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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Tiervermessung im Osnabrücker Zoo
 
Volkszählung im Zoo
Zwischenüberschrift:
Jahresinventur: Wie Tierpfleger Fische und Ameisen erfassen
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Wenn die Inventur ansteht im Osnabrücker Zoo, zücken die Tierpfleger auch den Zollstock. Gestern vermaßen Andreas Wulftange und Cathi George die Seehunde der Länge nach. Anfang des Jahres werden im Zoo wie in einem Unternehmen auch die Bewohner gewogen, gemessen, gezählt was bei Ameisen und Fischen nicht immer ganz einfach ist. Ameisen werden nur jeweils als Volk registriert, von Fischschwärmen machen die Tierpfleger Fotos und zählen dann in Ruhe. Am Ende des Tages ergab die Volkszählung einen Bestand von 2656 Tieren, 404 weniger als vor einem Jahr. Seehundbaby Fenja (im Vordergrund) ist übrigens exakt 1, 22 Meter lang.
Foto: David Ebener

2656 Tiere und 298 unterschiedliche Tierarten 22 mehr als im Vorjahr: Auch der Osnabrücker Zoo macht Inventur. Nur Ameisen werden nicht einzeln gezählt.

Osnabrück. Wie in allen Betrieben steht im Zoo Osnabrück zum Jahreswechsel eine Bestandsaufnahme an. Die Zählung der Tiere dient dem Abgleich mit eigenen Untersuchungen und Aufzeichnungen, die ohnehin das ganze Jahr über durchgeführt werden. Die Zahlen werden aber auch Veterinärämtern und Naturschutzbehörden weitervermittelt, damit diese sich einen Überblick über die Entwicklung und den Stand der Dinge verschaffen könnten, erklärt der Biologe Andreas Wulftange als wissenschaftlicher Koordinator der alljährlichen großen Volkszählung″.

Auf tierischen Widerstand treffen die beteiligten Zoomitarbeiter zwar nicht, aber bei manchen Bewohnern ist es gar nicht so einfach, sie zu zählen. Großtiere wie Löwen, Elefanten und Giraffen sind leicht zu erfassen, bei einem bunten Haufen Vögel, die wild durcheinanderfliegen, ist das Zählen schon weitaus schwieriger. Mehrere Augenpaare müssen sich um den Außenbereich einer Voliere herum verteilen, um Art für Art so lange durchzuzählen, bis die Ergebnisse übereinstimmen. Kleinsttiere wie Ameisen Hummeln, Heuschrecken oder andere Insekten werden nicht einzeln gezählt, sondern zu jeweils einem Volk″ zusammengefasst. Fischschwärme werden mitunter abfotografiert, um sie besser zählen zu können. Die ungefähre Zahl kleinerer Schwarmfische könne man aber nur durch Schätzen oder Hochrechnen ermitteln, da viele von ihnen sich einfach zu schnell bewegen und es zudem viele Verstecke″ gibt, sagt Wulftange.

Die im Vergleich zum Vorjahr etwas größere Artenvielfalt ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Populationen im umgestalteten Aquarium umsortiert worden sind. In das Malawi-Becken sind zum Beispiel neue Barscharten eingezogen. Aber auch buchstäblich große freudige Ereignisse haben im vergangenen Jahr für Zuwachs gesorgt. Nicht nur die beiden asiatischen Elefantenkühe Douanita und Sita etwa, die aus Prag nach Osnabrück übersiedelt wurden, haben sich über Minh-Tan gefreut, den ersten eigenen Elefantennachwuchs im Osnabrücker Zoo überhaupt. Eigene Babys gab es auch bei den Seehunden in Form von Weibchen Fenja, das inzwischen ein halbes Jahr alt ist, bei den Flachlandtapiren, den Polarfüchsen und den Rothaubenturakos, einer afrikanischen Vogelart, der im Rahmen des Europäischen Arterhaltungsprogramms vier seltene weibliche Exemplare geschenkt worden sind. Auch die Nachzucht der erstmals als gefährdet eingestuften Schnee-Eule ist gelungen. In die neue Nordamerika-Tierwelt Manitoba, die in diesem Jahr komplett eröffnet wird, sind zudem Schwarzbären, Waldbisons und Hudson-Bay-Wölfe eingezogen.

Bildergalerie auf www.noz.de

Bildtexte:
Wie viele Rote Sichler sind in einer Voliere? Tierpfleger Andreas Wulftange und Cathi George müssen beim Zählen hoch konzentriert sein.
Ein Königspython wird gewogen.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Matthias Liedtke


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