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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Geld für saubere Fahrzeuge
Zwischenüberschrift:
Stadt Osnabrück erhält 728 999 Euro aus Förderprogramm „Saubere Luft″
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Bundesverkehrsminister Andreas Schauer (CSU) hat Osnabrücks Stadtbaurat Frank Otte in Berlin einen Förderbescheid über 728 999 Euro übergeben. Das Geld soll der Anschaffung sauberer Autos dienen.

Die Stadt erhält die Förderung für die Anschaffung von maximal 29 Hybrid- oder E-Fahrzeugen sowie neun Ladesäulen. Die Fahrzeuge könnten an die Feuerwehr oder den Osnabrücker Servicebetrieb gehen, teilte die Stadt am Montag mit. Wir freuen uns sehr, dass das Ministerium die von uns beantragte Förderung in voller Höhe bewilligt hat, ob wir diese vollständig nutzen, hängt jedoch vom tatsächlichen Bedarf ab. Wir werden keine Fahrzeuge ersetzen oder beschaffen, die nicht tatsächlich gebraucht werden″, wird Otte in der Mitteilung zitiert.

Geringe Nachfrage

Mit dem Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020 unterstützt der Bund besonders mit Stickstoffdioxid belastete deutsche Städte bei der Umstellung auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Die Stadt hatte im Januar insgesamt 29 Anträge nach Berlin geschickt. Das Interesse des lokalen Gewerbes, das ebenfalls Anträge einreichen konnte, war hingegen gering gewesen. Nur zwei Unternehmen reichten Anträge für insgesamt fünf Fahrzeuge ein, die die Stadt an den Bund weiterleitete.

Zum Hintergrund: Unternehmen, Verbände, soziale Einrichtungen und kommunale Verwaltungen konnten bis Ende Januar 2018 Zuschüsse für Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie Ladesäulen beantragen. Die Stadtverwaltung hat diese Gelegenheit genutzt, denn auch der städtische Fuhrpark soll emissionsärmer werden. Zur Erinnerung: Wegen der schlechten Luftwerte droht der Stadt weiterhin eine Klage von der Deutschen Umwelthilfe. Der Bund übernimmt für die Stadt 90 Prozent der Mehrkosten, die ein solches Fahrzeug im Vergleich zu einem herkömmlich betriebenen Auto verursacht. Diese Mehrkosten hat der Bund für fast alle derzeit am Markt erhältlichen Modelle ermittelt. Vom Preis für Ladesäulen übernimmt der Bund pauschal 90 Prozent.

Gemeinnützige Unternehmen erhalten eine Förderung von 75 Prozent, private Gewerbeunternehmen erhalten, je nach Unternehmensgröße, 40 bis 60 Prozent der Mehrkosten gefördert. Die Stadt erwartet mittelfristig einen weiteren Förderaufruf des Bundes.

Bildtext:
Die Stadt hat Fördermittel vom Bund zur Anschaffung von E- und Hybridautos bekommen.
Foto:
Michael Gründel

Kommentar
Keine deutschen E-Autos

Da hat der Abgasskandal ja doch noch etwas Gutes bewirkt: Nachdem das Verkehrsministerium jahrelang zusah, wie die Autoindustrie Grenzwerte ignorierte, gibt es nun ein Trostpflaster für Städte mit NOx-Problematik. Der Bund legt etwas drauf, damit die Stadt Osnabrück ihre Flotte mit 29 E-Autos modernisieren kann. So lässt sich zwar nicht das Stadtklima retten, aber vielleicht hilft es ja, ein etwas besseres Klima für die E-Mobilität zu schaffen.

Von 83 000 Pkw, die in Osnabrück zugelassen sind, fahren nur 151 elektrisch. Das ist zwar eine Verdoppelung in zwei Jahren, aber noch lange kein Durchbruch. Es fällt auf, dass gewerbliche Fuhrparks mutiger vorangehen als Privatleute. Und es ist offensichtlich, dass die deutschen Hersteller weiterhin im Abseits stehen. Auch die Stadt Osnabrück wird wohl auf ausländische Fabrikate zurückgreifen müssen. Selber schuld, liebe Autoindustrie!
Autor:
yjs, Rainer Lahmann- Lammert


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