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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Carsharing gegen Parkdruck?
Zwischenüberschrift:
Thema im Bürgerforum Darum, Gretesch, Lüstringen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Knapp 40 Interessierte haben am jüngsten Bürgerforums Darum, Gretesch, Lüstringen in der Petrusgemeinde teilgenommen. Im Mittelpunkt standen einmal mehr Verkehrsprobleme und mögliche Lösungsvorschläge.

Unmut entzündete sich an der Frage, warum das geplante Wohnhaus an der Ecke Schledehausener Weg/ Stadtweg nicht mehr Stellplätze haben kann. Statt 36 Parkplätzen für die 32 Wohnungen, brauche es wesentlich mehr, meinte ein Bürger. Frank Otte lehnte das rundweg ab. Laut Plan und gesetzlicher Vorgaben weise das Wohnhaus bereits das zulässige Maximum an Stellplätzen aus. Geparkt werden könne darüber hinaus auch an einigen Stellen in der Umgebung.

Dies sei nicht möglich, meinten andere Bürger, da der Parkdruck dort bereits schon hoch sei. Wo die Leute ihr Zweitauto hinstellen sollten, fragte ein Teilnehmer Otte. Das interessiert mich gar nicht. Wir werden es nicht schaffen, für jedes Haus zwei oder drei Stellplätze einzurichten.″

Eine Lösung könnte die Weiterentwicklung des Carsharing-Modells sein, das im Bürgerforum vorgestellt wurde. Konkret geht es in Lüstringen um die Standortsuche für ein Miet-Kfz der Firma Stadtteilauto. Reduzierung des ruhenden Verkehrs und Alternative für Leute, die nur wenig Auto fahren das könnte die Etablierung eines Carsharing-Modells im Stadtteil bringen, so eine Bürgerin. Als mögliche Standorte schlug sie den Parkplatz der Petrusgemeinde, die katholische Kirchengemeinde oder den Engel-Laden vor.

Ralf Enger von Stadtteilauto schilderte den aktuellen Stand. Über 3000 Menschen nutzten derzeit die 85 Autos. Carsharing lohne sich nicht für Leute, die täglich ihr Auto nutzen. Das Modell rechne sich aber für diejenigen, die bis zu 6000 bis 8000 Kilometer pro Jahr fahren würden, so Enger. Damit ein Stadtteilauto im Ortsteil stehen könnte, brauche es mindestens 15 bis 20 regelmäßige Nutzer. Für die Flotte vom Kleinwagen bis zum Transporter werbe die Firma händeringend um Standorte″.

Stadtvorstand Frank Otte berichtete von seinem jüngsten Gespräch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister. Demnach bat Otte um die schnellstmögliche Inkraftsetzung einer Durchführungsverordnung, die es Autos auf Basis des Carsharingmodells erlaube, auch an Landes- und Kreisstraßen Standorte zu finden.

Ein weiteres Thema war der Haseuferweg. Erste Gespräche über dessen Weiterführung seien bereits mit der Gemeinde Bissendorf geführt worden, gab Otte bekannt. Konkrete Zeitpläne gebe es aber noch nicht. Zudem ist der Weg seit Monaten überschwemmt. Gebastelt″ werde zum einen an den Messfühlern. Zum anderen führe Starkregen dazu, dass die Warnlampe schon anspringt, obwohl im Teilbereich an der Brücke nur zehn Zentimeter Wasser stehen, räumte Otte ein. Man hoffe, bis zum Frühjahr eine Lösung zu bekommen.
Autor:
steb


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