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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jahreswechsel im Tabellenkeller
Zwischenüberschrift:
Fritz Wolfs Neujahrswünsche 2001 für den VfL Osnabrück und den SV Meppen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Fritz Wolfs zeichnerische Wünsche und Perspektiven zum neuen Jahr waren lange eine feste Größe in den Silvesterausgaben der Neuen Osnabrücker Zeitung″ und ihrer Regionalausgaben: Zum Jahresende 2000 sinnierte der Karikaturist: Für 2001 wollen wir hoffen, dass der VfL Osnabrück und der SV Meppen doch noch den Weg aus dem Tabellenkeller finden . . .″

Osnabrück. Ein legendärer Elfmeter-Krimi im Aufstiegsspiel gegen Union Berlin hatte den VfL Osnabrück in der Saison 2000/ 01 zurück in die Zweite Fußball-Bundesliga geführt und die lila-weiße Fangemeinde in einen Freudentaumel versetzt.

Allerdings lag das Team nach dem letzten Spiel des Jahres 2000 trotz eines 1: 0-Heimsieges gegen Arminia Bielefeld auf dem 17. und damit vorletzten Tabellenplatz. Am 15. Dezember hatte Wolfgang Schütte bei Freitagabend-Flutlichtatmosphäre den Siegtreffer in der 59. Minute erzielt.

Fritz Wolfs Neujahrs-Hoffnungen schienen zunächst tatsächlich in Erfüllung zu gehen, denn der VfL hielt am 26. Januar 2001 ein torloses Unentschieden beim späteren Aufsteiger Borussia Mönchengladbach. Tabellenletzter war zu diesem Zeitpunkt der Chemnitzer FC, den der VfL morgen um 19 Uhr zum Drittliga-Kellerduell 17. gegen 18.″ empfängt.

Der regionale VfL-Konkurrent SV Meppen war um die Jahrtausendwende nach einem sportlichen Niedergang in die viertklassige Oberliga Niedersachsen-Bremen durchgereicht worden. Zwar beendeten die Blau-Weißen die Saison als Tabellenelfter, doch der ehemals so stolze Zweitligist wurde dabei von Eintracht Nordhorn auf Rang 5 überflügelt. Die Insolvenz machte 2001 zudem zu einem besonders bitteren Jahr der Vereinsgeschichte.

Inzwischen spielen nicht nur die Meppener und Osnabrücker wieder in derselben Liga, sondern ihr neuer Konkurrent, die Sportfreunde Lotte, könnte die Wolf′sche Zeichnung angesichts seines blau-weißen Erscheinungsbildes ebenfalls für sich reklamieren. Immerhin achtete der Karikaturist wiederholt darauf, dass der SV Meppen und der VfL Osnabrück in seinen Bilderfolgen zum neuen Jahr in der NOZ-Gesamtausgabe gleichberechtigt gewürdigt wurden.

Am Ende der Saison 2000/ 01 stieg der VfL wieder in die damals drittklassige Regionalliga Nord ab. In Erinnerung aus dieser Zeit bleiben neben illustren Gegnern auch Spielerlegenden wie Joe Enochs, Daniel Thioune oder Ansgar Brinkmann und vor allem das besagte Aufstiegsspiel vom 1. Juni 2000: Nachdem alle Feldspieler ihre Elfer geschossen hatten, versenkte VfL-Keeper Uwe Brunn zunächst seinen Strafstoß, bevor er den Schuss seines Union-Kollegen Kay Wehner hielt.

Für Fritz Wolf war die Silvester-Zeichnung eine seiner letzten VfL-Karikaturen: Er starb am 23. Dezember 2001 an den Folgen einer Herzoperation.

Zur Person: Hermann Queckenstedt war von November 2014 bis November 2017 Präsident des VfL Osnabrück. Er ist Sprecher des Fritz-Wolf-Kuratoriums und Direktor des Diözesanmuseums.
Autor:
Hermann Queckenstedt


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