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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kunden bangen um Zukunft des „Kathrinchens″
Zwischenüberschrift:
Alteingesessener Laden spürt die Konkurrenz großer Biomärkte
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Den Naturkostladen Kathrinchen″ im Osnabrücker Katharinenviertel gibt es bereits seit den 1980er-Jahren. Er war einer der ersten Bioläden in Osnabrück, doch nun muss er um seine Existenz bangen.

Der Laden ist in dieser Form nicht mehr existenzsichernd, daher wollte ich ihn eigentlich schließen″, sagt Gudrun Jedersberger, die seit 2008 den Laden betreibt. Die direkte Nachbarschaft zu Denn′s Biomarkt″ im Weidencarrée und dem Superbiomarkt in der Lotter Straße setzt das Kathrinchen″, das Jedersberger gerne als Tante-Emma-Laden″ bezeichnet, unter Druck. Das macht sich natürlich bemerkbar.″

Für viele Kunden war die Nachricht, dass das Kathrinchen″ geschlossen werden soll, ein Schock: Für das Katharinenviertel gehört dieser Laden als Lebensgefühl in den Kiez″, sagt Julia Wasmuth. Sie ist nicht nur Kundin, sondern auch Mitglied denn seit knapp fünf Jahren erprobt das Kathrinchen″ ein sogenanntes Mitglieder-Konzept. Mitglieder zahlen einen monatlichen Beitrag und dürfen dafür günstiger einkaufen.

Ich kenne Mitgliederläden noch aus Berlin, und als ich davon hörte, dass es das nun auch beim , Kathrinchen′ gibt, habe ich gleich gefragt: Wo kann ich unterschreiben?″, sagt Frank Pieczewski, der an diesem Tag mit seinen beiden Kindern hier einkaufen geht. Er wohne eine Straße weiter, im Kathrinchen″ dürfe seine Tochter auch mal alleine einkaufen und einen Liter Milch holen, und wenn sie im Sommer zusammen auf den Spielplatz an der Augustenburger Straße gehen, könne man sich im Kathrinchen″ schnell ein Eis holen.

Rund 85 Mitglieder zählt der Naturkostladen mittlerweile. Seit bekannt geworden ist, wie schlecht es um das Kathrinchen″ steht, kommen fast täglich neue hinzu. Diese positive Rückmeldung führte schließlich dazu, dass Gudrun Jedersberger den Mietvertrag doch noch einmal verlängerte bis Ende dieses Jahres. Wie es danach weitergeht, ist ungewiss: Es muss sich schon ein deutlicher Aufwärtstrend verzeichnen″, sagt sie.

Derzeit wird sie von einer 400-Euro-Kraft unterstützt, aber das meiste bleibt doch an ihr hängen. 60 bis 80 Stunden pro Woche sei sie für den Stadtteilladen im Einsatz. Diese betriebswirtschaftlichen Zwänge sind vielen vermutlich gar nicht bewusst″, sagt sie.

Wer selbst Mitglied im Kathrinchen″ werden will, schaut am besten einfach selbst einmal in der Augustenburger Straße 24 vorbei.

Bildtexte:
Gudrun Jedersberger (links) und ihre Mitarbeiterin Charlotte Neuerburg im Gespräch mit Kunden.
Mitglieder erhalten die Naturkost im Kathrinchen″ zu einem ermäßigten Preis.
Fotos:
David Ebener
Autor:
coa


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