User Online: 1 | Timeout: 04:03Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bine hat Glupschaugen
Zwischenüberschrift:
Zweitklässler im Zoo: Sie entdecken Tiere und Sprache
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Heutzutage fehlen Kindern Erfahrungen mit Tieren überhaupt. Wer liest ihnen schon noch was darüber vor? Da sitzen die einfachsten Begriffe nicht″, berichtet Andrea Strunk vom Osnabrücker Zoo. Um dem entgegenzuwirken, besuchen die Zweitklässler der Rosenplatzschule jetzt öfter den Tiergarten.
Oh, süß!″, rufen die Kinder im Chor und beugen sich noch weiter über die Brüstung: Tierpflegerin Anja Unger kniet am Wasserbecken und hält Seehund Bine ihre Hand hin und die gibt Flosse. Zur Belohnung bekommt sie einen Hering. Doch dem siebenjährigen Artan hat ein anderes Kunststück noch besser gefallen, wie er nach der Fütterung erzählt: Als der Seehund Küsschen gegeben hat, das war lustig.″
20 bis 25 Minuten können Seehunde unter Wasser bleiben, ohne Luft zu holen, erklärt Andrea Strunk vom Osnabrücker Zoo den Zweitklässlern. Die drei Seehunde waren die letzte Station für die Rosenplatzschüler. In den eineinhalb Stunden zuvor haben sie Tiere, die bei uns zu Hause sind″, besucht. Unter diesem Motto stand ihr Zoobesuch. So waren sie bei den Wölfen, Uhus, Füchsen, Störchen und Enten und haben viel über diese Tiere gelernt auch sprachlich.
Genau das ist die Absicht, die fünf Osnabrücker Grundschulen und vier Kita-Einrichtungen verfolgen. Seit Anfang des Schuljahres nehmen sie an dem Modellprojekt Vom Wortschatz zum Naturschatz″ teil, das von der Auslandsgesellschaft Deutschland (AgD) und der Niedersächsischen Auslandsgesellschaft (NdsAg) ins Leben gerufen wurde. Die Kinder und zwar nicht nur solche mit Migrationshintergrund sollen so sprachlich gestärkt und für das Thema Natur begeistert werden, erklärt Anja Thieme von der NDsAg in Osnabrück.
Die Wölfe etwa haben gerade gespielt, als die Rosenplatzschüler sie besuchten, erzählt Andrea Strunk vom Zoo. Sind die Tiere aktiv, fordert das die Kinder heraus: Sie kommentieren das, was sie sehen. So lernen sie, sich auszudrücken und neue Begriffe zu verwenden. Jetzt wissen sie etwa, dass der männliche Wolf Rüde heißt, genauso wie bei den Hunden, und im Rudel lebt, dass die männliche Stockente Erpel genannt wird und einen grünen Kopf hat.
Insgesamt drei Zoobesuche sieht das Projekt vor, wovon jeder einzelne unter einem anderen Motto steht. Beim ersten Mal lernte die 2a Tiere aus Afrika kennen, jetzt waren die heimischen Arten an der Reihe, und beim letzten Mal wird es um die Tiere aus dem Film Dschungelbuch gehen.
Der zweite Besuch hat der zehnjährigen Elena am besten gefallen. Und warum? Ich fand die Seehunde am besten, weil die so süße Glupschaugen haben.″ Und ihre Freundin Melissa fügt hinzu: Und weil die coole Tricks gemacht haben.″
Den Tag im Zoo werden die Grundschüler noch gründlich im Unterricht nachbereiten. Wir kriegen Leseaufgaben und schreiben darüber″, schildert die achtjährige Ella. Anders, als man vielleicht glauben würde, macht den Kindern die Nachbereitung aber Spaß. Schließlich geht es um Tiere, die sie selbst gesehen haben. Das ist einfach so spannend″, sagt Ella.

Bildtext:
Kunststücke gegen Heringe: So lautet das einfache Prinzip der Seehund-Dressur, vorgeführt für die Kinder der Rosenplatzschule.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
mac


Anfang der Liste Ende der Liste