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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Waldbauern fordern staatliche Hilfe
Zwischenüberschrift:
„Hier ist auf einen Schlag Ernteholz der nächsten Jahre gefällt worden″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bissendorf/ Hilter. Am 18. Januar fegte Orkantief Friederike″ über die Region hinweg und Zehntausende Bäume wurden umgerissen. In den Wäldern im Osnabrücker Land hat das Aufräumen längst begonnen.

Davon konnte sich Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, bei den Waldschutzgenossenschaften Schledehausen und Osnabrück-Süd ein Bild machen. Friederike″ hatte neben Südniedersachsen besonders das Osnabrücker Land heimgesucht. Experten gehen von einem Schaden von rund 100 000 Kubikmeter Ernteholz in der Region aus. 2007 hatte Orkan Kyrill 450 000 Kubikmeter Holz vernichtet.

Friederike″ hat sich in der Schadenshöhe auf Platz zwei nach Kyrill gesetzt. Dass das Osnabrücker Land mit den Waldflächen im und zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald immer wieder besonders gebeutelt ist, machten die beiden Vorsitzenden der Waldbesitzerverbände, Joachim Kellermann-von Schele und Johannes Meyer zum Alten Borgloh, in einer Mitteilung deutlich.

Die Forstschäden der privaten Waldbauern müssten demnach so schnell wie möglich aufgearbeitet werden, um kein wirtschaftliches Desaster entstehen zu lassen. Zwar sei ein Preiseinbruch (noch) nicht zu erwarten, weil die Verarbeitungsindustrie für ihre Produkte eine gute Nachfrage verzeichnet, doch lange Liegezeiten des Sturmholzes schade der Qualität, machte der Geschäftsführer der Vermarktungsgenossenschaft Nord-West-Holz, Klaus Burke, deutlich.

Norbert Leben forderte angesichts der großen Schäden eine staatliche Hilfe für das Aufarbeiten im Wald: Das ist kein normaler Holzeinschlag.″ Das Sturmtief Friederike″ werde eine Langzeitwirkung haben. Joachim Kellermann-von Schele: Hier ist auf einen Schlag Ernteholz der nächsten Jahre gefällt worden.″ Die meisten Bestände hätten noch zehn bis zwölf Jahre stehen sollen.

Dass Friederike″ neben dem wirtschaftlichen Schaden auch eine emotionale Belastung für die Waldbauern mit sich brachte, machte Kellermann deutlich. An der Schelenburg wurde etwa eine 130 Jahre alte Douglasie umgeweht, die er mehr als 50 Jahre habe wachsen und gedeihen sehen. Andere Waldbauern erinnern die Windwurfflächen auch daran, dass schon Großväter und Väter die Bestände gepflanzt und gepflegt haben.
Autor:
pm


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