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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nachhaltigkeit aus psychologischer Perspektive
Zwischenüberschrift:
Millionenprojekt „TransGem″ erforscht Rolle von Gemeinschaften
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Uni Osnabrück ist erfolgreich an der Einwerbung eines Millionenprojektes zum Thema Nachhaltigkeit beteiligt gewesen. Das interdisziplinäre Projekt TransGem″ („ Transformation durch Gemeinschaft Prozesse kollektiver Subjektivierung im Kontext nachhaltiger Entwicklung″) werde in den nächsten drei Jahren im Förderprogramm Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung″ des Landes Niedersachsen und der Volkswagen-Stiftung mit mehr als einer Million Euro gefördert, berichtet die Universität in einer Pressemitteilung.

Aus Osnabrück seien Professor Karsten Müller und Doktor Regina Kempen vom Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie an der Antragstellung für das von der Universität Oldenburg koordinierte Projekt beteiligt gewesen.

Dieses Projekt baut auf vielfältigen Erfahrungen im Bereich Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Osnabrück auf und erweitert insbesondere unser Wissen um die Rolle von Individuen und ihren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung im Spannungsfeld von Unternehmen, Politik, Gemeinschaft und Gesellschaft″, wird Karsten Müller, der im Bereich Organisationspsychologie forscht, in der Universitätsmitteilung zitiert.

In dem Projekt TransGem″ analysiert demnach ein interdisziplinäres Konsortium, inwiefern Nachhaltigkeitsinitiativen wie Ökodörfer oder landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaften Wege in neue Wirtschafts- und Lebensformen ebnen können.

Drei Gemeinschaften

Hierfür nehmen sie drei in Niedersachsen beheimatete Gemeinschaften in den Blick: Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft gASTWERKe″ in Staufenberg bei Göttingen, den Verein Solidarische Landwirtschaft Oldendorf im Landkreis Osterholz sowie eine Reihe von Initiativen, die in der Dorfgemeinschaft Oberndorf im Landkreis Cuxhaven vernetzt sind. Im Fokus steht dabei die Frage, inwiefern Gemeinschaften eine transformative Kraft entwickeln und welche gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen damit verbunden sind.

In unserem Arbeitspaket an der Universität Osnabrück geht es um eine psychologische Perspektive auf die Bedingungen und die Effekte der Teilnahme in Nachhaltigkeitsgemeinschaften″, erklärt Regina Kempen. Dabei spielen Affekte und Emotionen eine besondere Rolle.″

Warum entscheiden sich Individuen dafür, sich aktiv an einer Nachhaltigkeitsgemeinschaft zu beteiligen? Wie wirken sich die Erfahrungen in und die Identifikation mit der Gemeinschaft auf ihr Engagement für Nachhaltigkeit aus? Dazu setzt das Team um Müller und Kempen den Angaben der Universität zufolge auf vielfältige quantitative und qualitative Befragungen sowie Methoden des Experience Sampling und Tagebuchaufzeichnungen.

Auf der Grundlage der Analysen soll ein tieferes Verständnis dafür entwickelt werden, wie und in welchem Umfang solche Gemeinschaften Kreativität und Gestaltungskraft auf der Suche nach einer nachhaltigen Zukunft entwickeln.

Mit dem Programm Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung″ fördern das Land Niedersachsen und die Volkswagen-Stiftung Projekte, die disziplinübergreifende Ansätze verfolgen, um die Probleme der Zukunft zu lösen. In der aktuellen Ausschreibungsrunde wurden vier Projekte aus 32 Anträgen ausgewählt.
Autor:
pm, ack


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