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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
In Riga ermordet
Zwischenüberschrift:
„Stolpersteine″ in Osnabrück: Die Jüdin Frieda Lieblich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Stolperstein in der Uhlandstraße erinnert an das Leben der Jüdin Frieda Lieblich. Sie war die Tante von Ewald Aul, des ehemaligen Vorstehers der Jüdischen Gemeinde in Osnabrück.
Angehörige des jüdischen Glaubens waren die Hauptleidtragenden der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten. Wie in anderen Städten wurden sie auch in Osnabrück diffamiert, dann aus dem öffentlichen Leben entfernt und schließlich in die Konzentrationslager deportiert.
Frieda Lieblich, die am 15. April 1886 in Lübbecke geboren wurde, kümmerte sich nach dem Tod der Großeltern von Ewald Aul ab 1940 um den Jungen. Ein Jahr später, im Mai, wurde sie mit anderen zusammen in das damals sogenannte Judenhaus″ in der Heger Straße 24 eingewiesen.
Das Haus und die unsäglichen Bedingungen, unter denen die dort internierten Menschen leben mussten, ist eindrucksvoll von Martina Sellmayer und Peter Junk in dem Band Stationen auf dem Weg nach Auschwitz″ beschrieben worden. Im Dezember desselben Jahres wurde Frieda Lieblich mit anderen Osnabrücker Juden nach Riga ins dortige Ghetto deportiert. Im Zuge der Aktion Dünamünde ist sie im Februar oder März 1942 ermordet worden. Bei diesen Massakern wurden alte und nicht arbeitsfähige Juden unter dem Vorwand, sie für leichtere Arbeiten in eine Fabrik nach Dünamünde zu schaffen, in einen Wald vor den Toren Rigas transportiert, wo sie ermordet und in Massengräbern verscharrt wurden.
Angela Müllenbach-Michel ist die Patin des Stolpersteins für Frieda Lieblich. Durch meine Zusammenarbeit mit Ewald Aul habe ich mich in der Pflicht gesehen, Näheres über sie in Erfahrung zu bringen und sie vor dem Vergessen zu bewahren″, erklärte die ehemalige evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Osnabrück.

Bildtext:
Vor dem Haus Uhlandstraße 2a erinnert ein Stolperstein″ an das Schicksal von Frieda Lieblich.
Ein Porträtfoto von Frieda Lieblich.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
iza


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