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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Dann fahren wir eben woandershin
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Griesert schließt Fahrverbote nicht aus″ (Ausgabe vom 28. Februar) und dem Leserbrief Es geht auch ohne Hauruckverfahren″ (Ausgabe vom 27. Februar) mit Bezug auf Dieselfahrverbote.

Da fragt man sich doch ernsthaft, auf welchem Stern man lebt. Liest man den sehr profunden Leserbrief der Frau Julia Sánchez-Haas, der inhaltlich die gesamte Situation des Verkehrs unvoreingenommen deutlich macht, dann kommt einem der Artikel , Griesert schließt Fahrverbote nicht aus′ wie eine Posse vor.

Was denken sich ein OB, ein grüner Fraktionsvorsitzender und die Deutsche Umwelthilfe eigentlich? 21 000 betroffene Fahrzeuge in der Stadt und weitere 114 000 aus der Umgebung müssen mit Einschränkungen rechnen?

Und dann kommt da doch gleich die zweite Posse dazu: , Der perfekte Zweitwagen fährt mit Strom′ (, NOZ′ vom 27. Februar 2018). Wer von uns Diesel-Betroffenen (und anderen) ist denn in der Lage, sich zusätzlich ein sehr teures Fahrzeug anzuschaffen, was nur dann Sinn macht, wenn es aus der eigenen Fotovoltaik-Anlage auf dem Hausdach gespeist wird? Und was ist mit den vielen Handwerkern, den Lieferanten und zum Beispiel der Industrie im Stadtgebiet, die ihren Fuhrpark umstellen müssten?

Denkt da eigentlich eine der Damen und einer der Herren Politiker drüber nach, dass das Geld für eine Umstellung erst mal verdient werden muss? Vermutlich nicht, denn direkt oder indirekt versorgen sich die Verwaltung, die Politik und zum Beispiel zum Teil auch die Stadtwerke aus Steuergeldern. Mit dem Griff in den Steuersäckel ist es doch so einfach, sich Mobilität anzueignen, und sei sie noch so teuer! Ein Beispiel dafür gibt′s ja in Osnabrück an höchster Stelle.

Wenn man dann noch überlegt, dass die Festlegung eines Grenzwertes für die Luftbelastung durch NOx in Städten deutlich niedriger ist (40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Freien und zeitweise bis zu 950 Mikrogramm pro Kubikmeter an Arbeitsplätzen) als der zugelassene Wert für Stätten, in denen Menschen arbeiten und leben, dann frage nicht nur ich mich, was da von Politikern in Brüssel, Berlin, unter anderem auch in Osnabrück und Richtern in Leipzig eigentlich entschieden und gefordert wird.

Möge die Stadt Osnabrück (und andere) reglementieren, was sie will. Man muss ja nicht dort hinein, denn die Gemeinden im Umfeld bieten auch all das, was man zum Leben braucht. Die freuen sich sogar, wenn wir mit unserem Diesel kommen und Umsatz generieren. Fahrverbote und Elektromobilität sind nicht die Lösung, sondern es ist die Schaffung eines Bewusstseins für die Erhaltung einer langfristig lebenswerten Umwelt auf diesem Stern, was dann zur Vermeidung von Unnötigem führt.″

Hermann W. Rutsch

Hagen
Autor:
Hermann W. Rutsch


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