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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Uni erforscht Kartei der Gestapo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. An der Universität Osnabrück wollen Forscher um Geschichtsprofessor Christoph Rass ein digitales Modell der Osnabrücker Gestapo-Kartei erstellen. Das Projekt heißt Überwachung. Macht. Ordnung Personen- und Vorgangskarteien als Herrschaftsinstrument der Gestapo″ und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Kaum eine andere Institution war im Dritten Reich″ gegenüber der eigenen Bevölkerung so unmittelbar für die Umsetzung der NS-Gewaltpolitik verantwortlich wie die Geheime Staatspolizei (Gestapo). Ihre Akten und Karteien wurden bei Kriegsende fast vollständig vernichtet, was die Erforschung bislang schwierig machte. Mittels neuer wissenschaftlicher Methoden soll es nun gelingen, die eigentlichen Machtmechanismen der Gestapo zu analysieren, heißt es in einer Mitteilung der Universität.

Digitale Analyse

Bisher hätten die wenigen überlieferten Sach- und Personalakten der Gestapo eine zentrale Rolle gespielt. Jetzt rücke zum ersten Mal die systematische Bearbeitung einer der erhaltenen Gestapokarteien ins Zentrum eines Forschungsprojekts. Wir gehen zurück zu den Anfängen der Entwicklung von Personen- und Vorgangskarteien, die den Aufstieg von Vorratsdatenspeicherung zu einem zentralen Herrschaftsinstrument der Moderne begründet haben″, wird Projektleiter Rass zitiert.

Die Historiker der Uni arbeiten dabei mit dem Niedersächsischen Landesarchiv in Osnabrück zusammen, das die Osnabrücker Gestapokartei eines der wenigen überhaupt erhaltenen Exemplare dieser Quellengattung in seinen Beständen verwahrt. Das Landesarchiv bereitet die Digitalisierung der rund 50 000 Karteikarten vor, deren Inhalte dann im Projekt maschinenlesbar gemacht und ausgewertet werden. Rass: Wir wollen so nicht nur die Verfolgungspraktiken der Gestapo für den Regierungsbezirk Osnabrück rekonstruieren, sondern auch Einblicke in die handlungsleitende Wissensproduktion des NS-Staates gewinnen.″
Autor:
pm/sst


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