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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zukunft der „Freiheit″ weiter offen
Zwischenüberschrift:
Zum Jahreswechsel droht das Aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Betreiber der Kleinen Freiheit″ am ehemaligen Güterbahnhof-Gelände sind nicht in Weihnachtsstimmung: Es ist weiter unklar, ob der Club über den Jahreswechsel hinaus weiter geöffnet bleibt.

Osnabrück. Das ist alles einfach nur noch nervig″, ist Freiheit″-Mitbetreiber Bernie Mersch über den andauernden Verhandlungspoker zwischen Stadt und Flächeneigentümer 3 G Group sauer und schlecht gelaunt. Es ist eine Situation entstanden, in der wir anscheinend nur noch eine Schachfigur sind, aber keinerlei Informationen bekommen, worauf wir uns einstellen müssen.″

Denn bisher gibt es seitens der Stadt nur eine einmonatige Weiterduldung bis Ende des Jahres. Mersch: Vor allem für die rund 25 Mitarbeiter ist das ein unerträglicher Zustand, da niemand von uns weiß, was in zehn Tagen ist.″

Der Frust sitzt folglich tief, und inzwischen beschleicht die Betreiber das ungute Gefühl, dass die Stadt letztlich nur das Ziel hat, möglichst mithilfe der Freiheit ein umfassend nutzbares Wegerecht zum Ringlokschuppen zu bekommen. Seit mehr als vier Jahren ist das denkmalgeschützte Gebäude inzwischen im Besitz der Stadt, aber Veranstaltungen sind hier nicht möglich, da es bisher nur einen zwei Meter breiten Weg gibt.

Der eigentliche Pachtvertrag der Freiheit ist Ende November ausgelaufen, und nach derzeitigem Stand besteht für die 3 G-Group die Verpflichtung, das Gebäude bis Ende Januar abzureißen. Sonst wird die festgeschriebene Vertragsstrafe von 100 000 Euro fällig.

Die Betreiber wissen, dass auch eine weitere Duldung nur eine Übergangslösung wäre. Aber es irritiert sie, dass seitens der Stadt jetzt eine Vertragsverlängerung wohl mit der Einräumung eines umfassenden Wegerechts zum Ringlokschuppen verknüpft wird. Bei den Gesprächen und Verhandlungen zwischen Stadt und Flächeneigentümer 3 G scheint diese Forderung nach wie vor der strittige Punkt zu sein, an dem es mit einer Lösung hakt.

Die Stadt lehnt wohl das 3 G-Angebot einer befristeten Zuwegung bis 2020 über eine acht bis zehn Meter breite Fläche von der Hamburger Straße aus zum Ringlokschuppen ab. Dies würde bedeuten, dass mehr als 50 000 Euro investiert werden müssten, um die provisorische Zufahrt zu erstellen, die dann nach drei Jahren nicht mehr genutzt werden kann. Deshalb akzeptiert die Verwaltung eine Befristung nur, wenn die Formulierung lautet: bis zum 31.12.2020 befristet, sofern bis dahin eine Erschließung nach dem Bebauungsplan hergestellt ist″, was einer Nutzungsgarantie gleichkommen dürfte, die Bestand hat, bis auf dem Gelände eine Erschließungsstraße angelegt wird.

Für die Freiheit-Betreiber ist unverständlich, dass Stadtbaurat Frank Otte anfangs immer darauf hingewiesen hat, dass sich die Rechtsposition der Stadt gegenüber Flächeneigentümer 3 G nicht verschlechtern dürfe, wenn die Kleine Freiheit an dem Standort weiter geduldet werde. Jetzt ist dieser Punkt kein Problem mehr, da akzeptiert wird, dass die Stadt jederzeit ohne Begründung mit Frist von vier Monaten den Abriss verlangen kann. Doch jetzt gibt es das Hin und Her wegen des Wegerechts.

Es hat wohl zwischenzeitlich ein Gespräch von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert mit 3G-Geschäftsführer Thomas Gründler gegeben ohne eine Annäherung in der Kleine Freiheit″-Frage. Jetzt liegt ein neues Angebot der 3 G-Group im Rathaus vor, das derzeit geprüft wird. Bernie Mersch: Wir brauchen schnell Klarheit″, hofft er endlich auf ein Signal der Stadt, dass es weitergeht.

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Bildtext:
Die Zukunft des Clubs Kleine Freiheit″ am ehemaligen Güterbahnhof-Gelände ist weiter unklar, da sich Stadt und Flächeneigentümer beim Wegerecht zum Ringlokschuppen nicht einigen können.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Wolfgang Elbers


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