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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Richtfest im Familienzentrum Eversburg
Zwischenüberschrift:
Großküche für 120 Mahlzeiten soll Provisorium mit Haushaltsherd beenden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kindern gehn . . .″ – mit diesem Lied revanchierten sich die jungen Bewohner des Evangelischen Familienzentrums Eversburg bei Polier Boris Kaller für dessen launigen Richtspruch. Ein Spaß für die Kinder war es auch, als Kaller, der alten Tradition folgend, sein Schnapsglas zerschlug, damit die Scherben Glück bringen mögen.

Rund 1, 4 Millionen Euro wird der Bauabschnitt voraussichtlich kosten. Nach dem Neubau 2003 und der Einrichtung der Krippe 2013 steht seit 2017 die Sanierung des Altbaus und eine Verbindung zwischen den Gebäuden auf dem Programm. Bauen im Bestand: Da ist man nie vor Überraschungen sicher″, weiß Architektin Astrid Hockemeyer-Stahlhut, hinter jeder Ecke lauert etwas Neues.″ Nichts sei wie in den Bestandsplänen beschrieben gewesen, und so mussten etwa doppelte Decken abgerissen und tonnenweise zusätzlicher Schutt abtransportiert werden. Außerdem waren viele Leitungen unterirdisch in nicht mehr zugänglichen Schächten verlegt worden. All das habe man jetzt erneuert. Hinzu kam eine energetische Sanierung. Pastor Hans Hartmann von der Gemeinde St. Michaelis hofft, dass die nächsten 30 Jahre Ruhe herrscht.

Das Richtfest war eigentlich bereits für den ersten Advent geplant, und der Richtkranz deshalb ein kleiner Tannenbaum. Zwischenzeitlich hatte der zwar eine andere Verwendung gefunden, sich aber dennoch gut gehalten.

Im Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann stehen nicht nur ein Mehrzweckraum und ein Mitarbeiterraum zur Verfügung, sondern auch eine Großküche. Bislang muss das Mittagessen für 80 Kinder in einer normalen Haushaltsküche auf einem Vier-Platten-Herd zubereitet werden. Solche Provisorien sollen dann der Vergangenheit angehören. Die jetzigen Zustände seien auf den Schultern der Mitarbeiter ausgetragen worden″, räumte Hartmann ein.

Wie überall spürt auch Anne Grosenick, die Leiterin des Familienzentrums, den Trend Richtung Ganztagsbetreuung″. Die neue Küche ist bereits auf 120 Kindermahlzeiten ausgelegt, auch wenn durch den neuen Bauabschnitt keine zusätzlichen Plätze entstehen. Insgesamt, so Grosenick, hat sich die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen mehr als verdoppelt. Für acht Krippenplätze gebe es derzeit 50 Anmeldungen. Weil oftmals die ganze Lebensplanung davon abhänge, ob die Kinder untergebracht werden können, sei es für sie gruselig″, Familien absagen zu müssen.

Grosenick leitet ein Team von 30 Mitarbeitern für 155 Kinder. Viele von ihnen haben Fluchterfahrungen″, so Grosenick, oder sie stammen aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird. Im Chor fiel das beim Richtfest nicht auf. Bis zur letzten Strophe waren alle konzentriert dabei. Danach gab es, dem Anlass entsprechend, selbst gebackene Haus-Kekse für die Kleinen und belegte Brötchen für die Handwerker.

Bildtext:
Ein kleiner Tannenbaum diente als Richtkranz obwohl die Christbäume bereits aus den meisten Haushalten verschwunden sind. Der Grund: Das Richtfest sollte eigentlich am ersten Advent stattfinden.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
awen


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