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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sind die Flammen noch da?
 
Wer nutzt was und wie häufig?
 
Schüler schreiben für Klasse!-Projekt
 
Stimmt das eigentlich?
 
War früher alles besser?
Zwischenüberschrift:
Ein Selbstversuch: Zwei Schülerinnen verzichten drei Tage auf ihr Smartphone
 
Abhängigkeit, schlechter Schlaf: Handymythen unter der Lupe
 
Verschiedene Generationen erzählen von einer Kindheit ohne Smartphone
Artikel:
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Originaltext:
Die Schülerinnen Hannah und Johanna von der Ursulaschule in Osnabrück haben ein Experiment gewagt und drei Tage auf ihr Smartphone verzichtet. In ihrem Selbstversuch berichten die beiden, wie es ihnen ohne Telefon ergangen ist und was das mit Flammen zu tun hat.

Osnabrück. Ich, Hannah Bringmann, habe mich auf das Experiment eingelassen und war gespannt, wie mein Alltag sich verändert.

Erster Tag: Heute Morgen habe ich mein Handy bei den Sekretärinnen in meiner Schule abgegeben. Es fiel mir zuerst schwer, und ich hätte es am liebsten nicht weggegeben. Nach der Schule habe ich das übliche Telefonat mit meiner Freundin vermisst. Im Laufe des Tages ist mir aufgefallen, dass ich oft an Dinge gedacht habe, die ich nur mit Hilfe des Handys hätte erledigen können. Wie zum Beispiel Musik hören oder das Erfragen von Hausaufgaben.

Zweiter Tag: Jeden Morgen nach dem Aufstehen checke ich normalerweise meine Nachrichten und verschicke Snaps″, um meine Snapchat Flammen″ zu erhalten. Diese erhält man, wenn man jeden Tag ein Bild an seine Freunde verschickt. Erstaunlicherweise war es ein befreiendes Gefühl, das nicht machen zu müssen. Ich habe mich über die gewonnene Zeit gefreut. Nach der Schule habe ich mein Handy auch längst nicht so vermisst wie am ersten Tag. Trotzdem hätte ich am Abend noch gerne meine ganzen Nachrichten gelesen.

Dritter Tag: Ich habe noch immer das gleiche befreiende Gefühl wie am Vortag und ich habe auch mehr Zeit vor dem Frühstück. Allerdings habe ich erst in der Schule bemerkt, dass ich an diesem Morgen die einzige Schülerin in der Klasse war. Die erste Stunde ist entfallen, was ich sonst immer durch den Klassenchat bei Whatsapp″ erfahre. Das war natürlich echt ärgerlich für mich. Denn eigentlich hätte ich noch länger schlafen können. Am Nachmittag habe ich dann aber fast gar nicht mehr gemerkt, dass ich das Handy nicht habe.

Vierter Tag: Heute Morgen habe ich mein Handy wieder zurückbekommen. Ich freue mich, es wiederzuhaben, und bin gespannt, was in meiner digitalen Welt passiert ist. Fazit: Ich bin froh, mein Handy wiederzuhaben, obwohl die Zeit ohne Handy nicht so schlimm war, wie ich befürchtet hatte. Es hat mich überrascht, dass es mich an einigen Stellen sogar fast entspannt hat, nicht auf mein Handy zu schauen. Außerdem hat es mich nicht vom Lernen abgelenkt, und ich konnte mich besser bei den Hausaufgaben konzentrieren. Ich habe es über den Tag hinweg kaum vermisst. Dieses Experiment war spannend, und ich würde es durchaus wieder versuchen. Gefehlt hat mir vor allem das Telefonieren nach der Schule mit meiner Freundin.

Ich, Johanna Riethmüller, habe mich gefragt: Drei Tage ohne Handy geht das überhaupt?

Am ersten Tag habe ich gemerkt, dass ich immer auf mein Handy schauen wollte, es aber nicht da war. Ich hätte gerne gewusst, ob ich wichtige Nachrichten auf meinem Smartphone habe. Als ich nachmittags beim Reiten war, musste ich aber kaum daran denken. Abends bin ich viel schneller und früher eingeschlafen als sonst.

Am zweiten Tag habe ich morgens und mittags kaum an mein Handy gedacht schließlich war Schule, und nachmittags bin ich zum Reiten gefahren. Doch abends kam die Sehnsucht nach meinem Telefon wieder. Ich hätte gerne meine Serien Vampire Diaries″ oder Teen Wolf″ geguckt und wollte wissen, ob ich eine Flamme auf Snapchat verloren habe.

An Tag drei war der Morgen nicht so schlimm. Ich war ja durch die Schule abgelenkt. Doch nachmittags gab es dann die erste Komplikation ohne Handy: Ich konnte meine Mutter nicht erreichen und wusste nicht, wann sie mich abholt. Abends wurde mir dann so richtig langweilig ohne Handy, denn es war Freitagabend. Dann darf ich immer länger aufbleiben als während der Schulzeit. Ich bin wieder früh ins Bett gegangen und am nächsten Tag gab es endlich das Handy zurück! Mein Fazit ist, dass es eine sehr spannende Erfahrung war, ohne das Handy zu leben. Ich habe gemerkt, dass es schon sehr viel Platz im Leben einnimmt. Es war ohne Handy gar nicht so leicht, mal eben meine Mutter oder eine Freundin anzurufen.

Bildtext:
Die Schülerinnen Johanna (13) und Hannah (14) haben den Selbstversuch gemacht und drei Tage aufs Smartphone verzichtet.
Foto:
Michael Gründel

Osnabrück. Die Schüler des Profilkurses Medien von Lehrer Tobias Romberg, haben sich in der Ursulaschule umgehört, da sie wissen wollten, wie Jugendliche ihre Handys nutzen. Dafür haben sie aus jeder Jahrgangsstufe eine Klasse beziehungsweise einen Kurs befragt. Als Erstes sind sie der Frage: Wer hat ein Handy? auf den Grund gegangen. In einer Klasse fünf haben 96 Prozent ein Telefon. Ab Klasse sechs bis zur Klasse elf hatten alle befragten Schüler ein Handy. Die meisten Fünftklässler (88 Prozent) gaben an, dass sie ihr Telefon etwa null bis eine Stunde am Tag nutzen. Auch die meisten Sechstklässler gaben diese Kategorie an. Ab der siebten Klasse zeigt sich, dass die Schüler mehr Zeit mit dem Telefon verbringen. Dabei zeigte sich, dass die befragten Schüler ab Klasse sechs am häufigsten auf Social-Media-Kanälen unterwegs sind. In der Klasse fünf spielt das Zocken auch noch eine Rolle. Auch Filme werden auf dem Smartphone geschaut. Zum Telefonieren ist das Handy uninteressant, dafür wird es am wenigsten genutzt. Besonders beliebt sind Whatsapp, Snapchat und Instagram bei den Schülern. Facebook und Twitter spielen dagegen keine Rolle.

Osnabrück. Auf den Klasse!- Seiten schreiben Schüler die Artikel. Denn sie sind Teil des Klasse!- Medienprojekts. Sie schreiben ihre Texte entweder im Unterricht oder sind Mitglied der Jugendredaktion. Somit gibt es für alle Schüler eine Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und zu schreiben. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der Neuen Osnabrücker Zeitung. So können die Schüler über Themen aus dem Unterricht schreiben, aber auch die neueste Serie rezensieren. Informationen unter der Tel.: 05 41/ 310-685.

Osnabrück. Rund um das Handy ranken sich viele Mythen und Geschichten. Wir sind ihnen einmal auf den Grund gegangen.

Macht das Handy süchtig? Die Handynutzung wird für einige Menschen zu einem ernsthaften Problem″, so heißt das Fazit der Mediziner der University of Florida. Beim Benutzen des Handys spielen sich im Kopf des Nutzers ähnliche Dinge wie, beim Glücksspielen ab. Eine Studie der Baylor-Universität Texas hat die Handysucht etwas genauer untersucht. Es stellte sich heraus, dass mehr als 60 Prozent der Teilnehmer im Alter von 19 bis 22 Jahren handysüchtig sind.

Können Smartphones die Konzentration stören? Ja, das stimmt. Denn besonders Kinder und Jugendliche können sich schlecht konzentrieren, wenn das Handy in Reichweite ist, so eine Studie der Bundesdrogenbeauftragten aus dem vergangenen Jahr. Häufig warten Schüler während des Lernens auf eine Nachricht, um nichts zu verpassen. Wenn sie das Handy dann benutzen, legen sie es gar nicht mehr aus der Hand.

Schläft man schlechter, wenn man das Handy vor dem Schlafengehen benutzt? Nach Angaben von Studien soll man nach dem Benutzen des Handys schlechter schlafen, weil der Körper glaubt, dass es wegen des blauen Displaylichtes Tag ist. Deshalb produziert der Körper in diesem Moment auch kein Melatonin. Melatonin ist ein Hormon, welches dafür sorgt, dass man müde wird. Die Melatoninbildung beginnt beim Anbrechen der Dämmerung. Experten sagen auch, dass ständige Erreichbarkeit zu Schlafstörungen führen kann.

Sind die Strahlen des Smartphones schädlich? Es ist nicht geklärt, inwieweit die Strahlung den menschlichen Körper beeinflusst. Bisher gibt es keine Beweise dafür, dass das Smartphone krebserregend ist. Dieser Frage gehen Wissenschaftler seit Jahren nach. Eindeutige Ergebnisse von Studien gibt es aber nicht. Wer wissen möchte, welche Geräte strahlen, kann sich beim Bundesamt für Strahlenschutz informieren. Es hat auf seiner Webseite eine Liste veröffentlicht, auf der man die Strahlenwerte für 2500 Geräte finden kann.

Bildtext:
Ständige Erreichbarkeit durch das Smartphone kann den Schlaf stören.
Foto:
colourbox.de

Osnabrück. Heutzutage besitzt fast jeder Teenager ein Handy. Es wird in sozialen Netzwerken gelikt, gepostet und geteilt. Für Jugendliche spielt das Handy heute eine große Rolle. Ich habe mich gefragt, wie die Kindheit von Menschen aus verschiedenen Generationen ausgesehen haben muss, als es die Technik noch nicht gab. Also habe ich meinen Bruder Ricardo, meinen Vater Oliver, meine Oma Mechthild und meine Uroma Maria befragt.

In der Jugend meiner Uroma, die heute 91 Jahre alt ist, gab es nicht ansatzweise so viele Freizeitaktivitäten wie heute, da sie während des Zweiten Weltkriegs aufwuchs. Damals durfte nicht getanzt werden. Es fand kein Sport statt. Und es wurden auch keine Veranstaltungen organisiert. Also beschränkten sich die Freizeitaktivitäten auf das Treffen von Freunden, Spazierengehen sowie Karten- und Brettspiele.

Meine Oma Mechthild, 64 Jahre alt, hat in ihrer Jugend sehr viel gelesen, getanzt und Musik gehört. Die Freizeitaktivitäten während der Kindheit meines Vaters und meines Bruders Ricardo sind nicht sehr unterschiedlich: Fußballspielen, Fahrradfahren und Freunde treffen. Bis auf Ricardo hatte keiner meiner Verwandten in seiner Jugend ein Handy. Auf die Frage: Wie habt ihr ohne Handy kommuniziert?″, antworteten alle, dass sie selbstverständlich miteinander geredet haben und sie das auch immer noch tun. Außerdem telefonieren sie miteinander, sagen mein 42-jähriger Vater, meine Oma und auch Ricardo.

Während der Kindheit meiner Uroma gab es schon Telefone, doch kaum jemand besaß eines im Haus. Handys werden heute von allen Mitgliedern in der Familie genutzt außer meiner Uroma. Mein 15-jähriger Bruder bekam sein erstes Handy in der fünften Klasse. Meine Oma benutzte zum ersten Mal ein Handy, da war sie 50 Jahre alt. Mein Vater und mein Bruder nutzen ein Samsung-Smartphone. Zusätzlich hat mein Vater noch ein Diensthandy von Apple. Meine Oma besitzt nun mein altes Handy. Ricardo hört meist Musik damit, und mein Vater benutzt überwiegend die App Whatsapp″, den Kalender und checkt Mails. Auch meine Oma ist bei Whatsapp″ aktiv. Alle sind der Meinung, dass das Handy hilfreich und nützlich ist, weil man immer informiert und das Smartphone vielseitig einsetzbar ist. Trotzdem meinen meine Oma und meine Uroma, dass es richtig genutzt werden muss. Sie finden es nicht gut, dass manche ihr Handy beim Autofahren benutzen. Außerdem stört sie, dass Fußgänger und Fahrradfahrer durch Musik oder Ähnliches nicht konzentriert sind.

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Die Familie und das Smartphone: Bruder Ricardo, Vater Oliver, Uroma Maria und Oma Mechthild wurden zum dem Thema befragt.
Foto:
Adriana Klostermann
Autor:
Hannah Bringmann, Johanna Riethmüller, Frida Helbrecht, Lena Wurth, Adriana Klostermann


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