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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Macht Autofahren unattraktiv!
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Diskussion über den geplanten Tempo-30-Modellversuch Niedersachsens, u. a. zum Kommentar Reine Schikane″ von Michael Clasen (Ausgabe vom 9. Dezember).

Michael Clasen schreibt in seinem Kommentar, dass die Erprobung eines Tempo-30-Limits auf Haupteinfahrtstraßen eine reine Schikane der Autofahrer sei, welche doch ohnehin schon so gebeutelt seien und stiefmütterlich behandelt würden (, Mangel an funktionstüchtigen Straßen und Parkplätzen′). Des Weiteren führt er aus, dass diese Tempolimit-Maßnahme auf rein ideologischen Überlegungen basiere. Bei der Annahme, dass die immer weiter zunehmende Zahl an Autos, insbesondere auf engem städtischen Raum, schädlich für Mensch und Umwelt ist, handelt es sich seiner Meinung nach also lediglich um eine ideologische Variante.

Genauso gut könnte man auch behaupten, dass das Nichtraucherverbot in öffentlichen Gebäuden lediglich eine Einschränkung persönlicher Freiheit und dem Gemeinwohl nicht zuträglich sei. Jeder, der bei klarem Verstand ist und schon einmal die Verkehrszustände in asiatischen Großstädten in den Medien gesehen oder erlebt hat, weiß doch, dass ein weiteres Wachstum an motorisierten Individualverkehrsmitteln zu einem Verkehrskollaps und zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen wird.

Eine weitere Förderung des ohnehin schon bevorzugten Autobetriebs würde doch ein völlig falsches Signal setzen: Das Auto sei das optimale sowie ein selbstverständliches Fortbewegungsmittel und sollte privilegiert bei verkehrsplanerischen Maßnahmen berücksichtigt werden das ist vernunftbasiert und nicht ideologisch?

Meine Ideologie lautet: Macht das Autofahren im Stadtgebiet unattraktiv, gebt den Menschen echte statt halbherzige Anreize, ihr Auto stehen zu lassen und das Fahrrad oder den ÖPNV zu nutzen. Aber das ist wohl schwierig umzusetzen in einem Autofahrerland […].″

Birgit Schwetje

Osnabrück

Bildtext:
Anreize, das Auto stehen zu lassen, fordert unsere Leserin.
Foto:
dpa
Autor:
Birgit Schwetje


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