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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aktivisten blockieren Flüchtlingshaus
Zwischenüberschrift:
Demonstranten wollen Solidarität signalisieren und mögliche Abschiebungen verhindern
Artikel:
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Originaltext:
In der Nacht zu Montag haben Aktivisten am Tor der Landesaufnahmebehörde an der Sedanstraße unangemeldet gegen die aktuelle Abschiebepraxis und für ein weitreichendes Asyl- und Migrationsrecht demonstriert.

Osnabrück 2 Uhr nachts das ist eine Zeit, zu der die meisten Osnabrücker in ihren Betten liegen und schlafen. Allerdings ist es auch eine Zeit, zu der Abschiebungen stattfinden.

Gegen diese Praxis im Speziellen und Abschiebungen im Allgemeinen wollten die Aktivisten protestieren und sich mit den Forderungen der Flüchtlinge solidarisieren. Im Zweifel wollten sie außerdem eventuell in dieser Nacht geplante Abschiebungen verhindern. Vor dem Tor der Flüchtlingsunterkunft entrollten sie Transparente und blockierten die Einfahrt.

Kurz darauf traf die vom Wachschutz alarmierte Polizei mit mehreren Streifenwagen ein. Zu einer Konfrontation kam es nicht. Die Beamten sicherten zunächst die Lage. Für den Wunsch der Demonstranten, ihre Anliegen publik zu machen, zeigte die Polizei dabei durchaus Verständnis. Allerdings mussten die Rahmenbedingungen stimmen. So verlangten die Beamten beispielsweise, dass die Demonstranten auf Vermummungen verzichten und sich friedlich verhalten.

Den Forderungen der Demonstranten konnte die Polizei natürlich nicht nachkommen. Weder waren die eingesetzten Beamten befugt, Garantien über den Verzicht von Abschiebungen in dieser Nacht zu geben, noch konnten grundsätzliche politische Ziele der Aktivisten wie eine Abschaffung des Dublin-Verfahrens oder die Forderung nach einem grundsätzlichen Recht auf freie Migration mitten in der Nacht am Tor der Landesaufnahmebehörde in Osnabrück entschieden werden. Letztlich beließen die Ordnungshüter einen Streifenwagen vor Ort, dessen Besatzung die Situation überwachte. Alle anderen Einheiten zogen sich zunächst zurück.

Gegen 5.30 Uhr fuhren dann erneut Polizeikräfte auf und drängten die Demonstranten vom Tor weg. Um Abschiebungen ging es bei dieser Maßnahme jedoch nicht. Vielmehr sollte der normale Betrieb der Landesaufnahmebehörde sichergestellt werden.

Bildtexte:
Gut 20 Aktivisten blockierten das Tor des Aufnahmezentrums. Die Polizei war vor Ort, ließ die Demonstranten aber weitgehend gewähren.
Einsatz in der Nacht: Vor dem Tor der Landesaufnahmebehörde an der Sedanstraße standen sich in der Nacht von Sonntag auf Montag Polizei und Demonstranten gegenüber.
Polizei und Aktivisten im Gespräch: Den Forderungen der Demonstranten konnten die Beamten jedoch nicht nachkommen.
Fotos:
Robert Schäfer
Autor:
Robert Schäfer


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