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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen
Zwischenüberschrift:
Wolfgang Griesert beteiligt sich an Flaggen-Aktion der „Bürgermeister für den Frieden″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Auch vor dem Osnabrücker Rathaus weht an diesem Sonntag die Flagge des weltweiten Bündnisses Mayors for Peace (englisch: Bürgermeister für den Frieden″). Sie symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. In diesem Jahr appellieren die beteiligten Bürgermeister mit der Aktion an die Atommächte und weitere Staaten der Weltgemeinschaft, den im Juli 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 haben gezeigt, wie viel Tod und Leid diese Waffen über die Menschheit bringen können. Derzeit stellen über 14 000 einsatzbereite atomare Sprengköpfe die größte Bedrohung für die Welt dar. Die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki appellieren daher an die Atommächte und an die Weltgemeinschaft, dem Atomwaffenverbotsvertrag der UN beizutreten″, wird Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in einer Mitteilung des städtischen Presseamtes zitiert.

Demnach schätzt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dass derzeit neun Staaten die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea zurzeit zusammen etwa 14 465 Atomwaffen besitzen. Das seien zwar 470 weniger als im Vorjahr, doch alle Staaten, die über Atomwaffen verfügen, hätten entweder bereits damit begonnen, diese zu modernisieren, oder langfristige Programme dafür angekündigt.

Wir, die Bürgermeister für den Frieden′, unterstützen mit dem Hissen unserer gemeinsamen Flagge den Appell der Überlebenden″, erklärte Griesert weiter.

Mittlerweile nehmen in Deutschland den Angaben zufolge mehr als 270 Städte an der Aktion teil. Das Hissen der Flaggen erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der IGH führte darin aus, dass die Atomwaffenstaaten verpflichtet sind, nach Artikel 6 des 1968 geschlossenen Nichtverbreitungsvertrages (NPT) in redlicher Absicht″ Verhandlungen zur Abschaffung von Atomwaffen zu führen und diese dann auch tatsächlich abzuschaffen.

Bildtext:
Mit dieser Flagge der Bürgermeister für den Frieden″ setzt sich auch Osnabrücks OB Wolfgang Griesert für eine atomwaffenfreie Welt ein.
Foto:
Stadt Osnabrück/ Simon Vonstein
Autor:
ack


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