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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Für 50 Kinder noch kein Kita-Platz
Zwischenüberschrift:
Stadt plant Übergangslösung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Für rund 50 Kinder, die ab August eine Kita besuchen wollen, hat die Stadt noch keinen Platz. Das sagte Fachdienstleiter Helmut Tolsdorf unserer Redaktion auf Nachfrage.

Osnabrück. Er versicherte: Der Verwaltung wird es gelingen, bis zum ersten August 2018 Übergangslösungen zu schaffen.″

Das Familienservicebüro führt eine Liste mit den Eltern, die bislang nur Absagen von den Kitas und noch keinen Platz bekommen haben. Anders als im vergangenen Jahr geht es diesmal nicht auf, es gibt weit mehr Kinder sowohl unter als auch über drei Jahren als Betreuungsplätze. Das hat mich völlig überrascht″, sagte Tolsdorf. Es gebe mehrere Gründe: Zuzüge, Bevölkerungswachstum, stagnierende Baumaßnahmen. Hinzu kommt eine neue Regelung in Niedersachsen: Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und 30. September sechs Jahre alt werden, können erstmals noch bis 1. Mai entscheiden, den Einschulungstermin um ein Jahr zu verschieben.

Die Stadt muss sich beeilen, wenn sie Klagen vermeiden will, schließlich haben die Eltern aller Kinder ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz. An den Kita-Standorten, bei denen ohnehin ein Ausbau geplant ist, sollen Container aufgestellt werden. Drei bis vier zusätzliche altersübergreifende Gruppen à 18 Kinder sollen so bis August entstehen, erläuterte Tolsdorf.

Die Anmeldefrist für einen Kita-Besuch ab August 2018 ist schon seit Mitte Januar vorbei. Dass die Verwaltung erst jetzt sagen kann, wie viele Plätze fehlen, hängt mit dem dezentralen Anmeldeverfahren zusammen. Manche Eltern hatten aus Angst, leer auszugehen, ihre Kinder bei 30 Kitas angemeldet. Bis die Mehrfachanmeldunen herausgerechnet waren, verstrichen viele Wochen. Nächstes Jahr will die Stadt ein Online-Anmeldeverfahren einführen, mit Erst-, Zweit- und Drittwunsch.

Ab August 2018 sollen außerdem die Tagesmütter mehr Geld bekommen. Denn auch in der Tagespflege fehlen Plätze. Kein Wunder: Was Tagesmütter in Osnabrück zurzeit verdienten, bewege sich fast schon im Ehrenamtsbereich″, sagte Tolsdorf am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss. Um den Beruf attraktiver zu machen, will die Stadt den Stundensatz anheben. Rund eine halbe Million Euro lässt sich Osnabrück das kosten.

Vier Euro pro Kind und pro Stunde erhalten Tagesmütter zurzeit. Im Vergleich mit anderen größeren Städten in Niedersachsen bewege Osnabrück sich damit im untersten Drittel, so Tolsdorf. Ab August 2018 soll der Satz 4, 50 Euro und ab August 2019 5 Euro betragen.

Finanziell ist es für die Eltern unerheblich, ob sie ihren Nachwuchs in einer Krippe oder von einer Tagesmutter betreuen lassen, die Beiträge seien dieselben, erläuterte Fachbereichsleiter Hermann Schwab im Gespräch mit unserer Redaktion. Ziel beim weiteren Ausbau des Angebots sei, dass die Eltern die freie Wahl hätten, ob sie eine Tagesmutter oder Krippe in Anspruch nehmen. Außerdem legt die Stadt für die Betreuung zu ungünstigen Zeiten, also von 6 bis 8 und von 18 bis 22 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen noch jeweils 1, 50 Euro pro Betreuungsstunde drauf. Tageseltern, die bereit sind, als Vertretung einzuspringen, sollen eine zusätzliche Aufwandspauschale in Höhe von 50 Euro kriegen. Außerdem gibt es künftig einen Mietzuschuss für Tagesmütter, die für die Kinderbetreuung Räume anmieten, egal ob alleine oder im Zusammenschluss mit anderen als Großtagespflegestelle. Der Jugendhilfeausschuss stimmte geschlossen für die Änderungen, der Ratsbeschluss ist daher nur noch Formsache.

152 Tagesmütter sind zurzeit in Osnabrück in der Kinderbetreuung tätig und bieten 390 Plätze an. 27 Kinder standen bei der letzten Erhebung der Verwaltung 1. Oktober 2017 auf der Warteliste.

Bildtext:
Bis August will die Stadt allen Kindern einen Platz bieten.
Foto:
Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Sandra Dorn


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