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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Parkwächter vor Supermärkten
 
Supermärkte mit Parkwächter
Zwischenüberschrift:
Rewe und Combi wehren sich: Fremdparker müssen 19,90 Euro zahlen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Supermärkte wehren sich gegen Fremdparker: Wer auf den Kundenparkplätzen von Rewe oder Combi sein Auto abstellt, ohne dort einzukaufen, riskiert eine Vertragsstrafe von 19, 90 Euro. Parken ist nur mit Parkscheibe erlaubt.

Supermärkte wehren sich gegen Fremdparker: Wer auf den Kundenparkplätzen von Rewe oder Combi sein Auto abstellt, ohne dort einzukaufen, riskiert eine Vertragsstrafe von 19, 90 Euro. Parken ist nur mit Parkscheibe erlaubt.

Osnabrück. Nach Rewe jetzt auch Combi: Die Kundenparkplätze des Combi- Marktes an der Natruper Straße überwachen ab sofort Mitarbeiter der privaten Firma fair parken″. Wer sein Fahrzeug auf dem Gelände abstellt, erklärt sich automatisch mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen der neuen Parkplatzverwaltung einverstanden. Um die Vertragsstrafe zu vermeiden, darf die Parkdauer von eineinhalb Stunden nicht überschritten werden. Ausschlaggebend ist die Parkscheibe.

Laut einer Pressemitteilung von fair parken″ wird die neue Parkregelung beim Combi an der Natruper Straße schrittweise eingeführt. Nach einer Informationsphase, in der Mitarbeiter der Firma vor Ort seien, um über die neue Verordnung aufzuklären, werde bis Ende März zunächst noch eine reduzierte Vertragsstrafe von 9, 90 Euro berechnet. Anschließend sei die volle Strafzahlung von 19, 90 Euro zu entrichten.

Wir möchten erreichen, dass Parkplätze wieder für den Zweck genutzt werden können, für den der Betreiber sie zur Verfügung stellt, nämlich Kunden den Einkauf so bequem wie möglich zu machen″, erklärt Thomas Herrmann, Geschäftsführer von fair parken″. Das Düsseldorfer Unternehmen betreut nach eigenen Angaben deutschlandweit über 600 Parkplätze.

Wer seine Parkscheibe vergisst, kann durch Einsendung des Kassenbelegs die Zahlungsaufforderung stornieren. Wenn der betroffene Fahrer nachweisen kann, dass sie oder er zum entsprechenden Zeitpunkt einkaufen war, gibt es klare Kulanzregelungen″, versichert Herrmann. Einige Kunden der Märkte äußern dennoch Kritik. Die Hinweisschilder seien deutlich zu hoch angebracht, die ebenfalls abgedruckten allgemeinen Geschäftsbedingungen zudem schwer lesbar insbesondere bei Dunkelheit. Parkverstöße würden so regelrecht provoziert.

Bereits seit November kontrollieren Mitarbeiter von fair parken″ die Parkplätze des City-Centers an der Bremer Brücke und der Rewe-Filiale an der Heinrichstraße. Für Besucher des nahe liegenden VfL-Stadions oder der Halle Gartlage war der Kundenparkplatz des Einkaufszentrums eine beliebte Gelegenheit, um das Auto abzustellen. Auch der Laden an der Heinrichstraße liegt in Reichweite von Veranstaltungsorten wie der Stadt- oder Schlosswallhalle. Die maximale Parkdauer beträgt hier zwei Stunden.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert Daniela Beckmann, Pressesprecherin Rewe-Nord, die Beauftragung von Dienstleistern sei für Rewe oder den Vermieter der Parkflächen die Ultima Ratio″, also das letzte Mittel. Grundsätzlich liegt es im Interesse unserer Kunden, stets ausreichend Parkflächen zur Verfügung zu haben, sodass sie ihre Einkäufe schnell und bequem erledigen können.″ Ein verstärktes Auftreten von Fremd- und Dauerparkern″ führe zudem zu massiven Umsatzeinbußen bei den Märkten″.

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Bildtext:
Neue Parkregelung am Einkaufscenter an der Bremer Brücke.
Foto:
Jörn Martens

Kommentar

Legitimes Mittel

Für die Inhaber der Supermärkte ist die Sache mit dem fairen Parken eine durchaus heikle. Trifft das 20-Euro-Billet den falschen, sind der Ärger und die Gefahr groß, Kunden zu verprellen. Und so hat es am Anfang auch wohl den einen oder anderen Kunden gegeben, der sich abgezockt fühlte.

Wie so oft im Leben braucht es eine gewisse Zeit der Eingewöhnung. In über 600 Städten greifen Handelsketten, Fachmärkte oder Kliniken schon auf die Parkplatzaufpasser zurück. Jetzt also auch in Osnabrück, wobei sich durchaus die Frage stellt: Warum erst jetzt? Denn dass Supermarkt-Parkplätze in Sichtweite der Bremer Brücke, der Osnabrück-Halle oder großer Schulen von Fremdparkern missbraucht werden, ist kein neues Phänomen. Die Reaktion des Handels ist daher völlig legitim und fair parken″ eine offenbar erfolgreiche Geschäftsidee.
Autor:
Steffen Siekmeier, Wilfried Hinrichs


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