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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Balüsiges″ Fass weist auf die Firma Dieckmann hin
Zwischenüberschrift:
Leserreaktion auf unsere „Zeitreise″ der vergangenen Woche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In der Zeitreise″ vom vergangenen Mittwoch hatten wir das historische Foto einer Gruppe von Pflasterern vor dem Rathaus gezeigt. Leider konnten wir zunächst nicht aufklären, welche Firma hier wann und aus welchem Anlass im Einsatz war. Ein Leser gab uns jetzt aber einige Hinweise.

Heinz-Günter Braackmann hat nämlich das mobile Wasserfass rechts im Bild wiedererkannt, mit dem das Wasser zum Einschlämmen des frisch verlegten Pflasters nachgeführt wurde. Er war ab 1959 beim Straßenbauer Dieckmann als Betriebsschlosser, Platzwart, Lkw-Fahrer und später auch als Hausmeister beschäftigt. Eine meiner ersten Taten war, die großen Holzräder abzubauen, weil sie beim Verladen einfach zu balüsig waren″, erzählt der heute 87-jährige Rentner. Stattdessen habe er kleine luftbereifte Schiebkarrenräder unter das Fass montiert und eine Deichsel davor geschweißt. Bis in die 1970er-Jahre sei der auf diese Weise umgebaute Wasserwagen auf den Dieckmann-Baustellen im Einsatz gewesen. Einen letztgültigen Beweis, dass es sich bei der Pflasterer-Brigade auf dem Foto um Dieckmann-Mitarbeiter handelt, sieht Braackmann darin aber nicht. Es ist gut möglich, dass auch andere Firmen so ein Teil hatten.″

Im Fahrzeug- und Gerätepark seines Arbeitgebers kannte Braackmann sich damals bestens aus. Als Mädchen für alles″ musste er häufig Maschinen vom Platz Brinkhofweg und später Hannoversche Straße zu den Baustellen fahren. Manchmal auch Geld: Der alte Heinrich Dieckmann war 1959 noch aktiv und ließ es sich nicht nehmen, freitags den Lohn persönlich an die Mitarbeiter zu übergeben. Er kam zu mir und sagte auf Platt: Komm Junge, zieh dich um, du musst mich fahren.′ Dann saß Opa Dieckmann hinten im Opel Olympia, neben sich den Rama-Karton mit den Lohntüten, und wir fuhren von Baustelle zu Baustelle.″

Was Braackmann damals nicht gesagt hat, aber heute: Nicht immer kam bei den Kollegen das ganze Geld auch zu Hause an, denn nach Feierabend lagen ja genug Kneipen am Weg.″ Insofern sei die später eingeführte bargeldlose Lohnzahlung schon ein großer Segen gewesen.

Bildtext:
Der Wasserwagen rechts könnte auf eine Dieckmann-Baustelle hindeuten.
Foto:
Archiv Helmut Riecken/ Fotograf unbekannt
Autor:
jod


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