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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wüste droht wieder Parkkollaps
 
Tauschen statt Tauchen
Zwischenüberschrift:
Am Sonntag Flohmarkt im Moskaubad – Ordner sollen wildes Parken verhindern
 
Flohmarkt im Moskaubad beginnt um 9 Uhr – Aufbau ab 8 Uhr möglich
Artikel:
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Originaltext:
Des einen Freud ist des anderen Leid: Wenn sich am Sonntag Tausende Besucher auf dem Frühlingsflohmarkt im Osnabrücker Moskaubad tummeln, stöhnen Anwohner und so manch ein Autofahrer über das Verkehrschaos im Stadtteil Wüste. Ordner sollen verhindern, dass das wilde Parken ausufert.

Osnabrück. Zugeparkte Ausfahrten, in dritter Reihe abgestellte Fahrzeuge und Straßen, die so verstopft sind, dass kein Rettungsfahrzeug hindurchpasst: Die Flohmärkte der Stadtwerke Osnabrück im Moskaubad sorgen immer wieder für ein veritables Verkehrschaos in der Wüste. Rund 20 000 Gäste besuchten die jeweiligen Veranstaltungen in den Vorjahren bisweilen zu viel für den Stadtteil, in dem auch an normalen Tagen in Teilen spürbarer Parkdruck herrscht.

In großer Regelmäßigkeit ertönten jedenfalls in der Vergangenheit die Lautsprecher des Moskaubades mit dem Hinweis auf das Nummernschild des Autos, dessen Halter sein Fahrzeug bitte entfernen möge. Dreimal sei seine Ausfahrt beim Flohmarkt im Herbst vergangenen Jahres zugeparkt gewesen, berichtet ein Wüstenbewohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Beim dritten Fahrzeug habe er nicht mehr darauf gewartet, dass der Besitzer sein Auto von alleine wegfährt. Das habe schließlich ein Abschleppdienst erledigt.

Wenig Parkplätze

Wie viele Fahrzeuge an diesem 15. Oktober 2017 rund um das Moskaubad abgeschleppt wurden, ist von Stadtverwaltung und Stadtwerken nicht erfasst worden. Offenkundig ist jedoch, dass die Anzahl der Parkplätze vor dem Freibadeingang beileibe nicht ausreicht, um die Parkbedürfnisse von Händlern und Besuchern zu befriedigen. Entlang der Limberger Straße hält sich die Zahl der ausgewiesenen Parkmöglichkeiten ebenfalls arg in Grenzen, in Richtung Parkstraße wird der ohnehin herrschende Parkdruck immer größer.

Damit auch in diesem Frühjahr im Freibad wieder gefeilscht werden kann, hat die Stadt die Veranstaltung unter gewissen Voraussetzungen genehmigt, die vor allem die Verkehrssituation betreffen nicht aber die Stellplatzsituation. Das Vorhalten einer bestimmten Zahl an Parkplätzen ist nicht erforderlich. Die Stadtwerke weisen aufgrund des nur begrenzt zur Verfügung stehenden Parkraums auf die Nutzung des ÖPNV hin″, sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer auf Anfrage unserer Redaktion. Das Moskaubad sei über die Busse der Linien 51/ 52 und 92 erreichbar.

Parken in dritter Reihe

Zugeparkte Ausfahrten sind im besten Falle ärgerlich, brisant wird es jedoch, wenn Rettungsfahrzeuge nicht an den Einsatzort kommen. Parken in dritter Reihe sei während des Flohmarkts und an starken Freibadtagen keine Seltenheit, berichtet ein Anwohner. Wenn vor allem an den Kreuzungen wie wild geparkt wird, kommt da kein Rettungswagen durch. Von Einsatzwagen der Feuerwehr ganz zu schweigen″, sagt der Wüstenbewohner. Er habe zuletzt im Herbst mehrere Autofahrer darauf angesprochen. Weil er sogar bedroht worden sei, will auch er seinen Namen nicht öffentlich nennen.

Dass es zeitweise Probleme beim ruhenden Verkehr gibt, ist den Stadtwerken nicht neu. Wir bekommen von den Anwohnern wertvolle Hinweise auf zum Beispiel zugeparkte Einfahrten. Wir lassen anhand der gemeldeten Kennzeichen die jeweiligen Fahrer ausrufen, ihr Fahrzeug unverzüglich zu entfernen, da es ansonsten kostenpflichtig abgeschleppt wird. Der Einsatz eigener Ordner ist ebenfalls Gegenstand der Genehmigung. Die Ordner weisen Autofahrer auf die geänderte Verkehrsführung sowie die Regelungen zum Halteverbot hin und kontrollieren die Einhaltung des Halteverbots″, sagt Hörmeyer. Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge auf das Moskaubadgelände werde durch die Ordner sichergestellt. Für Notfälle halten wir zudem ein eigenes Sanitäterteam vor.″

Zu den Auflagen der Stadt gehören sowohl das erwähnte Ordnungspersonal als auch eine veränderte Verkehrsführung rund um das Moskaubad. Diese hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch nicht verändert. Die Limberger Straße wird ab Einmündung Wüstenstraße zur Einbahnstraße in westliche Richtung Feldstraße, die Sandstraße wird von der Limberger Straße zur Rehmstraße ebenfalls zur Einbahnstraße.

Beides gilt von 6 Uhr bis voraussichtlich 17 Uhr. Auf der Limberger Straße gilt ein Halteverbot im Bereich zwischen Am Freibad″ und Feldstraße; ebenso auf der Sandstraße im Abschnitt zwischen Limberger Straße und Rehmstraße.

Mehr aus Osnabrück lesen Sie im Ortsportal auf noz.de/ os

Bildtext:
Wenn am Sonntag der Frühlingsflohmarkt im Moskaubad stattfindet, wird Parken in der Wüste zum Problem. Schon jetzt weisen die Stadtwerke auf Einschränkungen hin.
Foto:
David Ebener

Kommentar
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Für viele Anwohner im Stadtteil Wüste sind Flohmarktsonntage eine Zumutung. Sie ärgern sich zu Recht über zugeparkte Einfahrten und rücksichtslose Autofahrer, die ihr Fahrzeug mitten auf der Straße oder auf dem Bürgersteig parken.

Einigen ist der Flohmarkt daher ein Dorn im Auge und unter vorgehaltener Hand wird die Frage aufgeworfen, ob sich das Moskaubad überhaupt als Flohmarktgelände eignet. Wer aber ein Ende des Treibens im Freibad fordert, sollte bedenken, dass es beispielsweise bei VfL-Spielen rund um die Bremer Brücke an jedem zweiten Wochenende so ist. Niemand käme hier ernsthaft auf die Idee, die Spielstätte infrage zu stellen. Einen Tag auszuhalten ist daher zumutbar.

Allerdings muss der Veranstalter dafür sorgen, dass Rettungswege frei bleiben und Autofahrer nicht in Wildwest-Manier Gehwege blockieren. Das hat bei allen Bemühungen in der Vergangenheit nicht immer geklappt. Der Hinweis, besser mit dem Bus anzureisen, ist gut gemeint, geht aber teilweise an der Realität vorbei. Händler und Viel-Käufer kommen verständlicherweise lieber mit dem eigenen Auto. Dafür gibt es aber Regeln und wer die missachtet, hat sich sein Knöllchen redlich verdient.

Osnabrück. Am Sonntag, 22. April, heißt es im Moskaubad wieder tauschen statt tauchen″. In der Zeit von 9 bis 16 Uhr können Schnäppchenjäger auf der Außenfläche des Freibades stöbern, feilschen, kaufen und verkaufen. Zugelassen sind nach Angaben der Stadtwerke Osnabrück ausschließlich private Trödler. Außerdem verkauft das Moskaubad-Team Fundsachen aus dem vergangenen Jahr für einen guten Zweck.

Im vergangenen Jahr nutzten laut Mitteilung der Stadtwerke knapp 430 Aussteller den Frühjahrsflohmarkt, um sich von Kleinkram, Kuriositäten und Raritäten zu befreien. Der Preis für einen Standplatz in der Länge eines Tapeziertisches beträgt zehn Euro.

Eine Anmeldung für einen Flohmarktstand ist nicht erforderlich, die besten Plätze werden allerdings schon früh belegt. Der Aufbau ist ab 8 Uhr morgens möglich.

Das Moskaubad-Team wird mit einem eigenen Stand vertreten sein und Schwimmflügel, Handtücher, Taucherbrillen und weitere Fundsachen verkaufen. Den Erlös stiften die Stadtwerke traditionsgemäß an den Kinderschutzbund in Osnabrück, der damit unter anderem ein Projekt zur Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter fördert. Je Kilo kosten die Fundsachen 2, 50 Euro ganz gleich, um welchen Gegenstand es sich handelt. Ab zehn Kilo reduziert sich der Preis auf zwei Euro pro Kilo.

Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass Aussteller ihre Fahrzeuge nicht vor Samstag, 21. April, 18 Uhr, in dem Bereich abstellen sollen. Andernfalls könnten die Fahrzeuge abgeschleppt werden.

Der Eintritt auf die Freibadfläche des Moskaubades sowie die Nutzung des dschungelartigen Seilgartens sind während der Veranstaltung frei. Der normale Badbetrieb startet am 22. April erst um 8 Uhr.
Autor:
Sebastian Philipp, pm


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