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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sammeln, einfrieren, vermehren
Zwischenüberschrift:
UN-Dekade Biologische Vielfalt zeichnet Osnabrücker Uni-Projekt zum Wildpflanzenschutz aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ob Arnika, Sumpf-Enzian oder Breitblättriges Knabenkraut: Das vom Botanischen Garten der Uni Osnabrück geleitete Projekt Wildpflanzenschutz Deutschland″ (Wips-De) hilft, die genetische Vielfalt von 15 gefährdeten Arten zu sichern. Dafür wird es jetzt von der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit stark ab. Um diesen überwiegend durch menschliches Handeln bedingten Rückgang aufzuhalten, haben die Vereinten Nationen das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. In Deutschland findet dazu ein Wettbewerb statt, der vorbildliche Anstrengungen zum Erhalt der Biodiversität würdigt darunter nun auch das Projekt Wildpflanzenschutz Deutschland″.

15 seltene Arten im Fokus

Seit über vier Jahren ist der Botanische Garten der Universität Osnabrück federführend daran beteiligt. Im Fokus stehen 15 seltene Pflanzenarten, die hauptsächlich in Deutschland vorkommen und für die deshalb national eine besondere Verantwortung besteht. Die Heilpflanze Arnika, inzwischen in weiten Teilen im Tiefland ausgestorben, gehört dazu. Ebenso der Sumpf-Enzian und das Breitblättrige Knabenkraut, eine Orchidee.

Wie die Uni Osnabrück mitteilt, sei es dank Wips-De gelungen, bundesweit Samen und Sporen von über 1300 schützenswerten Pflanzenpopulationen zu sammeln und in Saatgut-Genbanken einzufrieren. Weiterhin konnten über 100 Erhaltungs- und Vermehrungskulturen angelegt und über 50 Wiederansiedlungen vorgenommen werden. Ein Erfolg, den Sabine Zachgo als Direktorin des Botanischen Gartens Osnabrück und Projektleiterin so zusammenfasst: Wips-De trägt dazu bei, die genetische Vielfalt von wild lebenden Arten und den Schutz regionaler Anpassungen von Populationen zu erhalten.″ Ähnlich äußert sich laut Mitteilung die Jury des Wettbewerbs: Biologische Vielfalt zu schützen bedeute nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es gehe auch darum, die Grundlagen des Überlebens von uns allen″ zu sichern.

Kartierung per App

Bei Wips-De setzt man dabei übrigens auf moderne Technik und die Hilfe vieler. So wurde für das Projekt eine Smartphone-App entwickelt, mit der verschollene und bedrohte Wuchsorte der ausgewählten Wildpflanzen schnell und einfach von unterwegs erfasst sowie näher bestimmt werden können. Bislang machen vor allem die beteiligten Forscher von der Anwendung Gebrauch. Wips2Go″ steht aber grundsätzlich auch fachkundigen Hobbybotanikern zur Verfügung. Sie können das Programm mitsamt der Zugangsdaten beim Botanischen Garten der Uni Osnabrück anfordern. Ansprechpartner ist der wissenschaftliche Mitarbeiter Peter Borgmann, Telefon 0541/ 9 69-27 01, E-Mail borgmann@ biologie.uni-osnabrueck.de.

Die Auszeichnung von Wildpflanzenschutz Deutschland″ als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt findet statt am Donnerstag, 25. Januar, um 19 Uhr im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens. Vorgenommen wird sie von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Bildtext:
Die Heilpflanze Arnika ist in Deutschland vom Aussterben bedroht.
Foto:
Uni Osnabrück
Autor:
fteb


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