User Online: 3 | Timeout: 11:49Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
7,5 Millionen Euro für Gymnasien
 
Mehr Platz für mehr Schüler
Zwischenüberschrift:
Wüstengymnasium, Rats und Ema bekommen neue Räume für G9
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn zum Schuljahr 2020/ 21 die Umstellung zum Abitur nach 13 Jahren vollzogen wird, benötigen die Gymnasien mehr Platz. Um der drohenden Raumnot zu begegnen, will die Stadt für drei Schulen 7, 5 Millionen Euro ausgeben.

Stichtag ist der 1. August 2020, dann beginnt das erste Schuljahr, in dem sich wieder 13 Jahrgänge an den Gymnasien tummeln. Der drohenden Raumnot begegnet die Stadt mit einer Investition in Höhe von rund 7, 5 Millionen Euro an drei Schulen.

Osnabrück. Wenn zum Schuljahr 2020/ 21 die Umstellung zum Abitur nach 13 Jahren vollzogen wird, müssen am Gymnasium In der Wüste″, dem Ratsgymnasium und dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium im Schulzentrum Sonnenhügel neue Unterrichts- und Nebenräume geschaffen sein, um die zusätzlichen Schüler unterbringen zu können. Die notwendigen finanziellen Mittel hat der Rat dem Eigenbetrieb Immobilien bereits an die Hand gegeben. Für das Rats werden wohl etwa 3, 5 Millionen, für das EMA 2, 5 Millionen und für das Wüstengymnasium 1, 5 Millionen Euro fällig werden.

Während in der Wüste und am Sonnenhügel die Dinge relativ klar sind, bedingt die bauliche Gesamtsituation am Ratsgymnasium einen etwas längeren Abwägungsprozess, welcher architektonischen Lösung der Vorrang zu geben ist. Möglich wäre hier ein Anbau an die bestehende Substanz oder aber ein Solitärneubau am Standort der Container in Nachbarschaft zum Schlossgarten.

Ludger Rasche und Dirk König vom Eigenbetrieb machen keinen Hehl daraus, dass sie einem Solitärbau den Vorzug geben würden. Bei einem Anbau müssten wir viel bestehende Struktur kaputt machen″, sagt Rasche. Außerdem würde ein Anbau vor allem dem Wunsch der Schule nach großen Räumen nicht im gewünschten Maß entsprechen können. Diese Probleme sieht auch Schulleiter Lothar Wehleit, dessen Herz ebenfalls für einen Solitärbau schlägt, solange dieser die Anforderungen der Schule erfüllt, die neben den sechs allgemeinen Unterrichtsräumen vor allem auch den Platz für ausreichend Nebenräume umfassen. Am Mittwoch werden Vertreter der Stadt und der Schule sich noch einmal zusammensetzen, um das Paket Neubau endgültig zu schnüren, kündigt Wehleit an.

Hartmut Bruns, Schulleiter am Ema, hat es da wesentlich leichter. Sein Standort am Sonnenhügel bietet ausreichend Platz. Auf der Fläche des Beachvolleyballfeldes neben der Sporthalle wird ein zweistöckiger Neubau entstehen mit acht Unterrichts-, zwei Gruppenräumen sowie kleineren Nebenräumen.

Die Pläne liegen bereits vor, der Bauantrag ist so gut wie auf den Weg gebracht. Wir sind hier gut in der Zeit″, sagt Rasche, der mit einem Baubeginn im kommenden Januar rechnet.

Während also für Ema und Rats Neubauten vorgesehen sind, kommt man in der Wüste mit den vorhandenen Quadratmetern aus. Hier sind es vor allem bislang vermietete Räume, die nun wieder der Schule zugeschlagen werden. Neben den vier Unterrichtsräumen werden auch Fachräume entstehen. Das Wüstengymnasium befindet sich unter anderem im Bereich Brandschutz schon seit Längerem auf der Modernisierungsliste des Eigenbetriebs Immobilien. Nach Abschluss der nun anstehenden Arbeiten dürfte das Gymnasium einen weiteren Schritt hin zu einer zeitgemäßen Schule″ gemacht haben, wie es Rasche und König versprechen.

Überhaupt zeitgemäß: Auf die Frage nach der Technik in den neuen Räumen versprechen Rasche und König, dass alle technischen Voraussetzungen dem neuesten Stand der Technik entsprechen werden. Die Ausstattung der Räume sei dann allerdings Sache des Fachbereichs Schule und Sport.

Mehr aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen lesen Sie im Internet auf noz.de

Bildtext:
Das Ema-Gymnasium wird für den Wechsel auf G9 auf dem Volleyballfeld erweitert.
Foto:
Gert Westdörp

Kommentar
Ende der Kreidezeit

Dass Osnabrück beim Thema Abschaffung des Turboabis″ später dran ist als zum Beispiel der Landkreis, hat nicht die Verwaltung, sondern die Politik zu verantworten, die sich mit schulpolitischen Entscheidungen in der Vergangenheit schwergetan hat.

Nun aber ist es so weit. Drei Osnabrücker Gymnasien werden mit Millionenaufwand erweitert. Neben den reinen Baumaßnahmen ist aber auch die Ausstattung ein wichtiges Thema. Die Kreidezeit ist an vielen Schulen noch immer präsent. Damit muss Schluss sein, sollen zukünftige Generationen fit für das Leben nach der Schule gemacht werden. Es kann nicht angehen, dass Lehrer heute noch schwere Medienkoffer durch die Gebäude asten müssen, wenn sie einmal einen Computer einsetzen wollen. Beamer, W-Lan, Tablets müssen zur Grundausstattung eines jeden Klassenraumes gehören. In den neuen Räumen könnte dieser Aufbruch in die Zukunft stattfinden.
Autor:
Dietmar Kröger


Anfang der Liste Ende der Liste