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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Hoch auf das Hochbeet
 
Das ist bei der Anlage von Hochbeeten im eigenen Garten zu beachten
 
Dichte Blütenköpfe als Markenzeichen
Zwischenüberschrift:
Gärtnern ohne Bücken – „Laga-Kinder″ ernten ihr eigenes Gemüse
Artikel:
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Originaltext:
Es gibt zwei gute Gründe, warum Hochbeete so beliebt sind. Hobbygärtner können auf kleinem Raum Gemüse und Kräuter anbauen, ohne sich großartig bücken zu müssen. Außerdem werten schön gestaltete Hochbeete jeden Garten auf, wie auf der Laga in Bad Iburg zu beobachten ist.

Osnabrück/ Bad Iburg Auch Tjelle, Finje und Janne Froh sind auf den Geschmack gekommen. Die drei Kinder unserer Laga-Familie″ haben zu Hause im Osnabrücker Stadtteil Schölerberg eigene Hochbeete, um die sie sich mit Hingabe kümmern.

Tjelle liebt seinen Salat. Vor dem Abendessen flitzt er noch schnell zu seinem Hochbeet, zupft ein paar Blätter und verputzt einige davon sofort. Anschließend kommen Lollo Rosso, Rucola und Co. frisch auf den Tisch.

Vor vier Jahren kamen Antje und Olaf Froh auf die Idee, ihren Kindern eigene Hochbeete zu spendieren. Ein Stahlhandel fertigte aus dünnen Metallplatten drei ein mal ein Meter große Kästen, die nun in Reih und Glied den Garten gestalten.

Die Kinder sind selbst verantwortlich für ihre Hochbeete. Sie entscheiden, womit sie ihren Quadratmeter Gemüsegarten bepflanzen. Janne hat in diesem Jahr unter anderem Fenchel ausgewählt. Die Zwölfjährige freut sich schon darauf, die gesunden Knollen ernten zu können. Roh mag sie Fenchel am liebsten. Finje ist erstmals mit Physalis, der dekorativen Kapstachelbeere, und roten Paprika am Start. Da er der Mittlere der drei Froh-Geschwister ist, steht sein Kasten in der Mitte. Der Neunjährige hätte in diesem Jahr auch gerne Gurken angebaut. Aber leider gab es beim Gärtner auf dem Wochenmarkt keine Pflanzen mehr, als er diesen Gedanken hatte. Der vierjährige Wirbelwind Tjelle hat in seinem Hochbeet kleine Erdbeeren gepflanzt, die er genauso gerne nascht wie seine Salatblätter.

Die seit Wochen andauernde Trockenheit hat die Kinder vor eine zusätzliche Herausforderung gestellt. Sie müssen jeden Tag die Hochbeete gießen, damit die Pflanzen ordentlich wachsen und gedeihen können. Vor allem für Tjelle ist diese Arbeit überhaupt kein Problem. Er freut sich darauf, im Anschluss eine Wasserschlacht mit seinen Geschwistern anzetteln zu können.

Tatkräftige Unterstützung erhalten die Laga-Kinder″ von ihren Großeltern Gisela und Ralf Kohlitz, die in der Kleinstadt Alzenau in
Unterfranken zu Hause sind und regelmäßig ihre Familie in Osnabrück besuchen. Dann bringen sie den Enkeln als Geschenk auch schon mal eine Tomatenpflanze mit.

Auf der Landesgartenschau in Bad Iburg haben sich Antje Froh und ihre Familie die verschiedenen Hochbeete inzwischen genau angeschaut. Dass die Einfassungen im Themengarten Die Rose bittet zu Tisch″ aus alten Waschbetonplatten bestehen, findet sie zwar originell, für den heimischen Garten aber eher ungeeignet, da zu viel Platz verloren geht. Ein Aha-Erlebnis haben viele Laga-Besucher. Sie hätten nicht gedacht, dass sich Zier- und Nutzpflanzen, Rosen und Salat, so gut im Hochbeet vertragen. Wer weiß: Vielleicht lassen sich Tjelle, Finje und Janne im kommenden Jahr davon bei der Gestaltung ihrer eigenen Hochbeete inspirieren.

Bildtext:
Auf eine reiche Ernte aus ihren eigenen Hochbeeten freuen sich Finje, Tjelle und Janne Froh (von links).
Fotos:
Swaantje Hehmann

Laga-Familie

Unsere Redaktion hat die Laga-Familie gekürt, die regelmäßig die Landesgartenschau besucht und über deren Erfahrungen wir hier berichten. Die Laga-Familie besteht aus Antje und Olaf Froh, ihren Kindern Janne (12), Finje (9) und Tjelle (4) aus dem Osnabrücker Stadtteil Schölerberg sowie den Großeltern Gisela und Ralf Kohlitz aus der Kleinstadt Alzenau in Unterfranken.

Hobbygärtner können mit etwas handwerklichem Geschick aus Holzbrettern und Kanthölzern selbst den Kasten für ein Hochbeet bauen. Entsprechende Bausätze gibt es auch im Handel. Hochbeete mit Steineinfassungen sind stabiler, nehmen aber mehr Platz in Anspruch. Holzkonstruktionen sollten von innen mit Folie verkleidet werden, damit die Bretter nicht so schnell verrotten. Um Wühlmäuse fernzuhalten, sollte ein Drahtgitter auf den Boden des Hochbeetes gelegt werden. Anschließend wird es lagenweise befüllt unten mit groben Ästen und feinen Zweigen, dann mit Laub- und Grünabfällen und einer Schicht Kompost und schließlich ganz oben mit Mutterboden oder Pflanzenerde. Experten empfehlen, ein Hochbeet etwa alle sechs Jahre neu zu befüllen. Hochbeete sind vielseitig zu nutzen. Sie bieten im Frühjahr Platz für die Anzucht von Blumen, liefern im Sommer frischen Salat, gesunde Möhren und knackige Radieschen und bis in den Herbst hinein duftende Küchenkräuter und das alles gut geschützt vor Schnecken. Hochbeete eignen sich bestens für Mischkulturen und bieten auch in kleinen Gärten die Möglichkeit, eine große Palette an selbst angebautem Gemüse zu ernten und zu genießen. Es bietet sich an, im Frühjahr einen Pflanzplan für die ganze Saison zu erstellen.

Bildtexte:
Markant und wuchtig sind auf der Laga in
Bad Iburg die Hochbeete im Themengarten Die Rose bittet zu Tisch″. Die Einfassungen bestehen aus ausgedienten Waschbetonplatten.
Klassisch aus Holzbrettern sind die Hochbeete im Meyer-zu-Hörste-Garten″. Auch im benachbarten Schulgarten können Interessierte Hochbeete studieren.
Fotos:
PR/ Imma Schmidt/ PR

Leicht hat sich die Hohe Verbene (Verbena bonariensis) seit einigen Jahren die Herzen der Gartenfreunde erobert. Die sparrige, bis zu zwei Meter hoch werdende südamerikanische Pflanze bringt an fast blattlosen Stängeln von Juni bis Oktober dichte lila Blütenköpfe hervor. Die unkomplizierte Pflanze gedeiht am besten auf frischen durchlässigen Standorten in voller Sonne. Die günstigste Pflanzzeit ist zusammen mit anderen Sommerblumen nach den Eisheiligen. In milden Lagen überlebt sie zuweilen den Winter. Meist sät sie sich jedoch aus, ohne dabei lästig zu werden. Die Hohen Verbenen haben einen hohen Flächenbedarf, deshalb werden sie mindestens mit einem Abstand von 50 Zentimetern gepflanzt. Die Blüten scheinen über den Beeten zu schweben, und ihr transparenter Wuchs fügt sich in unterschiedliche Pflanzungen ein.

Bildtext:
Die Blüten der Hohen Verbene bezaubern im Detail.
Foto:
PR/ Imma Schmidt
Autor:
Holger Jansing


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