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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Willkommen im Land der Alleen
Zwischenüberschrift:
Die von Bäumen begrenzten Straßen und Wege werden seltener – Verzeichnis erstellt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Niedersächsische Heimatbund hat jetzt die Ergebnisse des Projektes Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens″ vorgestellt. Mit dabei sind viele Alleen in der Region.

pm Osnabrück/ Hannover. Das von der Bingo-Umweltstiftung mit 137 000 Euro geförderte Projekt hatte das Ziel, eine repräsentative Übersicht über die niedersächsischen Alleen zu erstellen.

Im Projektzeitraum wurden knapp 2000 Alleen auf knapp 1800 Straßenkilometern niedersachsenweit identifiziert, aufgenommen und bewertet. Mehr als die Hälfte davon schätzt der NHB als sehr wertvoll″ oder wertvoll″ ein, sodass es über 1000 wertvolle Alleen im Land gibt. Es kann festgehalten werden: Niedersachsen ist ein Land der Alleen, und die Alleen durchziehen Niedersachsen wie ein grünes Netz.

Und zu diesem Netz gehören auch mehrere Alleen im Osnabrücker Stadtgebiet, darunter im Bürgerpark, auf dem Herrenteichswall, im Verlauf der Straße Lange Wand sowie entlang der Straße Am Tie. Aus der Region sind unter anderem vertreten: die Bergahornallee an der Von-Galen-Straße östlich von Holzhausen, der Eschweg und die Lindenallee in Kloster Oesede, die Zufahrt zum Gut Osthoff in Harderberg, die Laerer Straße in Glane, die Versmolder Straße in Müschen, die Glandorfer Straße/ Laersche Straße zwischen Glandorf und Bad Laer, die Sudendorfer Straße und die Denkmalstraße in Glandorf, mehrere Bereiche der Vessendorfer Straße zwischen Borgloh und Wellingholzhausen oder die Lengericher Straße nördlich von Natrup-Hagen.

Die große Zahl täuscht: Der Niedersächsische Heimatbund (NHB) sieht ernsthafte Gefahren für den Fortbestand der straßenbegleitenden Alleen unter anderem aufgrund der Verkehrssicherungspflicht, der Unterhaltung von Straßen sowie des Ausbaus von Verkehrswegen.

Denn nur wenige Alleen seien gesetzlich geschützt, und neue Richtlinien erschwerten das Neu- und Nachpflanzen von Alleen: Stellt man den Alleenschutz nicht auf ein grundlegend neues Fundament, droht die Gefahr, dass dieser grüne Schatz nach und nach aus der Landschaft verschwindet″ befürchtet Max Peters, der das Projekt beim NHB umsetzt.

Auch um dem entgegenzuwirken, hat der NHB mithilfe der Bevölkerung seine repräsentative Übersicht über die Alleen im Land erstellt. Die Alleen sind auf dem interaktiven Portal alleen-niedersachsen.de für jeden einsehbar. Und damit die Hoffnung auf neue Alleen nicht stirbt, können eben auch diese dort gemeldet werden.

Außerdem ist ein Sonderheft der Zeitschrift Niedersachsen zum Thema Alleen erschienen, in dem unter anderem die Geschichte, Gefährdung und der Schutz von Alleen dargelegt werden, der ADAC Stellung zu Alleen und Verkehrssicherheit nimmt und Praxisbeispiele wie etwa die richtige Baumpflege dargelegt werden. Das Heft kann beim Verlag Culturcon unter www.culturcon.de für 5, 90 Euro erworben werden.

Der Präsident des NHB, Professor Hansjörg Küster, betonte zudem, dass mit dem Projekt ein Bewusstsein bei den Menschen geschaffen werden soll, dass die Alleen im Land nicht selbstverständlich sind, sondern eines besonderen Schutzes bedürfen, da sie sonst verschwinden″.

Daher erhofft sich der NHB, dass mit den erhobenen Daten und Fakten der Schutz dieses landschaftsprägenden und auch kulturhistorisch bedeutsamen Naturguts verstärkt wird und die Alleen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben.

Mehr Allee-Bilder auf noz.de / bilder

Bildtext:
Der Osnabrücker Herrenteichswall gehört zu den fast 2000 Alleen, die der Heimatbund in seiner Übersicht zusammengestellt hat.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
pm


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