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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wohnungsnot auch wegen Nullzinsen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Caritas kritisiert: Zu wenig Sozialwohnungen Jahreskampagne , Jeder Mensch braucht ein Zuhause′″ (Ausgabe vom 2. Februar).

Die Initiative der Caritas für mehr bezahlbare Wohnungen ist sehr zu begrüßen. Gut ist es auch, dass sie mit dem Stephanswerk konkret mit dem Bau von einzelnen Sozialwohnungen vorangehen will; noch besser wäre es, wenn sich darüber hinaus die Kirchengemeinden und das Bistum mit weiteren konkreten Projekten an dieser Initiative beteiligen würden.

Ursächlich für das Problem werden in dem Zeitungsartikel genannt: der freie Markt, egoistische Grundstücksbesitzer, die ihre Grundstücke am besten noch zu einem günstigen Preis nicht abgeben wollen, hohe Baukosten und Bauvorschriften sowie die Grunderwerbsteuer.

Also ich denke, dass ein Grundstückseigentümer weiterhin selbst entscheiden sollte, wann er sein Grundstück verkauft. Und ich bin froh, dass wir den freien Markt haben. Die Alternative dazu hat noch nie funktioniert. Meines Erachtens liegen die Ursachen für den Mangel an bezahlbarem Wohnraum auch noch ganz woanders [. . .]:

1. Die Stadt Osnabrück hat aus Geldmangel wie viele andere Städte auch schon vor Jahren ihre Wohnungsbaugesellschaften verkauft. Gleichzeitig wurden und werden zum Beispiel das Theater, Kunsthalle etc. und indirekt auch der Profisport jährlich mit circa 20 Millionen Euro weiterhin ohne große Diskussionen subventioniert. Allein mit diesen Subventionen hätte man in all den Jahren viele Sozialwohnungen schaffen können. Man fragt sich, ob da in Bezug auf das Wohl der Menschen die richtigen Prioritäten gesetzt werden.

2. Die Immobilienpreise und damit auch die Mietpreise steigen auch deshalb, weil viele Menschen dem Euro wegen der , wunderbaren Geldvermehrung′ durch die EZB nicht mehr trauen. Sie legen ihr Geld lieber in Immobilien an. Das führt zu einer Verknappung und damit zu steigenden Preisen auch bei Mieten.

3. Die Einführung des Euro hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass das Geld nicht mehr , arbeitet′. Die Nullzinspolitik der EZB führt schon seit vielen Jahren zu einem großen Vermögensverlust bei Sparanlagen, Lebensversicherungen, Betriebsrenten und anderen Anlagen, bei denen der Wertzuwachs durch Verzinsung entsteht. [. . .]

4. Der , Warenkorb Inflation Index′ beinhaltet das Wohnen mit circa 30 Prozent. Das bedeutet bei 1, 8 Prozent Inflation einen Anteil von 0, 6 Prozent. Das erscheint mir bei den Mietsteigerungen und vor allem bei dem Anstieg der Mietnebenkosten doch sehr unglaubwürdig. [. . .]

5. [. . .] Deutschland ist bei der Hilfe für die Krisenländer Südeuropas Haftungsrisiken für Kredite in Höhe von über 500 Milliarden (Stand 2015) eingegangen. Da es doch unwahrscheinlich ist, dass das Geld zurückgezahlt wird, ist es für uns verloren. [. . .]″

Heinz Kenkel

Osnabrück
Autor:
Heinz Kenkel


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