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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der große Staatsmann, der vielen Osnabrückern nichts sagt
Zwischenüberschrift:
Justus-Möser-Gesellschaft feiert 30-jähriges Bestehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bevor Justus Möser ernsthaft als Namenspatron der Universität Osnabrück vorgeschlagen wird, müsste er aus dem wissenschaftlichen Elfenbeinturm herausgeholt werden, meinte die frühere Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler jetzt auf der Festveranstaltung zum 30. Jahrestag der Gründung der Justus-Möser-Gesellschaft.

Darüber waren sich alle Diskutanten einig: Der große Politiker, Jurist, Literat, Historiker und Publizist Justus Möser (1720–1794), dessen 300. Geburtstag 2020 ansteht, passt sehr gut in die Reihe der Osnabrücker Leuchttürme″ wie Remarque, Nussbaum, Calmeyer oder Vordemberge-Gildewart. Nur müsste bekannter werden, was der in vieler Hinsicht modern denkende und originelle Möser uns Heutigen zu sagen habe.

Als eine Maßnahme, so ein konkreter Vorschlag, sollte der Inhalt der viel gelobten Möser-Wanderausstellung in gedruckter Form veröffentlicht werden, vielleicht auch als DVD mit Übersetzungen ins Niederländische und Französische. Denn, so meinte etwa die frühere Museumsleiterin Eva Berger, diese bereits in vielen Städten des In- und Auslands gezeigte Ausstellung bringe allgemein verständlich, oftmals erheiternd und gut illustriert auf den Punkt, welcher Reichtum in Mösers Werk stecke.

Andere Vorschläge waren Möser-Stadtführungen mit szenischen Darstellungen oder die Übersetzung von Möser in einfache Sprache durch Schüler. Und der Vorsitzende der Justus-Möser-Gesellschaft, Martin Siemsen, buchstabierte erneut den schon länger gehegten Wunschtraum aus, eine Forschungsstelle und möglichst auch einen Ausstellungsraum in Mösers Geburtshaus Markt 26/ 27 einzurichten. Auch könne er sich vorstellen, eine CD zu veröffentlichen mit Musik, die Möser gekannt und geschätzt hat.

Zuvor hatte Gründungsvorsitzender Winfried Woesler auf die Anfänge der am 12. Dezember 1987 gegründeten Gesellschaft zurückgeblickt. Ausdrückliches Ziel war und ist es, Leben und Werk Mösers einer breiteren, nicht nur der literarisch interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit die wissenschaftliche Arbeit der 1985 an der Universität zunächst mit einem üppigen Budget eingerichteten, dann aber eingesparten Möser-Dokumentationsstelle zu ergänzen. Mit ihrer Schließung verschwand auch die Zeitschrift Möser-Forum″ von der Bildfläche. Umso wichtiger ist seitdem die Arbeit der Möser-Gesellschaft geworden, die als Sektion im Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück organisatorisch beheimatet ist.

Martin Siemsen und seine Mitstreiter schultern die Herkulesaufgabe, die Möser-Forschung in Eigenregie fortzuführen und Möser zu popularisieren. Siemsen gab einen Einblick in die Veröffentlichungsarbeit und die mehr als 150 veranstalteten Vorträge, Kolloquien, Autorenlesungen, Exkursionen und Ausstellungen.

Bildtext:
Dicke Bretter bohren, um Möser bekannter zu machen: der Chef der Möser-Gesellschaft, Martin Siemsen (links), und der Gründungsvorsitzende Winfried Woesler.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
jod


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