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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Artenvielfalt schützen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „‚ Naturschutz mehr wert als Autoindustrie′″ (Ausgabe vom 8. Mai).
Der Hinweis des Herrn Gabriel, dass die Entwicklung von Medikamenten vielfach von Tier- und Pflanzenarten, und damit sind nicht nur die Säugetiere und Kulturpflanzen (unter dem Sammelbegriff Nutztiere und Nutzpflanzen) gemeint, abhängig ist, ist unumstößlich. Auch die Erhaltung und Pflege einer Vielzahl von Insekten und unbekannten Wildkräutern trägt zur Gesunderhaltung der Biodiversität und damit zur Sicherung des Restes aller Arten bei.
Unser Bewusstsein bedarf dringend der erforderlichen Einprägungen, dass die Natur schon ohne uns auskommen kann, umgekehrt ist das aber nicht möglich. Werte in Billionenhöhe lassen den Mitmenschen in der Regel kalt, weil einmal solche Summen in ihrer Gesamtheit nicht vorstellbar sind und deren reale Nützlichkeit für den einzelnen Unwissenden, mit dem er sich jedoch nicht identifiziert, auch nicht zu erkennen ist.
Dabei ist es einfach und simpel, einen erheblichen Beitrag zum Beispiel durch Verzicht auf Insektenvernichtungsmittel in den Gärten zu leisten oder eine gesteuerte Unordnung zu garantieren. Ein Garten darf Leben ausstrahlen. Tennisrasen dort, wo auch gespielt wird. Alles an seinem Platz. Wenn die Landwirtschaft aus Produktivitätsgründen und merkantilen Aspekten eventuell zum Chemieeinsatz greift, so steht auch die fachliche Ausbildung dahinter. Sich vorzustellen, dass durch den Einsatz der chemischen Keulen bei der Entwicklung der Kleinstlebewesen in einem großen Wirkungsgrad ohne Rücksicht auf Nützlich- oder Schädlichkeit nicht wiedergutzumachende Verluste verursacht werden, ist aufgrund mangelnden Wissens nur schwer möglich.
Höchst verwerflich ist naturwidriges Handeln mit vollem Wissen um die Dinge. [. . .] Dass eine Brennnessel für zahlreiche Insekten eine Basis- oder Sammelpflanze darstellt, kann man schwer an die Frau oder den Mann bringen. Sollte man es hier und heute in die Erziehung der Kinder einbringen? Dass man aus dieser Pflanze effektive Abwehrstoffe gewinnen kann, hat man verlernt. Nebenbei besitzt diese Pflanze, wenn man sie wie Spinat verarbeitet, wertvollere Inhaltsstoffe als der im Treibhaus mit Energieaufwand teuer gezogene Spinat.
Welchen Nutzen Marienkäfer, Solitärbienen, Flor- und Schwebefliegen, Hornissen und andere Wespen leisten, ist unter anderem auch unbekannt. Wäre es nicht so, würde die Wissenschaft nicht über Artenverluste klagen.
Auf höchster Ebene müssen die Weichen gestellt werden. An der Basis kann man wirkungsvolle Ziele erreichen. Dazu sind wir alle aufgerufen. Eine neue Ästhetik für die Natur muss gewonnen werden. Durch Beispiele, Information. Nicht Knut allein ist der Vertreter der Natur. Auch die Pflege und Aufzucht von Insekten mit preiswerten Lehrmitteln, die Ruheständler für ihre Nachkommen basteln können, wäre ein wertvoller Beitrag für eine erforderliche Initialzündung in Sachen Umweltbewusstsein.
Die Neuansiedlung des Luchses und des Wolfs wird das ökologische Gleichgewicht nicht wieder in die Waage bringen. Wenn Bienenvölker im großen Ausmaß sterben, könnte das schon die Pflanzenfolge aus dem Lot bringen. [. . .]″

Bildtext:
Auch ein Bienenvolk leistet einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht.
Foto:
dpa
Autor:
Heinrich Hachmann


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