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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bissige Kritik an Brickweddes Testfahrten durch Osnabrück
Zwischenüberschrift:
FDP und Grüne machen sich über CDU-Chef lustig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. FDP-Fraktionschef Thomas Thiele hat die innerstädtischen Testfahrten von CDU-Chef-Fritz Brickwedde als wertlos kritisiert. Brickwedde solle sich lieber als Baustellenmanager betätigen, so Thiele.

CDU-Chef Brickwedde war mit dem Auto auf drei Routen von Hellern und zur Bremer Brücke gefahren. Er wollte damit seine These untermauern, dass die Öffnung des Neumarktes Umwege und Staus vermeidet und dadurch die Kohlendioxidbelastung sinkt. Damit sei die Öffnung des Neumarktes ein Beitrag zum Klimaschutz.

FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Thiele spricht in einer Mitteilung von Testfahrten ohne Wert″. Testpilot Brickwedde ist für uns jedenfalls kein Maßstab. Er könnte sich ja mal als Baustellenmanager betätigen. Vielleicht wäre er da glaubhafter und erfolgreicher.″ Ziel müsse sein, gerade auf solchen innerstädtischen Strecken den Nahverkehr zu stärken. Thiele weiter: Wenn die CDU zusammen mit ihrem Oberbürgermeister die Vorschläge zur Verflüssigung des Verkehrs mit adaptiver Ampelsteuerung, Einbahnstraßenregelung auf dem Wallring, Ringbuslinie, Lkw-Durchfahrtverboten und vernünftigem Baustellenmanagement endlich mal anpacken würden, wären wir bei der Reduzierung der Schadstoffbelastung ein großes Stück weiter.″ Stattdessen werde weiter der Autoverkehr hofiert.

Thiele fordert wissenschaftliche Untersuchungen, wie sich Verkehrsmaßnahmen auf die Schadstoff- und Stausituationen in der Innenstadt auswirken. Sein Vorschlag: den Neumarkt probeweise sperren, um Verkehrsverhalten und Verkehrsabläufe zu untersuchen. Die rechtliche Grundlage böte Paragraf 454 der Straßenverkehrsordnung, der Straßensperrungen zu Testzwecken zulasse.

Die Grünen reagierten mit närrischem Spott. Er werde passend zu Karneval eine Testfahrt von der Johanniskirche zum Hasetor beantragen, so Fraktionschef Michael Hagedorn in einer Mitteilung. Sollte sich überraschenderweise″ herausstellen, dass die Route durch die Fußgängerzone kürzer ist als der Weg über den Wallring, so müsse diese Direktverbindung zum Schutz des Klimas geöffnet werden. Der Einzelhandel würde zugunsten einer konsequenten Klimapolitik sicher zustimmen. Außerdem könnten die Leute dann endlich wieder Kühlschränke, Fernseher usw. kaufen und direkt in ihre Autos verladen. Die Fußgänger könnte man durch einen Tunnel unter die Erde verfrachten, wie es früher am Neumarkt praktiziert wurde. Kühlschränke nehmen die ja eh nicht mit″, so Hagedorn.
Autor:
pm


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