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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler scheuen den Weg zum stillen Örtchen
Zwischenüberschrift:
Toilettenhäuschen in Sutthausen wird abgerissen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn die Grundschüler in Sutthausen mal müssen, führt der Weg zum Toilettenhäuschen sie über den Schulhof. Das wird sich in den Sommerferien ändern. Dann wird das Häuschen abgerissen und im Keller ein Toilettenraum installiert.
Das war ekelig.″ Anna, Christin und Jennifer schüttelt es immer noch bei dem Gedanken an die Spinnen mit Beinen″, die im Sommer durch die Mädchentoiletten krabbelten. Schmutzig und muffelig″ ist es auf den Toiletten schon lange. Auch auf der Jungentoilette, wie Moritz, Marco und Tillman bestätigen.
Die Toiletten des Grundschulgebäudes in Sutthausen sind sanierungsbedürftig. Kein Wunder, schließlich sind sie ziemlich alt. Denn das Toilettengebäude grenzt direkt an die alte, im Winter geschlossene Turnhalle an. Der WC-Raum selbst ist noch in Betrieb, weil er von den Grundschülern genutzt wird, die ihren Unterricht in der ehemaligen Gemeinschaftsschule haben. Die hatte sich im Jahr 2000 mit der benachbarten katholischen Bekenntnisschule zur Grundschule Sutthausen zusammengeschlossen.
Schüler, Eltern und Lehrer sind erleichtert, dass im Sommer Toiletten im Keller des Gebäudes installiert werden. Einige Eltern fänden es nicht so gut, dass ihre Kinder über den Schulhof laufen müssen, sagt Schulleiterin Marina Lade. Sie selbst sieht auch dringenden Handlungsbedarf. Die Toiletten sind desolat″, sagt sie. Deswegen hätten sie ohnehin saniert werden müssen.
Jetzt wird das Häuschen ganz abgerissen. Denn dasselbe passiert auch mit der alten Turnhalle, zu der es gehört. Für uns war die Frage: Was machen wir mit dem Toilettengebäude? Abreißen oder stehen lassen?″, erklärt Hans-Georg Freund, Leiter des städtischen Fachbereichs Schule und Sport. Tatsächlich sei der Neubau der Toiletten aber günstiger als die Sanierung. Wie teuer das wird, kann Freund aber noch nicht sagen. Denn wenn in den Sommerferien ein Toilettenraum entsteht, wird der ganze Keller saniert.
So sollten etwa die Fußböden erneuert werden, die Schulküche im Keller auf Vordermann gebracht werden und Platz für Lernmittel entstehen, erklärt Martina Lade. Überhaupt solle es nicht mehr so nach Keller wirken″.
Die Kinder haben aber keine Angst davor, zur Toilette in den Keller gehen zu müssen. Bei der Frage danach schütteln die Viertklässler Anna, Jennifer, Christin, Moritz, Marco und Tillman den Kopf. Anna, die mit Tillman das Amt des Schulsprechers innehat, schmiedet sogar schon Pläne. Irgendwann werden die neuen Toiletten ja wieder schmutzig″, sagt sie. Deshalb will sie ihren Mitschülern vorschlagen, dass die Benutzung eines ausgewählten WC 10 Cent kostet. Die soll dann immer besonders sauber sein. In der nächsten Woche wird die Schülervertretung ihren Vorschlag besprechen.

Bildtext:
Schnell die Nase zuhalten: Anna, Jennifer, Christin, Moritz, Marco und Tillman (von links) finden, dass es auf der Schultoilette stinkt.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
rei


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