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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fragen um eine Bombenräumung
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Atter: Ärger über Evakuierung – Anwohner „total überfordert″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nachträglicher Ärger um eine Bombenräumung, eine Rohbauruine und das Geschehen auf Straßen sowie am Rubbenbruchsee beschäftigten das Bürgerforum Atter.

Osnabrück. Der zweite Bombenfund kam überraschend. Noch während der Räumung in der Gartlage am 19. Februar kam im künftigen Landwehrviertel eine weitere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht. Für Akteure des Vereins Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter″ blieben viele Fragen offen. Und die wollten sie im Bürgerforum ihres Stadtteils beantwortet haben. Los ging es mit der Frage, wann genau die Verwaltung von der Bombe im Landwehrviertel gewusst hat. Jürgen Wiethäuper vom Fachbereich Bürger und Ordnung″ berichtete, die Meldung sei am Nachmittag während der Bombenräumung in der Gartlage eingetroffen. Es habe sich damit eine akute Lage ergeben.

Mitglieder des Atteraner Vereins um den Vorsitzenden Manfred Niemann sind offenbar der Ansicht, dass die Anwohner zu spät informiert worden sind. Sie seien total überfordert″ gewesen″. Der Verein fragte: Wieso gab es bisher keine persönliche Stellungnahme vom OB Griesert, gerichtet an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die sich in dieser Situation alleingelassen fühlen? Dazu habe es keine Veranlassung gegeben, antwortete die Verwaltung. Und Ratsvorsitzende Eva-Maria Westermann (CDU), die das Bürgerforum leitete, fügte hinzu: Das war eine Ausnahmesituation. Alles war ein bisschen hektisch, aber es hat dann ja doch funktioniert oder? Das findet Manfred Niemann nicht: Hier wird geblockt.″

Wie ist es um die Zukunft der Rohbauruine am Barenteich bestellt? Diese Frage wird seit Jahren stets aufs Neue gestellt. Die Verwaltung formuliert die Neuigkeit aus dem Verwaltungsgericht so: Das Verfahren um die Abrissverfügung sei auf Anregung des Gerichts ruhend gestellt worden″. Es soll erst der Frage nachgegangen werden, ob die Rohbauruine baurechtlich für eine andere Nutzung zuzulassen ist″. Anschließend könne dann über eine Rückbauverfügung entschieden werden.

Der Wunsch nach einer weiteren Bushaltestelle für die Linie 21 in der Nähe der Hochhäuser in Atter geht noch nicht in Erfüllung. Wie Marcel Haselof für die Stadtwerke mitteilte, reichten die Straßenquerschnitte für die Gelenkbusse nicht aus. Auch die parkenden Autos würden den Betrieb stören. Aus heutiger Sicht″ sei so keine Feinerschließung″ möglich. Es könnten sich aber neue Planungsvoraussetzungen″ für eine bessere Ortskernanbindung ergeben.

Zu schnelle Autos auf der Birkenallee: Marcel Kretschmar und seine Nachbarn beobachten zwischen dem Gustav-Beckmann-Weg und dem Düteweg in dem Tempo-30-Abschnitt täglich Verkehrssünder. Manche von ihnen würden im Bereich der Bushaltestelle An der Riede″ die Kurve schneiden und auf der Gegenfahrbahn fahren eine Gefahr auch für Kinder auf dem Schulweg. Jürgen Wiethäuper vom städtischen Fachbereich Bürger und Ordnung″ berichtete von Schwierigkeiten, geeignete Messstandorte für Geschwindigkeitskontrollen zu finden, hofft aber auf neue Technik, die sich derzeit noch in der Testphase befinde. Anwohner würden sich auch über Displays mit Smileys freuen.

Für die Wersener Landstraße hat die Verwaltung eine Messstelle gefunden. Ab Mai kann dort die Geschwindigkeit kontrolliert werden. Auf der Strecke empören sich Anwohner seit Jahren vor allem über einzelne besonders schnelle Fahrer.

Ein Anwohner hatte während der vergangenen Sitzung angeregt, das Stauwerk am Rubbenbruchsee zum Landwehrbach hin wiederherzustellen. Wie der Osnabrücker Service-Betrieb inzwischen festgestellt hat, kann dies mit geringem Aufwand″ geschehen. Noch für dieses Jahr ist eine neue Betoneinfassung geplant. Zum Hintergrund erläutert der OSB, der Rubbenbruchsee biete wie der Anwohner es gesagt hatte ein hohes Potenzial als Regenrückhaltebecken.

Ein neuer Straßenname für Atter: Die Verwaltung schlägt vor, die Giesbert-Bergerhoff-Straße in Frieda-Schröer-Straße umzubenennen. Damit würde sie nicht mehr den historisch belasteten Namen tragen, sondern künftig an ein Osnabrücker Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Darüber wird der Rat der Stadt am Dienstag, 8. Mai, entscheiden.

Bildtext:
Zwei Bomben an einem Tag: Als am 19. Februar in der Gartlage eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg geräumt wurde, kam in Atter eine weitere ans Tageslicht. Dort ärgerten sich Anwohner über die plötzliche Evakuierung.
Foto:
Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Jann Weber


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