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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Verkehr am Rubbenbruchsee nervt
Zwischenüberschrift:
Bebauungsplan in der Kritik: Anwohner des Birkenweges fordern ein Verkehrskonzept
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Freizeitverkehr zum Rubbenbruchsee nervt die Anwohner des Birkenweges in Eversburg. Mit einem neuen Parkplatz für 160 Autos an der Wersener Straße will die Stadt Entlastung schaffen. Doch in der Siedlung besteht die Sorge, dass der Strom der Autos eher noch zunehmen wird.

Osnabrück. Der geplante Parkplatz wird im Viertel nördlich des Rubbenbruchsees sehnlichst erwartet, aber Markus Bertram und seine Mitstreiter von der Initiative kritisieren, dass sich die Stadt nur um den ruhenden Verkehr kümmere, nicht um den fließenden. Bei gutem Wetter und am Wochenende komme es zu Staus, heißt es in einer Stellungnahme, die dem Fachbereich Städtebau zugegangen ist. Viele Autofahrer brausten mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit durch die schmalen Wohnstraßen, und in den Stoßzeiten am Wochenende werde es so eng, dass sogar auf die Rad- und Fußwege ausgewichen werde.

Die Anwohner fürchten, dass sich die Autofahrer weiterhin direkt zum Rubbenbruchsee steuern und den neuen Parkplatz erst aufsuchen werden, wenn am Ufer nichts mehr frei ist. Markus Bertram, der Sprecher der Bedenkenträger, kann sich vorstellen, dass eine Schranke helfen würde, um den Parksuchverkehr aus den Wohnstraßen herauszuhalten. Das müssten aber die Verkehrsplaner entscheiden, sagt er, Hauptsache sei, die Stadt nehme das Problem in den Blick.

Nach vielen Jahren der Diskussion will die Stadt den Bebauungsplan 559 ändern. Dabei geht es nicht nur um den neuen Parkplatz, sondern auch um den Bau von Häusern am Rubbenbruchweg. Auf etwa 25 Grundstücken beiderseits der schmalen Straße könnten Häuser gebaut werden. Nach Einschätzung der Planer reicht das Potenzial für etwa 50 Wohnungen. Ein wichtiger Beitrag, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken, heißt es in den Verlautbarungen der Stadt.

Am Birkenweg sind die Meinungen dazu geteilt. Die tiefen, westlich gelegenen Grundstücke reichen bis an den Rubbenbruchweg heran. Ein Teil der Eigentümer setzt auf die B-Plan-Änderung, um aus den Parzellen Bauland zu machen. Den anderen Teil der Anwohner stört, dass damit der Blick ins Grüne verbaut wird und dass der schmale Weg an ihrer rückwärtigen Grenze zu einer richtigen″ Straße umgebaut werden soll. Denn damit werden Anliegerbeiträge fällig.

Die Anwohner am Birkenweg sind mehrheitlich nicht einverstanden mit der zusätzlichen Bebauung″, heißt es in der Stellungnahme der Initiative. Für relativ wenig zusätzlichen Wohnraum″ verschlechtere sich die Wohn- und Verkehrssituation. Bei der Planung handle es sich um deutliche Eingriffe in die Landschaft″.

Die Argumentation der Stadt geht genau in die andere Richtung. Mit neuen Häusern am Rubbenbruchweg könne die vorhandene Siedlung abgerundet und die bestehende Infrastruktur mitgenutzt werden. Eine solche Arrondierung sei der beste Weg, Naturzerstörung im Außenbereich zu vermeiden.

Am Donnerstag in einer Woche kommt das Thema in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Auf der Tagesordnung steht die Änderung des Flächennutzungsplans. Der Bebauungsplan ist erst in einer späteren Sitzung an der Reihe.

Bildtexte:
Am Wochenende wird es oft eng am Birkenweg. Der Freizeitverkehr zum Rubbenbruchsee nervt die Anwohner.
Der Rubbenbruchweg soll nach den Plänen der Stadt eine richtige″ Wohnstraße werden, mit Häusern auf beiden Seiten.
Fotos:
Markus Bertram, Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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