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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Die Innenstadt nicht weiter belasten"
Zwischenüberschrift:
Stellungnahme des Umweltschutz-Vereins zu den Universitäts-Standorten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Die Innenstadt nicht weiter belasten" - Stellungnahme des Umweltschutz-Vereins zu den Universitäts-Standorten

Gegen die Standorte Westerberg, Schloßbereich und Gartlage für die geplante Universität wendet sich der Umweltschutz-Verein in einer Stellungnahme, die u. a. Rat, Verwaltung und Standortgutachtern zugestellt wurde. Mit der Frage " Ist der Umweltschutz nur ein Aushängeschild für politische oder wirtschaftliche Interessen?" und unter Hinweis auf längst gesicherte Erkenntisse (z. B. liefert schon eine mäßig bewachsene Fläche von 100 mal 100 m Sauerstoff für 150 Menschen) erhebt der Verein eine Reihe von Forderungen:
- In unserem grünflächenarmen Stadtgebiet, besonders aber im Stadtkern, dürfen kein einziger Baum und kein Quadratmeter Grünfläche mehr ohne gleichwertigen Ersatz geopfert werden.
- Jede Chance zur Erweiterung der Regenerationsflächen muß genutzt werden.
- Noch mehr Menschen und Verkehr sind in der heutigen Innenstadt nicht zu verkraften.
Zu den von den Gutachtern vorgeschlagenen Standorten erklärt der Umweltschutz-Verein in seiner Stellungnahme u. a.:
Westerberg: " Die Gutachter kennen die Bedeutung des Westerberges als einzige intakte Grünbrücke in die freie Landschaft. Sie haben betont, daß das Landschaftsschutzgebiet nicht angetastet werden sollte. Sichern können sie es nicht. Hier ist es Aufgabe von Rat und Verwaltung, den Bürgern endlich die Garantie zu geben, daß in naher und ferner Zukunft das vorhandene Landschaftsschutzgebiet Westerberg erhalten bleibt, daß es möglichst vergrößert, aber nicht verkleinert und auch nicht verlagert wird. Erst dann wäre der Standort am Fuße des Westerberges diskutabel.
Der Ausbau der Steinbrüche als Tiefgarage und ein Uni-Hochhaus darüber sollten wegen der dann notwendigen vierspurigen Albrechtstraße entfallen. Es sei denn, man würde einen Tunnel bauen. Mehr als 3 000 Menschen sollten unterhalb der Ingenieurakademie nicht untergebracht werden."
Schloßbereich: " Zusätzliche Bauten am Schloß finden unsere energische Ablehnung, weil hier der Lebensraum für weitere Menschen fehlt. Von der Stadt erwarten wir den Abbruch der alten Turnhalle und die Vergrößerung und Sicherung des Schloßgartens."
Gartlage: " Die Gartlage ist die zweite und letzte, wenn auch gestörte Grünbrücke des Stadtkerns nach außen. Wir haben der Stadt die Erhaltung der Gartlage in der jetzigen Ausdehnung und die Aufnahme aller Flächen in den Landschaftsschutz   vorgeschlagen. Dort besteht die einzige Chance, einen   Erholungsraum ausreichender Größe im Stadtgebiet zu schaffen.   Der Verein unterstreicht den Wert der menschlichen Beziehungen   von Studenten und Bürgern und die Notwendigkeit der   Integration der Studienstätten in die Stadt. Es müsse aber   auch bedacht werden, daß Zehntausende von Menschen zusätzlich   in die Stadt kommen, die sauerstoffreiche Luft atmen wollen,   an der es heute schon mangele. " Eine weitere Belastung der   Innenstadt ist nach unserer Ansicht nicht mehr zu   verantworten!"
In anderen Vorschlägen seien die Standorte Haste, Dodesheide, Kalkhügel und Atter enthalten, die aus gesundheitlicher Sicht bessere Voraussetzungen böten. " Das Gutachten liegt in seinen Grundzügen vor. Unsere gewählten Vertreter müssen darüber entscheiden. Sie sollten sich auch von Ärzten und Grünplanern   beraten lassen."


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