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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hochwasser-Angst sitzt in Hellern tief
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Diskussion um das geplante Baugebiet am Kampweg in Hellern haben uns weitere Leserbriefe erreicht.

„[…] Unter den Trägern der Initiative sind, wie der Name sagt, sicherlich nähere , Anwohner′. Doch deren Anliegen und Ziele werden von vielen weiteren Helleranern, wo sie auch wohnen mögen, über die Jahre in wachsendem Ausmaß geteilt und unterstützt.

Der sprunghafte Anstieg des Düte-Wasserstandes schon nach stärkeren, aber doch noch normalen Regengüssen erregt Besorgnis [...]. Es ist immer wieder zu beobachten, mit [...] welcher Wucht das Dütewasser das kurvenreiche Bett in Hellern durchdrängt und übersteigt. Besonders die Wirkungen des schweren Hochwassers von 2010 haben viele Helleraner noch vor Augen.

Eine gewisse Beruhigung für sie brachte endlich die Anerkennung des Kampweges als Bebauungs- und Versiegelungsgrenze. Wenigstens hier eine Entscheidung mit Zukunftswirkung(!) – so hoffte man in Hellern vielfach. Und dann doch ein plötzlicher was sind schon zehn Jahre Umschwung derselben Gremien [...].

Selbst die Grünen verabschieden sich offensichtlich leicht von einem wirksamen Düteschutz. Sie nehmen anscheinend schwimmende Autos und mit allem Möglichen vollgelaufene Keller in Kauf, weil es sich dabei nicht um , schwerwiegende ökologische Nachteile′ (, NOZ′ vom 4. Juni) handelt, die im Einzelnen sowieso nicht vorhersehbar sind.″

Anne Cordes

Osnabrück

Den Helleranern ist das Hochwasser von 2010 noch , gut′ in Erinnerung. Nach diesem Ereignis wurde festgestellt, dass die Kanalisation [...] dringend erneuert werden muss, da die Rohre das Wasser aufgrund des zu geringen Durchmessers nicht aufnehmen konnten. Die Stadtverwaltung sah , dringenden Handlungsbedarf′. Passiert ist jedoch bis jetzt nichts. [...]

Nun soll in dem angrenzenden Bereich, in dem 2010 das Hochwasser auftrat, ein neues Baugebiet entstehen. Im Bereich der Düte und des Regenrückhaltebeckens werden weitere große Flächen versiegelt. Damit steigt die Überflutungsgefahr auch in den bereits bestehenden Wohngebieten.

Neuen Wohnraum zu schaffen ist sicher wichtig aber doch nicht um jeden Preis! Verwaltung und Politik haben zunächst einmal eine Verantwortung den jetzigen Bewohnern/- innen der Stadt gegenüber und nicht nur potenziellen Neubürgern. [...]″

Heike Walter

Osnabrück

Ich möchte nicht, dass die Berichterstattung den Tenor erhält, hier wären nur einige Anwohner am Werk, die ihre zugegebenermaßen komfortable Wohnlage verteidigen wollen. Im August 2010 hätte sicher niemand mit uns tauschen wollen! [...]

Trotz allem möchte ich unser Haus mit Seele, Baujahr 1858, nicht gegen einen Neubau mit bodentiefen Fenstern tauschen. Noch nicht! Denn die Angst sitzt tief. Dass wir auf das nächste Hochwasser dieser Art nicht 250 Jahre warten müssen, dürfte jedem klar sein, wenn man nach [...] Regen auf das Dütewehr schaut. Beim nächsten Pegelstand von 290 Zentimetern wird sich zeigen, ob die in Eigenregie durchgeführten Schutzmaßnahmen ausreichen oder nicht. Wenn nicht, und die Situation durch die geplanten Baumaßnahmen noch verschärft wird, kommt es einer Enteignung gleich.″

Susanne Kuleschoff

Osnabrück
Autor:
Anne Cordes, Heike Walter, Susanne Kuleschoff


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