User Online: 2 | Timeout: 12:38Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wer entscheidet, was gut und was überflüssig ist?
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Heinz Gausmann Baracke am besten abreißen″ (Ausgabe vom 21. Dezember) mit Bezug auf den Artikel 600 000 Euro für Antikriegsbaracke? (Ausgabe vom 13. Dezember).

„, Es gibt sicher sinnvollere Projekte, wo Geld gebraucht wird.′ [. . .]

Unsere Gesellschaft erinnert mich immer mehr an die Parabel aus der Bibel , Der Tanz um das goldene Kalb′. Uns geht es Gott sei Dank gut, was interessiert uns die Vergangenheit, und die finanziellen Mittel sind ausreichend vorhanden, wir können viel Gutes tun.

Aber wer entscheidet, was gut ist und was überflüssig oder gar schädlich? Die maßgebenden Entscheidungsträger sind Spiegelbilder unserer Gesellschaft, und so haben wir auch in Osnabrück eine Situation mit vielen Baustellen. Die Baustelle , Antikriegsbaracke′ dürfte eine der kleinsten sein. Die im Stadtrat diskutierte Summe von 600 000 Euro erweckt einen falschen Eindruck, da man von idealen Vorstellungen in Bezug auf Erstellung des Urzustands und Einsatz originärer Materialien, die es heute kaum noch gibt, ausgeht.

Die Lokalhistoriker, auch wenn das in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist, sind für den Erhalt des Gebäudes und die Einrichtung einer Begegnungsstätte. Die Aktivitäten sollen:

Aufklärungs- und Informationsarbeit durch Vortragsveranstaltungen und Wechselausstellungen zu aktuellen Themen

Aufarbeitung historischen Materials durch Arbeitsgruppen, auch in Projektwochen mit Schulen und Ähnliches, direkt am Ort des Geschehens, sein. So etwas gehört zur Friedensstadt Osnabrück.

Der Verein , Antikriegsbaracke′, gegründet von den Mitgliedern der Bürgervereine Atter/ Eversburg und den Anwohnern, arbeitet in diesem Geiste.

Leider mit wenigen finanziellen Mitteln, aber mit starkem Willen, diesen Teil der Osnabrücker Geschichte aufzuarbeiten und den jungen Generationen zugänglich zu machen.

Denn wer die eigene Vergangenheit nicht kennt, kann auch nicht solide Arbeit für die Zukunft leisten. Eine Gedenktafel irgendwo kann und darf bei den noch vorhandenen Originalorten keine Lösung sein.

Das hat man bereits vor Jahren schon in Hannover eingesehen und die , Baracke 35′ unter Denkmalschutz gestellt, nicht dass sie zur Ruine wird, sondern als Zeugnis des ehemaligen Gefangenenlagers bleibt! Auf diesem Fundament kann und soll man eine Gedenktafel dann anbringen und durch Aktivitäten mit Leben füllen.″

Petar Miloradovic

Bissendorf

Bildtext:
Erinnerung an düstere Zeiten: Die Baracke 35 auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Landwehrstraße in Atter soll als Gedenkstätte erhalten bleiben.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Petar Miloradovic


Anfang der Liste Ende der Liste