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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Lang-Lkw dürfen auf mehr Straßen fahren
 
Mehr Strecken für Lang-Lkw geöffnet
Zwischenüberschrift:
Netz für Gigaliner umfasst nun auch NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Lastwagen mit Überlänge dürfen seit Neuestem auch auf Autobahnen und Bundesstraßen in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz fahren. Die Ausweitung des Streckennetzes freut Logistikunternehmen.

Gute Nachrichten für Spediteure: Lang-Lkw dürfen neuerdings auf deutlich mehr Strecken fahren. Bis auf Berlin beteiligen sich nun alle Bundesländer am Regelbetrieb. Auch ein Nutzfahrzeughersteller aus dem Emsland macht sich Hoffnungen.

Osnabrück. Sie bieten einen imposanten Anblick: Lang-Lkw mit 25, 25 Metern Länge sind schon seit Anfang 2017 im Regelbetrieb auf vielen Autobahnen und Bundesstraßen unterwegs. Seit Kurzem dürfen die Riesenlaster auch in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz auf bestimmten Strecken fahren. Das Bundesverkehrsministerium hat dafür per Verordnung das sogenannte Positivnetz um die von den Ländern gemeldeten Strecken erweitert. Der Flickenteppich hat damit ein Ende. Einzig Berlin lässt weiterhin keine Lang-Lkw auf seinen Straßen zu.

Gerade die Spediteure im Nordwesten haben Anlass zur Freude. Mit der Erweiterung des Streckennetzes können sie die A 30 nun durchgehend von der niederländischen Grenze bis nach Bad Oeynhausen nutzen inklusive der bisher für Lang-Lkw gesperrten nordrhein-westfälischen Abschnitte. In Nord-Süd-Richtung stehen ihnen nun die A 31 und die A 1 in voller Länge offen.

Der Osnabrücker Logistikriese Hellmann begrüßte die Ausweitung des Streckennetzes. Dadurch sinke das Investitionsrisiko, teilte das Unternehmen mit. Hellmann hat derzeit nach eigenen Angaben bis zu fünf Lang-Lkw im Einsatz. Von den Vorteilen des Lang-Lkw als innovative und umweltschonende Logistiklösung″ sei man überzeugt. Mit der Erweiterung des Streckennetzes werde Hellmann sein Vorgehen aber nicht grundsätzlich ändern.

Nicht nur Logistiker setzen auf die Riesenlaster. Die Nutzfahrzeugsparte der emsländischen Krone Gruppe war eine treibende Kraft hinter der Zulassung der Lang-Lkw. Wir erwarten, dass die Nachfrage aufgrund der neuen Regelungen spürbar zulegen wird ″, sagte Marketing-Mitarbeiterin Anja von Stephani. Krone baut in Werlte bereits seit Jahrzehnten Lkw mit Überlänge für Kunden in Skandinavien. Auch in den Niederlanden sei die Nachfrage hoch, hieß es.

Anders als in dem westlichen Nachbarland dürfen Lang-Lkw hierzulande keine 60 Tonnen wiegen, sondern wie gewöhnliche Lastwagen maximal 44 Tonnen auf die Straße bringen. Für einen grenzüberschreitenden Einsatz der Riesenlaster sind laut Bundesverkehrsministerium bilaterale Vereinbarungen mit dem jeweiligen Nachbarstaat nötig. Derzeit seien keine in Arbeit, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Dem flächendeckenden Regelbetrieb von Lang-Lkw im Fernverkehr waren ein langer politischer Streit und ein fünfjähriger Feldversuch vorausgegangen, der im Dezember 2016 endete. In ihrem Abschlussbericht entkräftete die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) die Einwände der Kritiker. So könnten zwei Lang-Lkw-Fahrten bei optimaler Auslastung drei Fahrten mit herkömmlichen Lkw ersetzen. Dadurch ließen sich 15 bis 25 Prozent Diesel sparen, hieß es weiter. Von den Kritikern befürchtete Verlagerungen von Bahn und Binnenschiff auf die Straße seien aufgrund der logistischen und Güterstrukturen″ nicht zu erwarten, genauso wenig wie ein schnellerer Verschleiß der Fahrbahnen.

Das BASt attestiert dem Lang-Lkw allerdings auch ein begrenztes Einsatzpotenzial. So schätzte die Behörde, dass im Jahr 2030 der Anteil der Lang-Lkw am Schwerlastverkehr auf 99 Prozent der Autobahnen bei weniger als einem Prozent liegen werde.

Logistik und Transport: Mehr lesen Sie auf noz.de/ wirtschaft

Bildtext:
Vorsicht, Überlänge! Für Autofahrer sind die Lang-Lkw noch ein ungewohnter Anblick.
Foto:
dpa

Spedition

Hast Du schon einmal von einer Spedition gehört? Ein schwieriges Wort. Es stammt von dem italienischen Begriff spedizione ab und heißt übersetzt Beförderung oder Absendung. Und genau das macht eine Spedition. Sie bietet ihren Kunden an, Waren aller Art zu versenden und an ihren Zielort zu transportieren.

Ohne eine Spedition könntest Du deshalb wahrscheinlich nicht Deine morgendlichen Cornflakes essen. Irgendjemand muss das leckere Müsli ja schließlich an den Supermarkt liefern, in dem Du es kaufen kannst.

Um die Produkte von einem Ort zum anderen zu bringen, sind oft weite Wege nötig. Das ist etwa dann der Fall, wenn ein bestimmtes Produkt nur im Ausland hergestellt wird. Aus diesem Grund setzen Spediteure die Besitzer einer Spedition die verschiedensten Verkehrsmittel ein, um die Ware zu transportieren. Das kann zum Beispiel ein großer Lastwagen wie etwa ein Gigaliner sein.
Autor:
Manuel Glasfort


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