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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Grüne kritisieren Osnabrücker Ausländerbehörde
Zwischenüberschrift:
Landtagsfraktion stellt Anfrage an die Landesregierung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Fall des abgelehnten pakistanischen Asylbewerbers aus Osnabrück, der trotz Ausbildungsvertrags und Verlobung mit einer Deutschen abgeschoben werden soll, übt die Landtagsfraktion der Grünen scharfe Kritik an der Osnabrücker Ausländerbehörde. Mit einer ausführlichen Anfrage fordern die Grünen zudem die Landesregierung auf, sich zu positionieren.

Wir halten das Vorgehen der Osnabrücker Ausländerbehörde in diesem Fall für überzogen″, sagt Belit Onay, migrationspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag. Der Pakistaner Samar Shahzad, der seit 2013 in Osnabrück lebt und gut integriert ist, hatte versucht, eine Ausbildungsduldung einzuklagen. Das Osnabrücker Verwaltungsgericht lehnte seinen Antrag aber am 14. Mai ab mit der Begründung, dass die Abschiebung schon in die Wege geleitet war: Im Februar hatte die Osnabrücker Ausländerbehörde ein Abschiebeersuchen an das Landeskriminalamt gerichtet.

Mit etwas gutem Willen hätte sie die Integrationsleistung und den Ausbildungsvertrag anerkennen und eine Ausbildungsduldung erteilen können″, sagt Onay. Stattdessen scheint die Behörde ein Exempel statuieren zu wollen.″

Bis zum 14. Mai hatte sich Samar Shahzad von Duldung zu Duldung gehangelt. Seinen Asylantrag hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im September 2016 abgelehnt. Bis das Verwaltungsgericht seine Klage gegen diese Entscheidung abgelehnt hatte, war ein weiteres Jahr verstrichen Zeit, die er nutzte, unter anderem für selbst bezahlte Sprachkurse.

Mitarbeiter der Landesaufnahmebehörde wollten den 34-Jährigen am 15. Mai aus seiner WG in Hellern abholen und zum Flughafen bringen. Sie trafen Shahzad allerdings weder zu Hause noch bei seiner Verlobten an. Seitdem hält er sich illegal im Land auf. Rund 80 Abschiebegegner und Freunde hatten sich in der Nacht vor der gescheiterten Abschiebung mit ihm solidarisch gezeigt, 30 von ihnen versammelten sich einen Tag später vor dem Rathaus. Da er sich nicht verstecken wollte, wandte sich Shahzad erneut an die Ausländerbehörde. Die rief jedoch die Polizei und er ging wieder.
Autor:
pm, sdo


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