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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gartentipps, Einblicke und Gewinnspiel
 
Fruchtig-süßer Frühjahrsflor
 
Eine Landesgartenschau für alle
 
Osterglocken und Narzissen
 
Ein Sonntag für Jazzfans
Zwischenüberschrift:
Erdbeer-Sahne und Pfirsichsorbet: Der Kneipp-Erlebnispark macht Appetit
 
Inklusion: Mit Rollstuhl und Blindenstock auf den Baumwipfelpfad
Artikel:
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Originaltext:
Bad Iburg. Eine ganze Seite über die Bad Iburger Landesgartenschau finden Sie heute und an jedem der kommenden 25 Samstage in der NOZ: mit vielen Gartentipps und Einblicken hinter die Kulissen der Großveranstaltung. Wir zeigen, welche Pflanze Saison hat, fragen Rosalotta nach ihren Veranstaltungstipps, schauen in die Kinderstube der Schmetterlinge und erzählen, was die Hundesitterin mit ihren Gästen erlebt. Gewinnen können Sie auch: jede Woche zweimal zwei Tickets.

Knallig, fruchtig, fröhlich: So zeigt sich die Landesgartenschau im Frühling. Der Blütenflor für die strahlend-gute Laune wurde akribisch geplant. Und gepflanzt. Warum das für Menschen mit großen Füßen gar nicht so leicht ist, erzählt Laura Heuschneider.

Bad Iburg. Wenn sich auf der Landesgartenschau jemand mit Blumen auskennt, ist sie es. Die Landschaftsarchitektin aus Rheda-Wiedenbrück hat den Blütenflor für den Kneipp-Erlebnispark, einen Teil des 25 Hektar großen Geländes, erarbeitet und weiß, dass eine Blume aus Omas Garten zum Trendsetter avancieren und ein Übermaß an Harmonie langweilen kann. 2008 hat sie schon die Laga im westfälischen Rietberg mitgeplant. Bei Landesgartenschauen kann man richtig in die Vollen gehen und schwelgen″, freut sich Heuschneider. Am Stadteingang Beckerteichpforte leuchten erste Riesenkübel, dicht gespickt mit einer fröhlichen Blütenpracht in Gelb, Lachs, Zartrosa und Pink. Das Blattgrün von Tulpen, Stiefmütterchen und Hyazinthen schafft optische Erfrischung.

Die Rabatten im Kneipp-Erlebnispark hat sie darauf abgestimmt, runde Beete passen sich der Parkarchitektur an: Wasserspiele, Trampolinfeld, Spielplatz, selbst die Eibenhecke um die historischen Grenzsteine zeigt: Unterm Schloss läuft′s rund.

Jedes Beet leuchtet in der eigenen Farbwelt: eines ganz in Weiß, andere in Blau, Lachs oder Gelb. Damit die Laga-Gäste bis zum Sommerflor satte Blumenpracht erleben, wurden frühe, mittlere und späte Tulpen gepflanzt. Als Verbindung zart vanillefarbener und kräftig gelber Blumen hat Laura Heuschneider das zweifarbige Hornveilchen Primrose′ eingeplant. Sie mag die genügsamen Dauerblüher. Der Computer hilft ihr bei der Berechnung der Frühblüher für eine Fläche. Für die Gestaltung ist der Gang durchs Gelände unverzichtbar: Nur so sieht man Bezüge.″ Orange schillert Mohn neben Stiefmütterchen, davor ein Schild mit botanischer und deutscher Sortenbezeichnung. Ein gern genutzter Service. Rasch ein Handyfoto von Blume und Schild gemacht: Dann brauchen Pflanzenliebhaber nur noch in die Gärtnerei ihres Vertrauens zu spazieren: Wir setzen bewusst Blumen, die man selbst kaufen oder aussäen kann. Hat dieses Beet nicht echte Eiscreme-Farben?″, fragt Heuschneider dann. Und wirklich, die Kombination rosa-gelber Stängelprimeln und sonniger Hyazinthen erinnert an Erdbeereis und Pfirsichsorbet mit Sahnetupfern aus strahlend weißen Bellis.

Wie ein Bouquet entfaltet sich ein rosarotes Beet mit Kaiserkrone, verschiedenen Tulpen, Hornveilchen der Sorte Erdbeer-Sahne und Vergissmeinnicht in Weiß und ungewöhnlich kräftigem Rosa. 25 bis 35 Pflanzen stehen auf dem Quadratmeter. Das summiert sich: Der Frühlingsflor besteht aus über 100 000 Zwiebelblumen und 45 000 Einjährigen. Die dichte Bepflanzung hat ihren Reiz und ihre Tücken, zumindest für Gärtner mit großen Füßen, erzählt Heuschneider.

Gelb leuchten die Blütenstände der Gämswurz: Die kennt man aus Omas Garten.″ Jetzt ist sie wieder in. Auch Sweetheart′ wird gerne geplant″, zeigt Laura Heuschneider auf eine vanillegelbe Tulpe. Farbverläufe sind gefragt. Doch ein Übermaß an Harmonie langweilt: Dann braucht es den Kontrast als Bruch.″

Am Charlottensee recken sich Tulpen im Trupp aus dem Beet, sind Kontraste kräftiger, Flächen gegliederter. Kein Wunder: Ihr Ursprung liegt in einem anderen Planungsbüro. Es ist gut, dass Besucher unterschiedliche Konzepte sehen″, findet die Expertin.

Die Beete entlang des Wegs sind so geplant, dass sich ihre Optik im Vorbeigehen ändert. Gegenüber tupfen sich Tulpen über grauen Kies: Der mineralische Mulch bekommt später den Stauden gut: Er schützt den Boden vor Sonne und Verdichtung.″ Dahinter wachsen, noch etwas zaghaft, Erdbeeren und Heidelbeeren: Naschpflanzen für den Sommer. Aber der hat noch Zeit.

Bildergalerie auf noz.de/ laga

Bildtexte:
Fruchtfarben: Landschaftsarchitektin Laura Heuschneider hat die Beete im Kneipp-Erlebnispark geplant.
Zartes Farbspiel: Dieses gelingt mit Tulpen, Bellis und Vergissmeinnnicht in Weiß und kräftigem Rosa.
Knalliges Empfangskomitee: Mit Tulpen, Hyazinthen und Stiefmütterchen.
Im Charlottenseepark werden die Kontraste kräftiger.
Nochmal der Kneipperlebnispark mit einem Rundbeet in Frühlingsfarben, das von Tag zu Tag schöner wird.
Für jedes Beet hält Laura Heuschneider Blumen und Farben fest.
Duftige Schönheiten: Stiefmütterchen.
Unterhalb der Blütenterrassen säumt ein buntes Beet mit kreisförmig gepflanzten Tulpen den Weg.
Sorbetfarbene Tulpen stechen aus dem grauen Mineralmulch hervor.
Wo sich Dunkelrot und Zartviolett verstehen.
Das Buffet ist eröffnet.
Zarte Bande geht die zweifarbige Tulpe mit den weißen Hyazinthen ein.
Fotos:
Jörn Martens

Bad Iburg. Die Landesgartenschau in Bad Iburg ist trotz der bewegten Topografie am Südhang des Teutoburger Waldes weitgehend barrierefrei erschlossen. Auch der neue Baumwipfelpfad ist über einen Aufzug für alle Besucher erreichbar.

Rauf auf den Baumwipfelpfad, das möchten viele Besucher in Bad Iburg. Auch für Petra Mathiske vom Behindertenforum Osnabrück und Gerhard Renzel, Sprecher der Gruppe Blinde und Menschen mit Sehbehinderung″, ist das problemlos möglich. Die beiden nutzen als Erstes den Fahrstuhl im Einstiegsturm hoch auf die Aussichtsplattform. Ich möchte hervorheben, dass der Fahrstuhl barrierefrei ist mit Sprachansage sowie optischen und taktilen Bedienelementen″, so Renzel.

Ich will erst mal in Ruhe gucken″, sagt Mathiske auf der obersten Aussichtsplattform. Ist das alles schön geworden! Dann erklärt sie ihrem blinden Begleiter: Gerd, jetzt gucke ich auf den Wald und kann 26 Meter hinunterschauen.″ Zwei Etagen tiefer auf dem Baumwipfelpfad lauscht Renzel an einer Hörstation fasziniert der Geschichte des Teutoburger Waldes. Ihn begeistert das akustische Panorama″ des Waldkurparks mit viel Vogelgezwitscher. Wenn du mit deinem Stock gehst, hast du unten am Geländer sogar eine Tastkante″, so Mathiske zu Renzel.

Einige Buchenzweige reichen bis an den Baumwipfelpfad heran. Mathiske führt Renzels Hand dorthin: Hier kannst du die Blüten sogar anfassen.″ Renzel ertastet die dicken Knospen: Das ist totaler Wahnsinn, klasse. Ich kann den Baumwipfelpfad auf jeden Fall weiterempfehlen.″ Petra Mathiske ergänzt: Es hat mir sehr gut gefallen, ich bin ganz angetan.″

Inklusion ist ein wichtiges Thema auf der Laga: Immer dienstags finden sich entsprechende Programmpunkte im Veranstaltungskalender. Das Ziel: ein besseres Verständnis von Menschen ohne Behinderung für Menschen mit Behinderung.

Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr, Einlass bis 19 Uhr, www.laga2018-badiburg.de

Bildtext:
Mit dem Fahrstuhl erreichen Gerhard Renzel, Petra Mathiske und Laga-Geschäftsführerin Ursula Stecker barrierefrei den Baumwipfelpfad.
Foto:
Laga/ Claudia Sarrazin

Nicht nur Blumenliebhaber, sondern auch Freunde der Jazzmusik kommen am Sonntag, 22. April, auf der Laga auf ihre Kosten: Dann stehen von 11 bis 17 Uhr fünf verschiedene Musikgruppen der Jazzabteilung des Instituts für Musik der Universität Osnabrück auf der Bühne im Charlottenseepark. Das Johanna Schmoll Quartett, bestehend aus der namensgebenden Jazzsängerin sowie Henry Hahnfeldt, Jan-Lukas Roßmüller und Luis Lange, spielt bekannte und weniger bekannte Jazzstandards (ab 11 Uhr), während Francis, the trio″ Ula Martyn-Ellis, Micha Eulenstein und Lukas Schwegmann Jazz und Folk verbindet und auf freie Improvisation sowie textlosen Gesang setzt (ab 12.15 Uhr). Bei der Hammond-Über-Jam begleiten Lorenz Schönle und Vincent Golly den Hammond-Virtuosen John Hondorp (ab 13.30 Uhr). Elsa Johanna Mohr, Lena Senge und Ula Martyn-Ellis wiederum vereinen als Trio Luah Folk-, Pop- und Jazzelemente in den von Mohr komponierten Stücken (ab 14.45 Uhr). „ Loos. Extended″ zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Instrumentierung mit Hammond und Bläser-Sektion aus, die viel Raum für Improvisation lässt. Sängerin Franziska Loos wird von acht Musikern begleitet (ab 16 Uhr).
Autor:
Stefanie Adomeit, pm, sarr


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