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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Arabesque am Reichwein-Platz schließt für immer
Zwischenüberschrift:
Arabisches Restaurant nach fast 21 Jahren Geschichte – Ein alter Bekannter in der Gastro-Szene übernimmt
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Falafel oder Schawarma gefällig? Vor 20 Jahren gab es in Osnabrück nur wenige Lokale, die diese Speisen verkauften. Mit Ausnahme des Arabesque″. Im März 1997 noch in der Seminarstraße als kleiner Imbiss gestartet, war es wohl der Ort, in dem viele Osnabrücker ihre ersten Falafeln gegessen haben.

2003 zog Arabesque″ an die Osterberger Reihe und belebte gegenüber dem Grünen Jäger den Platz um den Kogge-Spielplatz mit arabischem Flair: Bauchtanzabende, Limonade aus frischer Minze und Shisha-Pfeife gab es in den Räumen, die an ein Beduinenzelt erinnerten .

Doch seit gestern sind die Scheiben verhängt, ein Container steht vor der Tür, und die Telefonnummer, die im Impressum der Internetseite des Restaurants steht, ist abgeschaltet. Arabesque″ ist Geschichte. Daran ändert auch nicht, dass an der Eingangstür noch ein Zettel mit den Öffnungszeiten hängt.

Das Restaurant ist zu. Seit dem 1. Februar sind wir nicht mehr drin″, bestätigt die ehemalige Inhaberin Dominique Nagel-Odeh auf Nachfrage unserer Redaktion. Gerüchte, dass man sich auf Catering spezialisieren werde, verneint sie. Tatsächlich ging es schneller, als ich das dachte. Daher haben wir uns auch nicht groß von unseren Gästen und Stammkunden verabschieden können″, bedauert sie. Es ist schade, denn eigentlich wäre , Arabesque′ am 15. März 21 Jahre alt geworden. Wir haben den damals toten Platz belebt, wir wurden mehrere Male für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet.″

Doch das Ende habe sich schon länger abgezeichnet. Die Gründe, so viel verrät Nagel-Odeh, liegen im privaten, aber auch wirtschaftlichen Bereich: Ein Außer-Haus-Verkauf scheiterte 2016 kurz nach Einführung an einem technischen Schaden, der hohe Kosten nach sich zog. Zudem sei 2017 der Stand auf der Maiwoche weggefallen – „ ein wichtiges Standbein für uns, aber wir passten nicht mehr in das Konzept″, so Nagel-Odeh. Das Restaurant selbst sei immer noch gut besucht gewesen, doch mit all den anderen Dingen im Hintergrund musste ich eine Reißleine ziehen″.

Sie ist traurig, denn sie verbindet mit ihrer Zeit als Inhaberin des Arabesque″, das sie zusammen mit ihrem Ex-Mann Amer Odeh betrieben hat, viele gute Erinnerungen: Was wir damals aufgebaut haben, war ganz neu in Osnabrück. So etwas wird es hier nicht mehr geben.″

Einen Nachfolger für die Räume gibt es schon: Neuer Betreiber ist Hendrik Vogelsang, einer der Gründer des Polly Esthers am Domhof. Aktuell plant er das Konzept für seine neue Lokalität.

Bildetxte:
Das arabische Restaurant Arabesque war eine Institution in Osnabrück. Nun ist es geschlossen.
Jetzt wartet ein Container auf das Interieur.
Fotos:
Corinna Berghahn
Autor:
cob


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