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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schleichfahrt durch die Innenstadt
 
Sonnig warm
 
Photovoltaik: Effektiv und ohne Risiko
 
Drei Fragen So einfach wie das Haus vom Nikolaus
Zwischenüberschrift:
Hybridautos rollen im Elektrobetrieb nahezu lautlos – Fahrerinnen schätzen das leise Dahingleiten
 
Duschen mit Solarenergie
 
Sonnenstrom: In Norddeutschland immer mehr im Kommen
Artikel:
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Originaltext:
Umweltschonend Auto fahren kann auch Spaß machen. Der Lexus GS 450h fährt lautlos durch die Innenstadt, und ein Fußgänger springt überrascht zur Seite, da er den Wagen erst nicht gehört hat.
Die Hybridtechnologie, eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor, ermöglicht, die Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2 ) zu reduzieren, und bietet gleichzeitig ein außergewöhnliches Fahrgefühl. Offenbar erkennen dies immer mehr Menschen: Allein Toyota hat bereits über eine Million Autos dieser Art produziert Tendenz steigend, wie Peter Wand vom Autohaus Weller auf der Energiemesse in Osnabrück am Samstag berichtete. Der Vorteil bei Hybridantrieben liegt darin, dass die Energie beider Motoren effizienter genutzt wird″, so Wand. Beispielsweise wird die Bremsenergie zurückgewonnen, wodurch sich die Batterie des Wagens auflädt, die den Elektromotor antreibt. Der Verbrennungsmotor schaltet sich ein, um die Batterie zu entlasten oder beim starken Beschleunigen.
Im Laufe der letzten Jahre hat sich diese Technologie in vielen Bereichen weiterentwickelt. So wird zum Beispiel nicht nur der Aspekt der Umweltfreundlichkeit berücksichtigt, sondern es werden auch Komfort und Fahrleistung großgeschrieben. Allerdings soll nach Meinung von Toyota die Leistung des Elektromotors weiter verbessert werden. Ziel ist es, bis zu 50 Kilometer weit ohne Zuschaltung des Verbrennungsmotors fahren zu können. Dies würde bedeuten, dass die meisten Arbeitnehmer ohne CO2 - Emissionen zum Arbeitsplatz gelangen könnten. Derzeit reicht die Batterie für fünf Kilometer.
Die Hybridtechnologie ist nicht neu: Ferdinand Porsche entwickelte vor rund 100 Jahren das erste Auto mit einem solchen Antrieb, der sich aber damals nicht durchsetzte. Später wurde die Idee wieder aufgegriffen. Preislich unterscheiden sich die Hybridmodelle kaum von herkömmlichen Autos. Die Preisdifferenz könne durch die Einsparung von Benzinkosten ausgeglichen werden.
Umweltschonend Auto fahren kann nicht nur Spaß machen, sondern auch süchtig. Es soll Leute geben, die nach einer Hybrid-Probefahrt gar nicht mehr aussteigen wollen

Bildtext:
Der Motorraum eines Hybrid-Autos: Probefahrerinnen schauen etwas skeptisch unter die Haube. Die dicht gepackten Bauteile haben Ähnlichkeit mit dem, was in einem konventionellen Pkw zu sehen ist.
Foto:
Jörg Martens

Das Auto von morgen

Die Hybridautos sind ein guter Schritt in Richtung Ressourcenschonung und Verringerung der globalen Klimaerwärmung.
Die zukünftigen Autos mit Hybridantrieb werden nicht mehr die normale Länge und dadurch eine geringere Sitzplatzanzahl haben. Durch diese Verkleinerung wird der CO2 - Ausstoß dieser Modelle zwar verringert.
Dies ist allerdings nicht sehr familientauglich. Aber da ohnehin durchschnittlich nur 1, 3 Personen in Pkw fahren, ist es nachvollziehbar, dass die Hersteller jetzt kleinere Autos produzieren wollen.
Auch bei dem Preis für ein Hybrid-Fahrzeug gibt es kaum einen Unterschied zu den Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb. Zwar ist der Wagen minimal teurer, allerdings zahlt es sich bei den steigenden Benzinpreisen bald aus, da der Benzinverbrauch um bis zur Hälfte sinken kann.

Osnabrück. Sonnenkollektoren sind eine Verbesserung der Warmwassererzeugung und Heizung, meinte Michael Bergmeyer von OS-Solar auf der Energiemesse in Osnabrück am Wochenende. Durch die Nutzung von Sonnenenergie werde der umweltschädliche CO2 - Ausstoß stark gesenkt. Sonnenkollektoren produzieren im Jahr durchschnittlich 60 Prozent der für die Warmwassererzeugung im Haushalt benötigen Energie. Mit heizungsunterstützenden Anlagen ließen sich bis zu 35 Prozent der Heizkosten sparen. Bei der Anschaffung einer durch Sonnenkollektoren unterstützten Heizung oder Warmwasserversorgung bekommt man vom Staat Zuschüsse.
Bei den Sonnenkollektoren unterscheidet man zwischen sogenannten Flachkollektoren und den Röhrenkollektoren. Röhrenkollektoren seien effizienter, allerdings auch etwas teurer als die Flachkollektoren. Die brauchen für gleiche Leistung mehr Fläche. Die Röhrenkollektoren können die aus dem Sonnenlicht gewonnene Wärme durch das Vakuum in den Glasröhren besser speichern und weiterleiten als die Flachkollektoren.
Röhrenkollektoren seien pro Quadratmeter um 30 Prozent effektiver als Flachkollektoren, hätten aber eine geringere Lebensdauer, da das Vakuum langsam entweiche, erläuterte Reiner Goldlücke von der Firma Viessmann bei der Energiemesse den Unterschied der beiden Techniken.
Die Kollektoren könnten fast überall montiert werden, es sollte aber beachtet werden, dass die Wärmesammler möglichst nach Süden ausgerichtet sein müssten. So sei am meisten Energie zu gewinnen.
In Jahreszeiten mit weniger Sonneneinstrahlung decke die gewonnene Sonnenenergie allerdings nur etwa 25 Prozent des Energiebedarfs. Deshalb müsse eine normale Heizung zugeschaltet werden, die die fehlende Energie produziere. Dies ist im Sommer dann aber nicht erforderlich, da genug Sonnenenergie vorhanden ist, urteilte Frank Goldmann von der Firma Junkers.

Osnabrück. Immer mehr ist Solarenergie im Gespräch: Strom oder warmes Wasser? Solarzellen sind auf vielen Dächern zu sehen, die Photovoltaik wird inzwischen auch in Norddeutschland entdeckt, Banken vergeben Förderdarlehen für Photovoltaik.
Jeder fragt sich jedoch zuallererst, was eine Anlage kostet und wie rentabel Sie die Stromerzeugung dank der Sonne macht: Die Kosten für eine durchschnittliche Photovoltaikanlage betragen 4000 bis 6000 Euro pro Kilowattstunde″, erklärte Serdal Degirmenci von ZWS (Zukunftsorientierte Wärme Systeme) auf der Energiemesse in Osnabrück. Allerdings müsse für jedes Dach ein gesonderter Preis berechnet werden, da jedes Haus eine eigene Lage habe und der Preis von der Anzahl der Solarmodule abhänge, so der Energieberater weiter. Die Haltbarkeit einer Photovoltaikanlage betrage durchschnittlich 30 bis 40 Jahre, die Garantie 18.
Mit einer solchen Anlage können, wenn dieses Jahr eine Anlage aufgebaut wird, bei einem Verbrauch von 750 Kilowattstunden die nächsten 20 Jahre jährlich rund 350 Euro gespart werden. Im nächsten Jahr würde das Plus abnehmen, da fünf Prozent weniger von den derzeitigen 46, 75 Cent pro Kilowattstunde vom Stromversorger gezahlt würden. Eine Anlage macht sich dann nach 12 bis 13 Jahren bezahlt, die Leistung nehme erst nach 20 Jahren ab.
In Deutschland gibt es derzeit geschätzte ein bis zwei Millionen Photovoltaiknutzer, man erlebe eine Art Boom. Zuerst bekamen wir hauptsächlich in Süddeutschland Kunden, doch jetzt kommen auch immer mehr Norddeutsche darauf″, erzählte der Energieberater. Einziger Nachteil sei das Risiko, dass die Sonne zu wenig scheine. Letztlich gesehen, sei die Photovoltaik im Aufschwung, es gebe kaum Risiken, die Solarzellen sind witterungsbeständig, und gegen Sturmschaden könne man sich versichern.
Die Photovoltaik macht sich die Tatsache zunutze, dass Licht aus bestimmten Halbleiterflächen Elektronen herausschlägt, die sich dann im Material bewegen und als elektrischer Strom ableitbar sind.
Es entsteht zunächst elektrischer Strom mit niedriger Spannung, der durch den Wechselrichter in den hausüblichen Wechselstrom umgewandelt wird.

Solartechnik
Mit Solartechnik wird die technische Nutzung der Sonnenenergie (oder auch Solarenergie) bezeichnet. Aus der Sonnenstrahlung kann Wärme oder elektrische Energie gewonnen werden.
Photovoltaik (griechisch Photos″ für Licht und Volta″, benannt nach Alessandro Volta, Pionier der Elektrotechnik) steht für die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, meist Sonnenenergie, in Strom. Bei der Solarthermie wird die Wärmeenergie der Sonneneinstrahlung nutzbar gemacht zur Erwärmung von Wasser, zum Beispiel für die Heizung oder zum Kochen. Durch die dunklen Kollektoren wird eine Flüssigkeit erwärmt. Wenn sie wieder abgekühlt ist, wird sie wieder zurück in die Kollektoren geleitet.

Messe-Notizen
Die Stadtwerke Osnabrück fördern die Modernisierung von Heizungsanlagen: Privatkunden, die eine energiesparende Heizungsumwälzpumpe einbauen, bekommen einen Zuschuss von 50 Euro. Weitere Infos unter: www.stadtwerke-osnabrueck.de/

Die LBS präsentierte bei der Energiemesse verschiedene Kreditprogramme für umweltfreundliche Sanierungen, sie unterstützt den Kunden mit Hilfe der KfW-Bank, um sich z. B. eine CO2 - Gebäudesanierung leisten zu können. Infos unter:
www.kfw-foerderbank.de/

Was Messebesucher sagen

Roman Spaltakow (18): " Ich bin durch zufall zur Messe gekommen und fand die Solaranlagen besonders interessant. Ich könnte mir auch vorstellen, mir später eine Solaranlage zu kaufen."
Ursula Heinemann (56): " Ich will mich darüber informieren wie man ein altes Haus am besten klimafreundlich sanieren kann. Ich finde, die Messe ist sehr interessant und gut aufgebaut."
Frank Berner (39): " Ich möchte auf der Energiemesse vor allem Informationen zum Energiesparen, besonders über Wärmedämmung und über Holzpelletanlagen, bekommen."

Reporter-Workshop

Junge Leute, Teilnehmer von KLASSE!, dem Schulprojekt unserer Zeitung, haben die Beiträge auf dieser Seite verfasst. Sie haben am ersten KLASSE!- Reporterworkshop mitgewirkt. Bei der Energiemesse in Osnabrück recherchierten sie am Samstag zum Thema Klimaschutz. Mit ihren Beiträgen nehmen sie auch am KLASSE!- Artikelwettbewerb teil.

Osnabrück. Bei der Energiemesse 2008 in Osnabrück hat Dr. Markus Große Ophoff (46 Jahre), Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation, die Kampagne Haus sanieren profitieren! der DBU als Erfolg für den Klimaschutz durch Energiesparen bezeichnet.

Wie kam es zu Haus sanieren profitieren″?
Die Idee kam von Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG Bauen Agrar Umwelt, der den Auftrag gab, eine Kampagne zum Thema energetische Gebäudesanierung zu starten. Sie soll Hauseigentümer dazu bewegen, den derzeitigen Energieverbrauch ihrer Immobilie zu ermitteln und anschließend systematisch zu sanieren. Dieser Energiecheck wird von Handwerkern ausgeführt, die von uns geschult wurden.

Warum wurde gerade das Haus vom Nikolaus″ als Logo ausgewählt?
Das Logo musste verschiedene Kriterien erfüllen. Es sollte einen bestimmten Wiedererkennungswert haben und universell einsetzbar sein. Zudem enthält es die Farben der DBU und basiert auf dem alten Zeichenspiel, Haus vom Nikolaus″. Der Slogan selbst hat die gleiche Anzahl von Silben. Bei dem Spiel ist es wie bei Haus sanieren profitieren″: Wenn man es einmal erklärt bekommen hat, kriegt man es auch selbst hin.

Wie kommt das Logo an?
Die Reaktion der Handwerker ist erfreulich und sehr gut! Durch unser eingeschränktes Budget müssen wir unsere Werbung anders unter die Leute bringen als zum Beispiel mit teuren Werbespots. Deshalb sieht man täglich immer mehr Handwerkerfahrzeuge mit unserem Logo, das es in vielen verschiedenen Größen als Aufkleber gibt. Aber auch viele andere Leute finden das Logo super!

Bildtext:
Findet das Logo super: Markus Große Ophoff.
Autor:
Irma Ernst, Diana Schmücker, Valerie Niemeijer, Vivien Ordel, Johanna Krull, Alexander Dohe, Anna König, Rieke Wolters, Frauke Kösters, Jenny Klötz


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