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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Video über Gaffer wird Internethit
 
Anti-Gaffer-Video wird zum Internethit
Zwischenüberschrift:
Osnabrückerin dreht Film über Voyeurismus am Unfallort – Millionen von Klicks und viel Lob
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Das Video Schaulustige Sei kein Gaffer″ der Feuerwehr Osnabrück wird derzeit im Internet millionenfach angeschaut. Es zeigt, wie ein Einsatz aussieht, wenn respektlose Gaffer stören und endet bedrückend. Produziert wurde es von der Agentur Blickfänger GbR. Diese wurde 2016 von der Osnabrückerin Elena Isabel Walter und dem Dortmunder Emanuel Luca Zander-Fusillo gegründet. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte und dem Bürgerverein Wüste. Gefördert wurde es von der Sparkasse Osnabrück. Die Dreharbeiten fanden auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne am Limberg statt. In den sozialen Netzwerken bekommt das Video viel Aufmerksamkeit. Insgesamt habe es weit mehr als fünf Millionen Aufrufe, berichtet Walter.

Die Osnabrückerin Elena Isabel Walter hat einen Internethit gelandet. Ihr Video Schaulustige Sei kein Gaffer″ wurde schon mehr als fünf Millionen Mal angeschaut. Es zeigt, wie ein Feuerwehreinsatz aussieht, wenn respektlose Gaffer stören und endet bedrückend.

Osnabrück. Ob auf Youtube, Facebook oder Twitter: Das Video Schaulustige Sei kein Gaffer″ hat sich innerhalb weniger Tage zum Internethit entwickelt. Auf bedrückende Art und Weise zeigt der Kurzfilm, wie respektloser Voyeurismus die Arbeit der Rettungskräfte während eines Einsatzes behindern kann.

Produziert wurde es von der Agentur Blickfänger GbR. Diese wurde 2016 von der Osnabrückerin Elena Isabel Walter und dem Dortmunder Emanuel Luca Zander-Fusillo gegründet. Das Duo hat sich während des Studiums an der Fachhochschule Dortmund kennengelernt und gemeinsam bereits mehrere Filmprojekte verwirklicht.

Walters Bezug zu Osnabrück war auch ausschlaggebend für die Umsetzung des Kurzfilms. Das Video entstand nämlich in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück Stadtmitte und dem Bürgerverein Wüste. Gefördert wurde es von der Sparkasse Osnabrück.

Wie Walter im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, wurde der Kurzfilm im vergangenen Jahr auch in Osnabrück gedreht und zwar in der Dodesheide auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne am Limberg.

Das Ziel des Projektes beschreiben die beiden Filmemacher in einer Pressemitteilung mit folgenden Worten: Der Film soll durch eine möglichst weite Verbreitung für das leider hochaktuelle Thema Gaffer an Unfallstellen′ sensibilisieren und die öffentliche Diskussion anregen.″

In den sozialen Netzwerken bekommt das Video viel Aufmerksamkeit. Insgesamt habe es auf den verschiedensten Plattformen mittlerweile weit mehr als fünf Millionen Aufrufe, berichtet Walter. Und dass, obwohl der Kurzfilm erst wenige Tage vor Weihnachten hochgeladen wurde.

Die Resonanz ist überwältigend und sehr positiv. Dass das Video in dieser Form viral geht, damit haben wir so nicht gerechnet″, sagt die 25-Jährige, die im Stadtteil Wüste groß wurde.

Für die Idee und die Umsetzung des etwas mehr als vier Minuten langen Films bekommt das Duo von den Internetnutzern großen Zuspruch. Das Video wird häufig geteilt und erntet viele lobende Kommentare. Ich bitte euch selten darum, etwas zu verbreiten, aber dies Video muss verbreitet werden. Ich habe Tränen in den Augen″, erklärte beispielsweise eine Nutzerin auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter, als sie den Beitrag verbreitete.

Die wichtige Botschaft, die die Filmemacher mitteilen wollen, scheint also anzukommen.

Das Video können Sie auf unserer Internetseite unter noz.de/ gaffervideo aufrufen.

Bildtext:
Live dabei: In dem bedrückenden Video wird gezeigt, wie Schaulustige durch ihr rücksichtsloses Verhalten am Unfallort die Arbeit der Rettungskräfte während eines Einsatzes behindern.

Foto:
Blickfänger GbR

Worum geht es im Film?

Drei junge Erwachsene befinden sich auf dem Rückweg ihrer Urlaubsreise. Sie fahren an einem Einsatz der Feuerwehr bei einem schweren Verkehrsunfall vorbei. Daraufhin steigen sie aus dem Wagen aus und nähern sich dem Unfallort. Sie machen Fotos und Videos, die sie mit Beschreibungen wie Krasser Unfall wir sind live dabei! im Internet teilen. Angestachelt durch die Reaktionen aus dem Netz und die eigene Neugier, nähert sich das Trio immer weiter der Unfallstelle. Sie knipsen Selfies, posen mit der Ausrüstung der Einsatzkräfte und wollen noch spektakulärere Bilder schießen. Selbst die mahnenden Worte eines Feuerwehrmannes halten die drei Gaffer nicht ab. Das Trio befindet sich im voyeuristischen Exzess, der bis zur Behinderung der Rettungsarbeiten führt und dramatisch endet.

Kommentar
Neugierde

Die Neugierde ist in Verruf geraten. Dabei handelt es sich eigentlich um eine positive Eigenschaft des Menschen wäre er nicht von Natur aus wiss- und lernbegierig, würde Homo sapiens ein Gewitter noch heute für einen Ausbruch göttlichen Zorns halten.

Auch das Interesse an einem Rettungseinsatz ist zunächst einmal nicht verwerflich. Nicht jeder, der hinter einer Absperrung oder in respektvollem Abstand steht und zuschaut, das Smartphone in der Tasche lässt und die Anweisungen der Einsatzkräfte ohne Wenn und Aber befolgt, behindert die Rettungsarbeiten auch wenn es unter Strom stehende Feuerwehrleute und Polizisten an einer Unfallstelle möglicherweise anders empfinden und verärgert reagieren.

Letzteres geschieht vielleicht deshalb, weil die Retter aus leidvoller Erfahrung nur allzu gut wissen, dass aus legitimer Neugierde oft nahezu übergangslos pietätlose Gafferei wird und aus einem passiven Zuschauer ein ins Geschehen eingreifender Möchtegernreporter. Dieses Phänomen demonstriert der in Osnabrück entstandene Film sehr eindringlich. Er sollte zum Pflichtprogramm in allen Schulen werden.
Autor:
Yannick Richter, Arne Köhler


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