnen einer Stunde muss die Bevölkerung informiert werden. Die Leistungsfähigkeit kann ab diesem Wert beeinträchtigt werden. Davon betroffen seien insbesondere sensible Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen, sagt Andreas Hainsch vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim, das die Messungen durchführt. Wir informieren dann Rundfunkanstalten und Kommunen.″ Körperliche Aktivitäten wie Ausdauersport sollten vermieden werden insbesondere in den Abendstunden.

Ab 240 µg/ binnen einer Stunde müssen die Behörden die Bevölkerung warnen. Das betrifft dann alle Menschen″, sagt Hainsch. Aber der Wert wurde schon lange nicht mehr erreicht″, ergänzt er. Ab etwa 200 µg/ können Symptome wie Tränenreiz und Kopfschmerzen auftreten.

Die vielen Sonnenstunden und hohen Temperaturen schlugen sich in den vergangenen Tagen nieder. Am Mittwoch wurde die Informationsschwelle von 180 µg/ in den Stunden von 16 bis 19 Uhr jeweils überschritten. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim informierte Rundfunkanstalten und Kommunen nach eigenen Angaben auch die Stadt Osnabrück. Rundfunkanstalten hätten über die hohen Werte informiert, versichert Hainsch.

Die Informationspflicht liege beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim, sagt Stadtsprecher Gerhard Meyering. Das habe per Pressemitteilung informiert. Die einschlägigen Medien haben diese Information aufgegriffen und verbreitet.″ Auf der Internetseite des Gewerbeaufsichtsamts ist die Pressemeldung jedoch nicht zu finden.

Im laufenden Jahr war die Situation bis Ende März unproblematisch. Kein einziges Mal wurden die 120 µg/ überschritten. Im April wurde der Wert dreimal überschritten lag mit maximal 133 µg/ aber noch weiter unterhalb der Informationsschwelle von 180 µg/ m³.

Einen deutlichen Anstieg gab es im warmen Mai. Zwölfmal maß die Station an der Bomblatstraße mehr als 120 µg/ maximal 138 µg/ m³, wie aus Zahlen des Lufthygienischen Überwachungssystems des Staatlichen Gewerbeamts Hildesheim hervorgeht. So wurden die 120 µg/ im laufenden Jahr bis Ende Mai 15-mal überschritten.


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