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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vollbeschäftigung in der Region Osnabrück
 
„Im Landkreis haben wir Vollbeschäftigung″
 
10 000 neue Arbeitsplätze in der Region
 
Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent
Zwischenüberschrift:
Arbeitslosenzahlen historisch niedrig – Quote für Landkreis im Januar bei 3,4 Prozent
 
Geschäftsbereichsleiter Wirtschaft und Arbeit Siegfried Averhage zum Aufschwung im Osnabrücker Land
 
IHK: Fachkräftemangel verschärft sich – Arbeitsagentur: Frauen als stille Reserve
 
Geringste Januar-Arbeitslosigkeit
Artikel:
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Originaltext:
Die Zahl der Arbeitslosen liegt sowohl in Niedersachsen als auch bundesweit auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Landkreis Osnabrück und auch im Emsland liegt die Quote auf dem Niveau der Vollbeschäftigung.

Osnabrück/ Nordhorn. Die Zahl der Menschen ohne Job in Niedersachsen hat im Januar erwartungsgemäß zugenommen. Trotz des saisonal bedingten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen entwickelt sich der Job-Markt aber weiter positiv. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch waren im Januar offiziell 250 270 Frauen und Männer arbeitslos fünf Prozent weniger als vor einem Jahr, aber 7, 3 Prozent mehr als noch im Dezember. Im ersten Monat des Jahres stieg die Arbeitslosenquote daher im Vergleich zum Vormonat um 0, 4 P unkte auf 5, 9 Prozent, blieb aber unter dem Wert vom Januar 2017.

Damit liegen die Niedersachsenzahlen etwa auf Bundesniveau von 5, 8 Prozent. Anders sieht es in den Landkreisen Osnabrück, dem Emsland oder der Grafschaft Bentheim aus. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Osnabrück lag im Januar mit 3, 4 Prozent auf dem historisch niedrigsten Wert in diesem Monat. Mit einer so geringen Arbeitslosenquote haben wir Vollbeschäftigung″, sagte Siegfried Averhage, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit beim Landkreis Osnabrück, unserer Redaktion. Auch die Arbeitslosenquote in Stadt und Landkreis Osnabrück ist mit 4, 7 Prozent im Januar auf den historisch niedrigsten Januar-Wert gefallen.

Die Arbeitslosenquote im Emsland ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0, 7 auf 3, 0 Prozent gesunken. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sind ein erneuter Beleg dafür, dass die Unternehmen im Emsland erfolgreich sind und gute Arbeit leisten. Sie machen ebenfalls deutlich, dass das Emsland längst ein wirtschaftliches Zugpferd Niedersachsens darstellt und wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass das auch so bleibt″, sagte Landrat Reinhard Winter gegenüber unserer Redaktion. In der Grafschaft Bentheim liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 3, 6 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft geht nach Auffassung der Bundesregierung gestärkt in die Zukunft″. Für 2018 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2, 4 Prozent erwartet. Das stimmt auch die Agentur für Arbeit optimistisch: Für Bewerber eröffnen sich viele Jobchancen″, sagte Hans-Joachim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn. Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, prognostiziert auf Basis der Geschäftserwartungen der Unternehmen, dass in diesem Jahr 10 000 zusätzliche Arbeitsplätze im IHK-Bezirk entstehen werden.

Der Konjunkturmotor brummt: mehr Berichte auf noz.de / wirtschaft

Kommentar
Die Herausforderung bleibt

Die Arbeitslosenzahlen bleiben im Jahresvergleich niedriger als üblich in einigen Teilen Niedersachsens spricht man von Vollbeschäftigung. Das sind gute Nachrichten, gerade für Berufseinsteiger, denn zugleich hat die Nachfrage nach Fachkräften nicht abgenommen. Die Mitarbeitersuche bleibt branchenübergreifend eine Herausforderung. Ohne Frage ist ein Teil des Problems hausgemacht. Viele der heute fehlenden Fachkräfte sind das Resultat der wenigen Azubis in den vergangenen Jahren. Dennoch müssen Wirtschaft und Politik auf die heutigen Probleme reagieren.

In Teilen ist das bereits geschehen. Handwerk und Industrie bemühen sich darum, junge Menschen für einen Ausbildungsberuf zu begeistern, damit das Fachkräfteproblem von morgen eingedämmt werden kann. Hier sollte die Politik unterstützen, damit die Karrierechancen auch der dualen Ausbildung gesehen werden sei es durch finanzielle Anreize wie eine flächendeckende Meisterprämie oder auch ganz simpel durch gesellschaftliche Anerkennung. Denn die Tatsache, dass in vielen Familien eine akademische Ausbildung höher geschätzt wird, ist ein Problem für manche Schüler wie für Betriebe. Auf der Karriereleiter hoch hinaus kann es nicht nur für Akademiker gehen.

Mit einer so geringen Arbeitslosenquote haben wir Vollbeschäftigung″, sagt der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit beim Landkreis, Siegfried Averhage. Die Arbeitslosenquote lag im Januar mit 3, 4 Prozent auf dem niedrigsten Wert in diesem Monat. Der Arbeitsmarktexperte erläutert den Aufschwung im Landkreis.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis ist im Dezember mit 3, 1 Prozent auf einen historischen Tiefstand und auch im Januar mit 3, 4 Prozent auf den niedrigsten Wert in diesem Monat gefallen. Würden Sie damit von Vollbeschäftigung sprechen?

Ja, mit so einer geringen Arbeitslosenquote haben wir Vollbeschäftigung. Das ist eine Situation, die wir immer gewollt haben: Arbeitslosigkeit abbauen und dafür Sorge tragen, dass möglichst wenig Menschen von Lohnersatzleistungen abhängig sind. Jetzt geht es darum, die verbleibenden Personen auch in Arbeit zu bringen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um das sicherzustellen. Auf der anderen Seite haben wir als Folge dieser Entwicklung auch die Situation, dass Unternehmen auf Ausschreibungen weniger Bewerbungen erhalten. Viele reden vom Fachkräftemangel, einige auch vom Arbeitskräftemangel. Der Fachkräftemangel gilt aber nicht für alle Branchen. Bei einigen tut es schon weh, bei anderen vielleicht aber auch noch nicht weh genug. Viele sind sich der Situation auch noch nicht bewusst und glauben, das wird schon wieder. Unternehmer müssen aber mehr tun, um die vakanten Stellen zu besetzen. Wir müssen vielleicht über ganz neue Ideen und Vorgehensweisen nachdenken.

Was hat zur Vollbeschäftigung geführt?

Die gute wirtschaftliche Situation, die schon einige Jahre anhält. Die Arbeitsmarktakteure machen eine gute Integrations- und Eingliederungsarbeit. Die Maßarbeit als Teil unseres Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit ist einer dieser Akteure. Wir vermitteln nach wie vor erfolgreich. Wir sind dabei eine der ganz wenigen Kommunen, die Langzeitarbeitslosigkeit weiter abbaut. Meistens liest man, dass das nicht geht, aber wir beweisen, dass es geht. Wir haben eine gesunde Mischung von guter Eingliederungs- und Zielgruppenarbeit. Hinzu kommen die vielen Unternehmen, die sich gut entwickeln und großen Bedarf haben. Wir arbeiten daran, diesen Bedarf zu decken auch durch schwierig zu vermittelnde Langzeitarbeitslose. Unterm Strich gibt es im Landkreis immer noch mehr als 5000 Menschen, die theoretisch vermittelbar sind. Wir werden daran arbeiten, diese Zahl weiter zu reduzieren.

Können Sie anschaulich beschreiben, wie sich die Situation verändert hat?

Früher hatten wir acht Prozent Arbeitslosigkeit, und Arbeitgeber konnten aus einer Vielzahl von Bewerbungen die Besten rauspicken. Der Nordkreis war vor 20 Jahren das Sorgenkind schlechthin. Heute gehört die Arbeitslosenquote dort zu den geringsten im Landkreis. Und heute kommen auf dem Arbeitsmarkt Personen zum Zuge, die damals vielleicht keine Chance gehabt hätten, weil eben das Arbeitskräfteangebot nicht mehr so groß ist. Es zeigt sich aber, dass auch diese Arbeitnehmer zu Recht eingestellt wurden, weil sie Leistung bringen. Die Überlegung geht in die andere Richtung. Abiturienten werden in bestimmten Berufen lieber nicht eingestellt, weil sie oft nach der Ausbildung noch studieren möchten, obwohl das Unternehmen sich eine langfristigere Bindung an den Betrieb wünscht. Daher sollte man einen etwas anderen Blick auf die Bewerber haben. Wenn jemand kein Abitur hat, ist er vielleicht geeigneter als jemand mit einem tollen Abi-Durchschnitt.

Wird die Arbeitslosenquote unter 3 Prozent sinken?

Ich glaube, wir kommen noch unter 3 Prozent das ist auf jeden Fall unser Ziel. Wichtig ist, dass wir uns auch den schwierigeren Zielgruppen zuwenden. Da müssen alle mitmachen und ich glaube, da ist noch ganz viel Potenzial. Das Flüchtlingsthema müssen wir weiterentwickeln, aber auch die Erhöhung der Frauenbeschäftigung ist wichtig. Das ist sicher nicht die Kurzstrecke, sondern der Marathon. Aber ich glaube, es lohnt sich und wird sich positiv auswirken. Sicherlich werden wir auch weitere Modelle ausprobieren müssen, um im Ausland Fachkräfte zu akquirieren.

Warum sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis zum Vorjahresmonat, während sie in der Stadt Osnabrück anstieg?

In einem städtischen Gebiet gibt es eine grundsätzlich andere Situation. Ob in Osnabrück, Oldenburg oder Hannover, die Arbeitslosenquoten ist dort immer höher als im Umland. In der Regel gibt es auch eine andere Struktur bei den Arbeitslosen. Im Bereich der Eingliederung im Landkreis, also im von Frau Ostendorf verantworteten Maßarbeit-Bereich, gehen die Kolleginnen und Kollegen sehr differenziert an die Zielgruppen heran. Besonders zugeordnetes Personal widmet sich etwa Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Wir schauen immer sehr genau hin, differenzieren, was das Vermittlungshemmnis bei jeder einzelnen Person ist, und gehen das dann sehr zielgerichtet an. Wir schauen einzelfallbezogen, was die arbeitslose Person braucht, und setzen das dann auch um.

Wie hat die Maßarbeit dazu beigetragen, die Arbeitslosenquote zu senken?

Wir haben sehr viel Erfahrung mit Langzeitarbeitslosen gesammelt, deren berufliche Integration nicht ganz so einfach ist. Das hat sich bewährt.

Warum verdienen immer mehr Menschen zu ihrem ersten Job etwas hinzu?

Es gibt auf jeden Fall zu viele Menschen, die mit ihrem regulären Verdienst nicht über die Runden kommen. Doch auch hier lohnt eine differenzierte Betrachtung: Denn wenn die Zahl der Minijobs oder 450-Euro-Jobs ansteigt, darf man das nicht automatisch damit gleichsetzen, dass alle diese Personen oder Familien arm sind. Viele Rentner machen 450-Euro-Jobs, weil sie noch unglaublich fit sind und das einfach auch gerne zusätzlich tun. Sie sagen: Es ist zeitlich begrenzt, und ich bekomme zusätzliches Geld in meine Kasse oder in die Familienkasse.

Das Interview in voller Länge lesen Sie im Internet auf noz.de/ osnabrueck

Bildtext:
Die Wirtschaft im Landkreis boomt und führte im Dezember zur Rekordbeschäftigung im Osnabrücker Land. Woran das liegt, erklärt der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit beim Landkreis, Siegfried Averhage.
Foto:
Michael Gründel

Osnabrück. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück Emsland Grafschaft Bentheim prognostiziert auf Basis der Geschäftserwartungen der Unternehmen, dass in diesem Jahr 10 000 Arbeitsplätze im IHK-Bezirk entstehen werden. IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf warnt davor, dass die zusätzliche Nachfrage nach Arbeitskräften den Fachkräftemangel weiter verschärfen wird. Dabei stellt Graf heraus: Laut IHK-Konjunkturumfrage ist der Fachkräftemangel mittlerweile mit Abstand das Konjunkturrisiko Nummer 1 in der Region.″ Bereits im vergangenen Jahr sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im IHK-Bezirk um rund 10 000 Personen angestiegen. Mit Ausnahme des Arbeitsagenturbezirkes der Stadt Osnabrück hätten die Arbeitslosenquoten in den Teilregionen des IHK-Bezirks durchgängig zwischen zwei und drei Prozent gelegen.

Ab welchem Niveau der Arbeitslosigkeit dabei von Vollbeschäftigung″ gesprochen werden könne, sei eine Frage der Definition. Ähnlich wie der Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit im Landkreis, Siegfried Averhage, sah auch etwa der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) Vollbeschäftigung bei einer Sockelarbeitslosigkeit von drei bis vier Prozent als erreicht an.

IHK-Hauptgeschäftsführer Graf weist darauf hin, dass es noch eine sogenannte Unterbeschäftigungsquote gibt. In Stadt und Landkreis Osnabrück liegt diese aktuell bei 6, 4 Prozent. Darunter versteht man zuzüglich zur offiziellen Arbeitslosenzahl etwa Arbeitslose in Beschäftigungsmaßnahmen und arbeitsunfähig Erkrankte. Im Landkreis Osnabrück sank aber nicht nur die Arbeitslosenzahl, sondern auch die Unterbeschäftigung. So lag die Unterbeschäftigung im Januar 2014 bei 10 979 Personen, während 8307 Personen davon offiziell als arbeitslos galten. Zum Vergleich: In diesem Januar gab es nur noch 6809 Arbeitslose im Landkreis, und auch die Unterbeschäftigung sank auf 9341 Personen. Graf würde von Vollbeschäftigung im Landkreis sprechen, wenn auch etwa die Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten.

Die Chefin der Arbeitsagentur Osnabrück, Christiane Fern, verweist darauf, dass es im Landkreis nur etwa halb so viele offene Stellen wie arbeitslose Menschen gebe. Somit sieht sie Vollbeschäftigung nicht erreicht. Hinzu komme, dass ein Drittel der gemeldeten Arbeitslosen langzeitarbeitslos sei. Fern analysiert: Die Arbeitslosigkeit in unserer Region ist vorwiegend strukturell geprägt. Wir haben zwar sehr viele offene Stellen, allerdings passen diese insbesondere bei Merkmalen wie Beruf und Qualifikationsniveau oft nicht zu unseren Arbeitslosen.″ Gerade eine fehlende Berufsausbildung bilde heutzutage ein eklatantes Arbeitslosigkeitsrisiko.

Man dürfe auch nicht vergessen, dass nicht alle, die eine Arbeit aufnehmen wollen, arbeitslos gemeldet sind. Zu dieser stillen Reserve″ zählt Fern vor allem Frauen, die nach einer Auszeit zugunsten der Familie oder einer Pflegephase wieder arbeiten möchten, aber auch diejenigen, die derzeit an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen. Auch diese beiden Personengruppen müsse man bei der Bewertung berücksichtigen. Fern regt zudem an, im Landkreis weitere Flächen für große Neuansiedlungen zu schaffen, was in der Stadt wegen des begrenzten Platzes schwierig sei.

Kommentar
Potenzial ausschöpfen

Wenn in diesem Jahr noch 10 000 zusätzliche Arbeitskräfte in der Region benötigt werden, dann wird die Arbeitslosenquote weiter sinken, und das Problem des Fachkräftemangels wird sich weiter verschärfen. Das ist die Krux, wenn im Kreis Vollbeschäftigung je nach Definition ganz oder fast erreicht ist.

Insofern ist es in gewisser Hinsicht auch von Vorteil, wenn die Arbeitslosenquote in der Stadt bei 7, 6 Prozent liegt und Osnabrück noch weit von der Vollbeschäftigung entfernt ist. Dieses Arbeitskräftereservoir muss genutzt und das Potenzial noch besser ausgeschöpft werden. Langzeitarbeitslose und die relativ große Gruppe an arbeitssuchenden Migranten in der Stadt muss für den Bedarf auf dem Arbeitsmarkt weiterqualifiziert werden. Zudem bedarf es flexiblerer Arbeitszeitmodelle, um Frauen bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu verschaffen.

Osnabrück. Die Arbeitslosenquote in Stadt und Landkreis Osnabrück ist mit 4, 7 Prozent im Januar auf den historisch niedrigsten Wert in diesem Monat gefallen. Weil im Winter witterungsbedingt viele Menschen ihren Job verlieren, ist die Arbeitslosenquote in der Region im Vergleich zum Dezember nach Angaben der Arbeitsagentur zwar um 0, 3 Prozentpunkte gestiegen. Wie stark der wirtschaftliche Aufschwung ist, zeigt jedoch der Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt 743 Menschen weniger waren zum Januar 2017 gemeldet. Somit sank die Arbeitslosenquote in der Region zum Vorjahreswert um 0, 4 Prozentpunkte.

Vom saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Dezember sind vor allem Tätigkeiten in Außenberufen wie beim Bau, in Gärtnereien oder der Landwirtschaft betroffen. Hintergrund ist, dass sich Betriebe in diesen Branchen über den Winter von einem Teil ihrer Beschäftigten trennen. Aus diesem Grund waren nach Angaben der Leiterin der Arbeitsagentur Osnabrück, Christiane Fern, zuletzt allein 603 Männer mehr arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Sie prognostizierte jedoch, dass die Zahl der Arbeitslosen wegen der guten Konjunktur in den kommenden Monaten wieder sinken wird. Das größte Problem sieht sie in der Langzeitarbeitslosigkeit, die trotz der exzellenten Wirtschaftslage″ in Stadt und Landkreis Osnabrück immer noch recht verfestigt sei und bei rund 5000 Personen in der Region (knapp 2800 davon in Osnabrück) stagniert. Dies zu ändern wird unsere große Aufgabe in diesem Jahr und auch in den kommenden Jahren sein″, betonte Fern.

Von 13 897 Arbeitslosen waren 7088 in der Stadt und 6809 im Landkreis arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote in der Stadt lag mit 7, 6 Prozent um 0, 3 Prozentpunkte niedriger als noch im Januar 2017. Im Landkreis blieb die Arbeitslosenquote mit 3, 4 Prozent um 0, 4 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau.

Arbeitslose in Beschäftigungsmaßnahmen oder arbeitsunfähig Erkrankte werden in der Arbeitslosenzahl nicht mitgerechnet. Wenn man diese Personengruppe zu den 13 897 Arbeitslosen hinzurechnet, waren im Januar insgesamt 18 987 Personen ohne Job. Insgesamt war aber auch diese sogenannte Unterbeschäftigungsquote um 0, 5 Prozentpunkte geringer als im Januar 2017.
Autor:
Jean-Charles Fays, Nina Kallmeier, pm


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