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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Weg frei für Neubauten am Rubbenbruchweg
Zwischenüberschrift:
Bürgerbeteiligung: 25 neue Baugrundstücke und ein großer Parkplatz
Artikel:
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Originaltext:
Die Stadt will den Weg frei machen für eine beidseitige Wohnbebauung des Rubbenbruchweges in Eversburg. Der Platz dürfte für etwa 25 Baugrundstücke und doppelt so viele Wohnungen reichen. Bis zum 27. April läuft die Bürgerbeteiligung für die entsprechenden Pläne.

Osnabrück. Anlieger des Birkenweges drängen seit Jahren darauf, dass ihre tiefen Grundstücke auf der Rückseite bebaut werden dürfen. Die neuen Baugrundstücke könnten einfach über den Rubbenbruchweg erschlossen werden. Weil in Osnabrück Wohnungen fehlen, will die Stadt diesem Ersuchen nachkommen und das Baurecht zusätzlich auf die andere Straßenseite ausweiten.

Mit der Planänderung bietet sich zugleich die Chance, eine Ackerfläche an der Wersener Straße als Parkplatz für Besucher des Rubbenbruchsees auszuweisen. Über den Standort wurde lange Zeit gestritten. Anfangs gab es die Forderung, Parkmöglichkeiten möglichst nahe am See zu schaffen. Inzwischen wurde von der Politik eine Grundsatzentscheidung getroffen. Der Parkplatz soll in der Nähe der Landesstraße 88 entstehen und Stellflächen für 160 Autos bieten. Von dort sind es knapp 500 Meter Fußweg bis zum Rubbenbruchsee.

Weil an der Westseite des Plangebiets die Landwehr verlief, eine vorgelagerte Stadtbefestigung aus dem Mittelalter, haben die Planer eine private Grünfläche als Abstandszone vorgesehen. Aus dem Ackerland soll demnächst eine Wiese mit Obstbäumen werden.

Die neuen Wohngebäude am Rubbenbruchweg sind als Ein- und Zweifamilienhäuser mit geneigten Dachflächen vorgesehen. Nach derzeitigem Planungsstand soll ein Teil in zweigeschossiger Bauweise entstehen. Entlang der viel befahrenen Wersener Straße müssen ein Lärmschutzwall und eine Lärmschutzwand gebaut werden, um die Grenzwerte für Wohnbauten einzuhalten.

Einen Zankapfel haben die Planer ausgeklammert. Die Bauruine am Barenteich, aus der einmal ein Hotel werden sollte, gehört nicht mehr zum Plangebiet. Nach Auskunft von Fachbereichsleiter Franz Schürings läuft zurzeit ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, in dem die Frage geklärt werden soll, ob ein Weiterbau zulässig ist.

Bürgerbeteiligung: Bis zum 27. April liegen der Entwurf für den Bebauungsplan 559 (Rubbenbruchweg) und die dazugehörige Änderung des Flächennutzungsplans öffentlich aus. Zu sehen sind die Unterlagen im Internet unter www.osnabrueck.de und im Fachbereich Städtebau, Hasemauer 1, Osnabrück. In diesem Zeitraum können Stellungnahmen und Änderungsvorschläge schriftlich oder per Mail abgegeben werden. Sie werden dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorgelegt.

Bildtexte:
Am Rubbenbruchweg sollen neue Häuser entstehen. Die Stadt ändert den Bebauungsplan, um beidseitig Wohnungsbau zu ermöglichen.
Ein Parkplatz mit 160 Stellplätzen für Besucher des Rubbenbruchsees soll auf diesem Acker am Eversburger Landwehrgraben entstehen.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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